Artikel Category: Spezielle Beitrage

  • ÜBER…..Leben und die Menschheit (Teil 3/3)

    Zu guter Letzt soll die geistig/spirituelle Kategorie des Lebens betrachtet werden, die noch immer mysteriös ist, vorwiegend weil Technologie und Wissenschaft noch nicht fähig sind, sie aus dem Dunkel zu holen. Noch nicht jedenfalls. Daher stützt sich der dritte Teil des Artikels vorwiegend auf Thesen und Hypothesen, ohne Anspruch zu erheben, mehr als Annahmen und logische Schlußfolgerungen zu sein, die mit Evidenz, wie diese Art Leben aussieht, nicht bestätigt werden können. Fest steht nur, daß geistig/spirituelles Leben Teil unserer Existenz ist und unser diesbezügliches Verständnis unserem evolutionären Prozess unterworfen ist, so wie alles andere auch. Unsere Evolution steckt allerdings noch in den Kinderschuhen, ist also rudimentär, um genau zu sein. Das soll jedoch kein Hindernis sein, den Leitfaden herauszuarbeiten, zwecks besserer Einsicht und zum Verständnis dessen, was an Hinweisen und Nachweisen vorhanden ist. Davon gibt es ohnehin genug.
    Die geistige Komponente, oder Kapazität (Intellekt), des vor allem organischen Lebens, hat sich kontinuierlich vergrößert und angepaßt, da sie für das Überleben eines Organismus notwendig ist. Die Kapazität ist und war immer vorhanden, doch bedarf es des komplexen organischen Lebens, wie der Mensch es ist, um deren Fundamentalität zu erkennen und erst recht ihren unumgänglichen Anteil am existentiellen Geschehen einschätzen und beurteilen zu können. Die geistige Entwicklung des Menschen ist zwar besonders faszinierend und natürlich markant, doch muß man allen anderen Organismen dieselben Anlagen zumindest zugestehen, auch wenn der Mensch es nicht wahrhaben will. Es ist einfach zwangsläufig. Leider führen Ignoranz, dummer Stolz, Eitelkeit und böswillige Intentionen dazu, falsche Schlüsse zu ziehen und daran fest zu halten. Freilich hat der Mensch derzeit weder die Möglichkeit, noch hat er wirklich den Willen, herauszufinden, wie andere Gattungen ihr Leben empfinden, oder überhaupt verstehen könnten. Nach wie vor bestreiten die meisten sogar, daß Tiere Gefühle, ja Träume haben, soziale Verbindungen aufbauen, sich der Intelligenz bedienen, geistige Fähigkeiten höherer Ordnung besitzen, und natürlich erst recht, daß sie des intellektuellen Denkens fähig sind, oder sowas wie Bewußtsein haben könnten. Doch ein größeres Gehirn ist kein Maßstab für geistige Kapazität, noch Intelligenz, und ist erst recht keine Antwort auf die Frage, ob andersartige Lebewesen Einsicht, oder Erkenntnisfähigkeit besitzen. Der Mensch selber beweist das, denn trotz der Größe seines Gehirns hat er sie auch nicht. Stimmt, er ist höchst erfolgreich im Bereich des Überlebens, zum Nachteil aller anderen Geschöpfe, doch das beweist nur, daß er ein reichhaltiges Repertoire an praktischen Fähigkeiten hat, daher das größere Gehirn, nicht aber, daß er versteht, was das für seine Kapazität bedeutet, oder wie er seine Anlagen konstruktiv verwenden könnte. Das hat er noch immer nicht begriffen. Und jetzt, wo es bereits ziemlich offensichtlich ist, daß die geistig/spirituelle Welt im Bereich der Quantum Physik liegt, wo nichts so ist, wie es aussieht und nichts unmöglich ist, da weiß er erst recht nichts damit anzufangen, außer weiterhin Mißbrauch zu betreiben. Nichts wahrhaftig Konstruktives jedenfalls fällt ihm ein. Wie könnte er sonst überhaupt zulassen, nichts dazu lernen zu wollen, sowie die Fähigkeiten anderer Gattungen zu bagatellisieren, sie schamlos auszubeuten und Leben schlechthin zu verachten!
    Allerdings! Mit neuen Methoden und Möglichkeiten in Technologie und Wissenschaft, haben sich nun Tore geöffnet, die das Wachsen des menschlichen Geistes im Sinne des evolutionären Fortschritts stimulieren. Es wird nicht nur seine geistigen Fähigkeiten bereichern, sondern auch seine spirituellen Anlagen forcieren und sein spirituelles Verständnis erweitern. Interessanterweise, Tatsachen und Wahrheit (wahre Tatsachen), verbergen sich in religiösen Texten und Lehren, doch haben sich nur wenige Menschen je bemüht, diese aus dem Gewirr ständiger Mißinterpretationen, gewollter und auch gezielter Inhaltsverdrehungen, oder Manipulationen, herauszulösen. Man hat das (wahrscheinlich) intuitive Wissen mit Absicht verzerrt und diskreditiert. Und man tut es nach wie vor, da es nämlich der sozial herrschenden Klasse dient. Abgesehen davon hängen Realitätssinn und Realitätsverständnis auch von Eigenerfahrung und persönlich gesammeltem Wissen ab. Das wiederum ist Zeit bedingt. Alle Lebewesen häufen Grundwissen an, und das über Zeiträume hinweg. Wir alle haben ein langes Gedächtnis, ein Langzeitgedächtnis im wahrsten Sinne des Wortes, mit Verbindung zu vergangenen Realitäten, die uns archiviert zum Zeitpunkt unserer Geburt voll und ganz zur Verfügung stehen. Wir sind uns dessen nur nicht bewußt. Das heißt also, die „alten“ Realitäten sind nicht verloren, sondern existieren sozusagen im Untergrund, vom Lebewesen vernachlässigt und oft sogar aktiv unterbunden, vor allem durch kulturelle Zwänge. Doch unsere Gedächtnisbank verwahrt alle Daten, vom konkreten Beginn organischen Lebens schlechthin, bis zum vorliegenden mental/spirituellen, alles findet sich in unserer DNS (DesoxyriboNucleinSäure). Die hat zudem die Aufgabe, neue Informationen zu speichern, zusätzlich zu den alten. Somit wird die DNS-Kette immer länger, vor allem, wenn der Organismus komplexer wird. Auf diese Weise werden die notwendigen Daten den Nachfahren weitergegeben, die wichtigen neuen Informationen hinzugefügt und das grundsätzliche unter-, oder wenn man will, übergeordnete und fundamentale Altwissen archiviert, auch wenn das Lebewesen es nicht wahrnimmt. Als Beispiel erinnere man sich der Kiemen, die in unserer eigenen fötalen Entwicklung nachweislich vorkommen und uns auf unseren evolutionären Weg, den wir physisch gegangen sind, hinweisen.
    Grundsätzlich, Information (Data) ist Energie; sie geht nicht einfach verloren und, sie bezieht sich nicht nur auf körperliche Gegebenheiten. Data ist auch nicht von physisch/biologischer Existenz abhängig, wohl aber bedingt sie sie. Es bedarf also immer einer Datenbank und erst recht eines biologischen Gedächtnisses, speziell, wenn organisches Leben eigenständige Lebensformen entwickelt. Data muß auch nicht immer nur ein Vorteil für den Organismus sein. So hat der Mensch es ja auch mit unwillkommenen Vererbungen zu tun, wie Anlagen von diversen Abhängigkeiten (Alkohol z.B.), oder Erbkrankheiten, aber auch individuelle Charakterzüge. Tatsache ist, alles Leben ist informationsgebunden. Nur im organischen Leben wird Information eben nachweislich gespeichert und im genetischen Material zum Ausdruck gebracht. Das offeriert natürlich auch immer Möglichkeiten und Chancen, indem das eine überlebt und sich weiterentwickeln kann, während anderes lebensunfähige eliminiert wird. Aber jedes Individuum, jedes einzelne Lebewesen, alles und jedes nimmt an diesen Prozessen teil. Wir sind Teilnehmer und das Resultat dieser Prozesse. Selbst im Bereich anorganischen Lebens, sei das in einer Metaphase, während einer Transition, wo sich Elemente neu arrangieren, neue Realitäten entstehen, neue Phasen etablieren, – wir sind nie außerhalb des Geschehens, sondern immer beteiligt. Die Vorgänge an sich sind die aktive Dokumentation und wenn abgeschlossen, sind sie manifeste Information, eben Data „im Ausdruck“ und ein Instrument der Wissensbereicherung, das archiviert werden kann. Wenn wir unsere Reise als menschliches Neugeborenes beginnen, haben wir bereits viele Phasen durchlaufen und besitzen ein enormes Gedächtnis, mit vielem fein säuberlich „ad acta“ gelegt, um nicht zu stören, das heißt, um unsere weitere Entwicklung nicht zu erschweren. Wir beginnen sozusagen ein unbeschriebenes Blatt im Buch der/unserer Menschheitsgeschichte, durchaus vergleichbar mit Pressegeschehen und Bibliotheken. Allerdings! Zum Datensammeln brauchen alle organischen Lebewesen Sinne, wie Tastsinn und Geruch. Vor allem aber bedarf es der Gefühle, um die fremde Welt kennen zu lernen. Wie Babys das tun, alles geht in den Mund, um herauszufinden, ob das, was man festhält auch eßbar ist, denn Überleben ist in dieser Phase die Priorität; der Rest kann warten. Doch sammelt es dabei auch immer Data, also Informationen, die darüber hinausgehen.
    Die mental/spirituelle Evolution wird allerdings wesentlich schneller vor sich gehen, als jene der Materie. Das liegt daran, daß Materie/Masse eben Gewicht zu tragen hat, was deren Energie zwar hochpotent macht, doch gleichzeitig auch weniger flexibel. Vergleiche wie schnell man denken kann und wie langsam man sich bewegt. Das Gehirn verlangsamt den Verlauf der Energie eben weniger, als der massige Körper das tut. Doch Energie ist die Lebensader, die ‚Initiative und Exekutive‘, aller Entwicklung. Unsere kognitive ‚Hardware‘ (Gehirn), samt seiner erstaunlichen funktionellen Kapazität, ist jedenfalls in den letzten Jahren der Forschung durch technologische Fortschritte tatsächlich um so vieles leichter zugänglich gemacht worden, als es je zuvor möglich war. Es ist damit wieder zum hochaktuellen Interessensgebiet der Forschung geworden und findet sich durchaus im selben Lager wie die Raumforschung.
    Die Penrose-Hameroff Theory (1990) postuliert bereits, daß Bewußtsein den Bedingungen und Gesetzen der Quantenmechanik folgt. Physiker Roger Penrose, der für seine Arbeit an Black Holes einen Nobelpreis erhalten hat, arbeitete mit Stuart Hameroff, Anästhesist und Psychologe zusammen, mit dem speziellen Fokus auf Bewußtsein, (universal/kosmisch and individual/neurologisch). Die Schlußfolgerung war, daß Bewußtsein seinen Ursprung im Quantum Bereich innerhalb neuronaler Mikro Tubuli (kleinste Kanälchen) hat, also innerhalb von Neuronen, nicht, wie allgemein angenommen wird, als Produkt der Zusammenarbeit von Neuronen. Ihre Hypothese basiert auf verschiedenen Zweigen der Wissenschaft, einschließlich der Quantum Information Theory, welche ein hochaktuelles Interessensfeld derzeitiger Forschung ist und sich intensiv mit Information und Computing beschäftigt. Neuronen, die unser Gehirn ausmachen, sind bekannterweise mit Mikro Tubuli ausgestattet, um Substanzen zu transportieren und sind in Form fraktaler Muster strukturiert, die, laut der Penrose-Hameroff Theory, die Quantum Prozesse ermöglichen, mit Hilfe von qubits, (denke „Quantum Mechanische Bits“) und oszillierenden Dipols, die überlagernde Resonanzringe formen, über und, oder durch das mikrotubuläre Netzwerk. Die Oszillationen mögen elektrisch (geteilte Ladung), oder magnetisch (nuklearer Spin) sein und können in verschiedenen Frequenzbereichen erfolgen, (z.B.: giga-, mega-, Kilohertz). Übrigens sind Fraktale biologisch gesehen, sehr üblich, von pflanzlichen Kanälchen bis zu unseren Lungen, – Bronchien und Gefäßen, etc.etc., – und sie alle funktionieren gemäß den physikalischen Gesetzen, anorganisch, wie biologisch. Die besagte Theory ist natürlich wissenschaftlich noch nicht akzeptiert, aber die Arbeiten laufen und es ist, wie immer, eine Frage der Zeit, ob, oder wann, ein endgültiger Konsensus erfolgt. Man bedenke, diese Theory ist nicht die einzige auf diesem Gebiet, doch hat sie mehr für sich als andere. Aber überlassen wir das der Wissenschaft und der Neugier, die diese vorantreibt.
    Informationswissenschaft ist, wie gesagt, ein extrem interessanter neuer Forschungszweig. Hochspezifische Experimente sind derzeit im Laufen, alle mit dem Ziel, Quantenphysik nutzbar zu machen. Der Fortschritt übertrifft alle Erwartungen, mit dem Resultat, vor allem im Bereich des Quanten-Computing, daß man nun weiß, wie es möglich ist, Quantum Zustände auch auszubeuten. Das heißt, die praktischen Anwendungen werden enorme Tragweite haben.
    John Wheeler hat vehement und mit großem Nachdruck immer wieder auf den Wert und die Bedeutung von Information hingewiesen. Die Signifikanz seiner Schlussfolgerungen ist bis heute nicht wirklich verstanden worden, so sieht es zumindest aus, einschließlich von vielen in Forschung und Wissenschaft, natürlich erst recht nicht vom Volk. Obwohl seine Arbeit unweigerlich nutzbringend für die mental/spirituelle Entwicklung aller ist, nach wie vor übersehen die meisten den fundamentalen Punkt, nämlich: ‚Information=Materie, vice versa‘. Der Fokus liegt nämlich an Nutzung und Ausbeutung, nicht persönlichem Wachstum, das heißt mental/spirituellem Wachstum. Wissen dient der persönlichen Gratifikation, und der Angst, die suggeriert, möglicherweise verhungern zu müssen, wenn man nicht genug weiß. Das läßt wenig Gutes für die Zukunft erwarten. Und weil Computer Technology und Informationsbedarf kontinuierlich wachsen, wird mehr und mehr Energy verbraucht, wie das noch nie zuvor der Fall war. Es führt unweigerlich zur Frage, wie man Energy sparen und ihren Konsum kontrollieren kann. Das ist im Angesicht der universell bestehenden Energy Gleichung/Bilanz notwendig, da diese, thermodynamisch gesehen, aus den Fugen geraten würde. Das hat enorme Konsequenzen für unsere Existenz. Allerdings! Ein interessanter Aspekt in diesem Geschehen ist nun, daß Energie selber in den Fokus gerückt ist, als Grundlage und Informationsvermittler, also als Träger von Information und als Treibstoff für den Prozess, aber eben auch für das gesamte (Information) System und dem Energie Bilanz Haushalt. Es wirft die imminent wichtige Frage auf, wieviel Energy uns überhaupt zur Verfügung steht, und wo der Verbraucherendpunkt liegt, den man nicht überschreiten kann, ohne katastrophale Konsequenzen zu haben. Wie also spart man Energie ein, um die wachsenden Ausgaben für die gesetzten Ziele weiter verfolgen und erreichen zu können? Die Wissenschaft bestätigt nur, daß eine bestimmte Menge von Energy vorhanden ist und daß die Gleichung eingehalten werden muß, sie hat aber derzeit keine befriedigende Antwort auf die essentielle Frage, wie man das Problem des Bedarfes lösen könnte. Man will natürlich nicht die Ziele aufgeben, sondern sucht nach Wegen, das zu erwartende zukünftige Problem auszuschalten. Einer davon ist die drastische Reduzierung der Weltbevölkerung und deren Kontrolle, vorallem deren Energiekonsum, denn die Menschen sind die größten Energieverbraucher. Es ist eine logische, praktische und durchaus machbare Lösung. Einige machthabende Akteure haben diesen Weg bereits eingeschlagen. Ist das eine moralisch akzeptable Lösung? Nein, natürlich nicht! Doch wenn Macht und Unmoral Hand in Hand gehen, braucht man sich über nichts zu wundern.
    Fassen wir also zusammen: Zu Beginn unseres Universums gab es kein handfestes Material; es gab Energie, die Basis und Informationsträger ist, wie es eben dem Dualcharakter, oder Doppelzustand der Energie entspricht, also ihrer Urform in der Quantum Realität. Energie, gegenwärtig in kondensierter Form als der winzige Punkt im gegebenen Zeitraum, kann nicht Materie/Material beinhalten, ist aber fähig die nötige Information eingespeichert in sich zu tragen und abrufbereit zu halten. Im Geschehen des Urknalls (BB=Big Bang) endlich freigesetzt und gemäß dessen grundlegenden Richtlinien wird nachfolgend das intrinsische Muster zu seiner Entfaltung gebracht. Es ist der Leitfaden für Evolution, die mit der einkodierten Information Leben zu manifestieren beginnt, um damit der Energie ihren existentiellen Ausdruck zu geben. Oder, wenn man so will, die grundlegende Information wird verwirklicht.
    Unsere Evolution hat nun den Punkt erreicht, wo sich die Tür zum Verständnis geöffnet hat, daß Energie Basis und Prozeßerhalter, also als bipolare Einheit zu verstehen ist. Das sollte in der Tat als der wichtigste Meilenstein der mental/spirituellen Entwicklung des Menschen gesehen werden. Intelligenz hat zwar geholfen, diesen Punkt zu erreichen, nur ist sie ein Werkzeug, das man zu seinem Vor- oder, Nachteil benutzen kann. Doch selbst das beste Werkzeug ist wertlos, wenn man nicht weiß, wie, oder wozu man es verwenden soll. Man bedenke, nicht nur Energie, alles in der Natur, ja in unserer Welt, hat zwei Seiten, angefangen von den positiv und negativ geladenen Partikeln unserer Materie, bis zum Prädikament organischer Existenz mit Leben und Tod, sowie Gut und Böse in unserer persönlichen geistig/seelischen Veranlagung und Orientierung, wo das ‚Gewissen‘ ständig damit beschäftigt ist, die beiden so gut wie möglich zu versöhnen, da wir sonst nicht wirklich produktiv sein würden, ja überhaupt überleben könnten, – alles ist wie eine Münze mit zwei Seiten. Das Gewissen fungiert als Vermittler und als innere natürliche Gerichtsbarkeit. Es ist als logische Notwendigkeit angeboren und innerhalb seiner Grenzen flexibel. (Siehe PH-Skala später im Text). Sinnbildlich gesehen ist es das Öl im Getriebe. Wohlgemerkt! Jeder Mensch weiß intuitiv, was Recht und Unrecht ist, ja selbst ein Kind weiß das, ohne es ihm beibringen zu müssen. Kultur spielt dabei eine sekundäre Rolle, sozial bedingt natürlich. Die Wichtigkeit liegt darin, daß unser Gewissen die Aufgabe hat, Leben zu erhalten. Es muß lebensfeindliche Aktionen verhindern, jedoch genug Raum für Entfaltung gewähren. Seine Wurzel liegt im Streben nach Gleichgewicht und biologischer Homöostase. Psychologisch ist es das Streben nach Harmonie und dem inneren, wie äußeren Frieden. Moral andererseits ist vom Menschen gemacht, ebenfalls notwendig, aber, und das sei hervorgehoben, nur solange, wie der Mensch geistig/spirituell ignorant bleibt. Sinnbildlich gesehen ist Moral ein Ast vom Stamm, zum Zweck gemeinschaftlichen Lebens. Auch sie ist innerhalb ihres Bereiches flexibel. Außerhalb ihres Netzwerks gibt es, derzeit zumindest, kein soziales Verhalten, denn nach wie vor gilt das Gesetz des Stärkeren, das dem Lebewesen im Kampf um sein Leben Vorteile bringt. Im antisozialen Zusammenhang ist es daher von Verbrechen gekennzeichnet ist, inklusive Totschlag, Mord und Kriegen. Wohl kann man ohne Moral überleben, wenn auch nur auf dem primitiven Niveau der evolutionären Leiter, nicht aber ohne Gewissen. Die Behauptung, ein Soziopath habe kein Gewissen, stimmt daher nur bedingt. Er hat keine Moral und sein Gewissen ist rudimentär, aber vorhanden ist es und er weiß das auch, aber er hat gelernt, oder lernen müssen, sich darüber hinwegzusetzen, da für ihn, sich Vorteile zu verschaffen, lebenswichtig, ja lebenserhaltend ist.
    Mikrokosmos, Makrokosmos gehen Hand in Hand und die Prinzipien der physischen, der sogenannten leblosen Materie gelten sowohl für das mental/spirituelle Leben, wie für das organische, – nicht das Prinzip ändert sich, sondern nur das Substrat. Der Umgang mit subtiler und elusiver Materie in all seiner Pracht, ist allerdings eine Herausforderung.
    Wie dem auch sei! Es besteht kein Zweifel, daß sich unsere Weltanschauung radikal ändern muß; nämlich weg vom gewohnten Modell, an das wir gewöhnt sind, das nach wie vor, mehr oder weniger, in Newton’s mechanischer Physik verankert ist. Einstein’s Relativismus mag den Sprung in die Welt der Quanten Physik erleichtern, wahrscheinlich weil man bereits besser mit Relativem und Unbeständigem umgehen kann. Aber vielen Menschen fällt selbst das noch schwer, da die mechanische Starrheit sie immer noch gefangen hält. In diesem Zusammenhang mag für einige Leser Carlo Rovelli’s Buch „Helgoland“ interessant sein, (Italienischer theoretischer Physiker). Er vertritt die Ansicht, daß alles Existente nichts als eine Quantenwiderspiegelung ist, ein Effekt der Reflexion voneinander, hinter der nichts sein kann, weil alles nur in Beziehung zueinander existiert. Andere Leser mögen die Hinduistische Philosophie im Text der „Upanishads“ studieren und bevorzugen, die sich mit der Natur von Realität, Geist und Selbst auseinandersetzt, der Beziehung zwischen Brahman und Atman (Brahman, das kosmische Selbst und Atman, das innere und eigene Selbst). Es lehrt das Prinzip der ultimativen kosmischen Einheit hinter dem Geschehen der geteilten Vielfalt des Universums, wobei beide unweigerlich miteinander verbunden sind. Da ist auch noch Schrödinger’s Buch „What is Life“(1944), das für viele interessant sein mag. Die angeführten Beispiele haben jedenfalls eines gemeinsam, nämlich, daß Wissenschaft genauso wie Philosophie wertvoll sind, will man Realität verstehen und Wahrheit finden. Das ist an sich schon ein ‚Quantensprung‘, oder einfach gesagt, ein Geistesprung von eminenter Größenordnung.
    Ein Weg, wie Energie mit Information im biologischen Bereich umgeht, ist, sich den Vorgang der Informationsweitergabe zwischen Außenwelt (Umgebung) und Innenraum, (Körper/ Gehirn), genauer anzuschauen. Das geschieht mit Hilfe der Sinneswahrnehmung und deren Signale, die an der Eintrittstelle in den Körper milieugerecht übersetzt werden, so daß die Informationen an die diversen zentralen Interpretationsstellen transportiert werden können. Bei komplexen Lebewesen, wie dem Menschen, ist es das Gehirn, das die Signale registriert und analysiert, um in den speziell zugeordneten Lokalitäten für Aufarbeitung, Rückmeldungen und notwendige Reaktionen zu sorgen, wobei alle Meldungen immer durch die emotionale Datenbank/Gedächtnis laufen müssen, die für die individuelle Entscheidung verantwortlich ist. Das garantiert die Exekution der Rückmeldungen auf die erhaltenen Informationen im Rahmen der persönlichen Erlebenswelt und Geschichte. Sensationen, oder Signale, oder eben Sinneswahrnehmungen sind Wellen, die keine, oder zumindest nur im geringsten Maß, Masse haben, die sich im vorliegenden Substrat (wie Luft, Wasser, oder Zytoplasma), gemäß ihrem Momentum fortbewegen, bis sie ihr Ziel erreichen, in diesem Fall das Gehirn. Es verlangt, daß die Meldungen ‚gebrauchsfreundlich‘ verpackt sein müssen, da sie unterschiedliche Medien passieren, bis sie dem Exekutivteam (Intellekt) ihre Nachrichten präsentieren können, dessen Pflicht es ist, die gesamte Fabrik (Körper) im Laufen zu halten, einschließlich aller geistigen und körperlichen Funktionen. Übrigens, diese sensorischen Prozesse sind bereits gut erforscht worden und man kann die zu Grunde liegenden Muster, nach denen sie ablaufen, leicht erkennen, studieren und verstehen.
    Die Reise von A nach B erfolgt auf speziellen Bahnen, sinngemäß und entsprechend der Wahrnehmungsqualität. Man kann das ganze System durchaus mit einem Paketservice vergleichen, indem es in kleine Pakete (Signale), sicher verpackt (kodiert) durch die Medien externer und interner Systeme geschleust wird. Das erlaubt generell einen ungestörten und relativ sicheren Transport aller Arten von Information. Oder man stelle sich folgendes vor: Wellen haben Frequenzmuster, die mit Vibrationen einhergehen. Diese, vergleichbar mit Stempel, tragen den Verschlüsselungscode der Meldungen, die den Informationsinhalt der Welle ausmachen, der dann in den eigens dafür entwickelten und zuständigen Zentren des Gehirns entschlüsselt und verarbeitet wird. Mit einem Wort, die adressierte Post geht ab und der Empfänger entsorgt sie. Ein bemerkenswerter anderer Aspekt ist, daß Nachrichten (Informationswellen) vibrieren, also ihre Schwingungen haben. Das ist nicht nur ein allgemein lebenswichtiges Phänomen, sondern auch eine Erklärung dafür, warum Musik einen so wichtigen Platz in unserem Leben einnimmt. Die physischen Grundlagen des Informationssystems, wie Signaladaption, Rekonstitution, Dekodierung, etc., sind die physikalisch mechanischen Aspekte des Transportes, doch der Inhalt der Information liegt in den Frequenzen und Vibrationen, die dem Gehirn präsentiert werden, das darauf reagiert und antwortet. Aber nicht nur Gehirnzellen reagieren auf Vibrationen, sondern alle Zellen, direkt und indirekt mitangesprochen. Es ist die Eigenschaft der Welle als Informationsträger den gesamten Organismus zu involvieren, nur speziell natürlich das Gehirn, das in ständiger Bereitschaft zur Verfügung stehen muß, um alle Prozesse, sowohl alte, wie neue, und routinemäßige, simultan ablaufen lassen zu können. Und nochmals sei gesagt: Besondere Aufmerksamkeit muß den Gefühlen geschenkt werden, da diese eine fundamentale Rolle im Informationsschaltkreis aller Lebewesen spielen.
    Generell ist der Informationsprozess nicht wirklich kompliziert, doch komplex ist er. Wir sprechen zudem von schwer fassbarer Materie, wie Molekülen, Atomen und Partikel. Es liegt in deren Natur ungemein schnell zu reagieren, was ihre Zusammenarbeit entsprechend effektiv macht. Wie beeindruckend das ist, zeigt sich in der außerordentlich geschwinden und ökonomischen Hirnleistung. Man kann daher und mit Recht annehmen, daß die zu erwartende mental/spirituelle Evolution von der gegebenen Startrampe aus, rasant sein wird, eher einer Rakete gleich, als einem Flugzeug. Die Entwicklung zum „Homo Sapiens“ war immer progredient, doch seit der industriellen Ära und in den letzten Jahrzehnten beschleunigte sie sich exponentiell. Nur ist das jetzt nicht mehr genug, um mit der sich etablierenden Technologie Schritt halten zu können. Gehirnkapazität und Funktionen müssen sich schnellstens anpassen, das heißt, die mental/spirituelle Dimension muß sich unverzüglich erweitern und vertiefen, oder die Gattung Mensch bleibt auf der Strecke liegen, dem Untergang geweiht.
    Unser derzeitiger Wissensstand läßt bereits erkennen, daß Quantum Physik/Mechanik jener fruchtbare Boden ist, von dem aus wir die letzten vorhandenen Mysterien unseres Daseins enthüllen werden. Es ist eine fortlaufende Arbeit im wahrsten Sinne der Evolution, deren Ziel die Erkenntnis (omnipotentes Bewußtsein) ist. Und es ist tatsächlich unser Gehirn, das uns diese fremdartige Welt betreten läßt, wahrscheinlich aus dem einzigen Grund, daß es sich hier um einen kleinen Raum handelt, im Gegensatz zum Kosmos, der uns mit seinen Dimensionen derart überwältigt, so daß wir darin verloren gehen. Wie weit uns unsere geistig/spirituelle Entwicklung nehmen wird, ist allerdings ungewiß, denn Leben, so wie wir es kennen, mag leider ein unzeitliches Ende finden.
    Sozieterna’s Konzept von Leben ist einfach, und läßt sich in einfacher Sprache ausdrücken. Das ermöglicht Sozieterna zu zeigen, was es praktisch heißt, sinnvoll zu leben, gemäß dem sich stets erweiternden Verständnisses für alle unserer Realitäten, einschließlich der fundamentalen, sowie der übergeordneten. Die Wissenschaft dient als Grundlage, oder Gerüst, denn mit der Wissenschaft begann die langsame Erosion unserer Ignoranz, die uns aber noch immer in ihren Klauen hält. Und leider ist die Sprache der Wissenschaft viel zu kompliziert, so daß viele nicht die Informationen erhalten, die ihnen helfen würden, ihr bekümmertes Leben zu verbessern und ihren gequälten Geist zu heilen. Allerdings! Kein ‚externes Mittel‘ kann die geistig/spirituelle Evolution entscheidend beeinflussen. Diese Evolution erfordert nämlich Veränderung im inneren Substrat, um dessen funktionelle Eigenschaften neu zu orientieren und unsere Verhaltensweisen dementsprechend anpassen zu können. Weder Wissenschaft, noch Intelligenz, auch und erst recht nicht AI, werden uns vorm Untergang retten, wenn wir nicht durch die nötige ‚interne Einsicht‘ geleitet werden. Unser Geist muß akzeptieren, daß wir nicht Meister, sondern bestenfalls Verwalter sind, (derzeit jedenfalls).
    Die menschliche Spezies hat also einen entscheidenden Punkt ihrer Entwicklung erreicht, wobei im Moment die Nutzung von Intuition und Assoziationen noch immer das wichtigste Werkzeug sind, diese voran zu treiben, da die wissenschaftlichen Daten und Fakten ausstehen, mit denen unsere Logik was anfangen kann. Allerdings! Hypothesen und Theorien sind wissenschaftliche Methodik. Doch sei darauf hingewiesen, Wissen ist nicht Eigentum der Wissenschaft. Wissen existiert unabhängig von ihr und kann sich durch alternative Wege offenbaren. Einer der höchst mysteriösen ist wohl das „intuitive“ Wissen, das allen Menschen zugängig ist, sei es durch persönliche Erlebnisse, unvorhergesehene Leiden und Trauma, oder, Eingebungen unerklärbarer Art und Weise. Der Wissenschaftler selber ist dabei keine Ausnahme. Er spricht dann von einem „Eureka Moment“, oder „Geistesblitz“, oder einer plötzlichen Erkenntnis, die wie ein „Blitz“ eingeschlagen hat.
    Der Leser sei damit eingeladen, sich auf einen solchen Diskurs einzulassen, den intuitives Wissen nehmen mag. Der besagte Weg ist genauso realistisch, wie der durch den Wald wissenschaftlicher Studien. Er führt durch das Buch „DNS“ (‚Das Neue Selbstbewusstsein‘), welches die Reise Femina‘s beschreibt, eine Sozieterna, die in Ignoranz geboren wurde.
    Auch wenn Menschen spirituelles Leben nicht als Realität akzeptieren können, niemand kann es mit Sicherheit ausschließen. Sozieterna besteht darauf, daß spirituelles Leben nicht mit Leben nach dem Tode gleich zu setzen ist. Es ist schlichtweg Bestandteil unseres Lebens, grad so gut, wie anorganisches und organisches Leben eben auch. Es drückt sich jedoch derart anders aus, daß wir es nicht als real empfinden, vor allem, weil wir es nicht erklären können. Seine durchaus zahlreichen Phänomene sind daher bestens fragwürdig. Allerdings! Sie sprechen uns an, emotional, manchmal positiv, meist perplexing und verwirrend, von Angst bis hin zur Lächerlichkeit und allem möglichen dazwischen. Zum Beispiel Hellseherei, Handauflegen, geistiges Heilen, Wahrsagerei, ja sogar das sogenannte „Aha“-Erlebnis, der ‚Lichtblitz‘ intuitiven Wahrnehmens, sie verunsichern den ‚modernen‘ Menschen und er entledigt sich ihrer mit der Begründung, irrational zu sein. Leider wird die Ablehnung durch zu viele wirklich falsche Behauptungen noch bestärkt, haben wir es doch meistens nur mit persönlichen Erlebnissen und Berichten zu tun, die alle Einbildung, oder Lüge, sein könnten, wie zum Beispiel Visionen, einschließlich Geistern, verstorbenen Anverwandten und geliebten Personen, die den Überlebenden aufsuchen. Oder der „außerkörperliche Zustand“, den manche im Rahmen spezieller Praktiken erleben und das „extra-korporale Geschehen“ während eines akuten Todeseintritts bei Unfällen, während Operationen und anderen tödlichen Situationen. Die Wissenschaft versucht durchaus, eine Erklärung zu finden, erst recht Beweise, für oder gegen solche Berichte, oder Vorkommnisse, nur, bis jetzt ist das nicht gelungen. Die Forschungsergebnisse, wenn auch glaubwürdig, also bedingt nachweisbar, sie sind keine ursächliche Erklärung.
    Ungewissheit ist allerdings der Name des Spiels. Die Quantum Physik ist schließlich berühmt für sein Prinzip der „Unschärferelation“, das auf Werner Heisenberg‘s Arbeit beruht und seit 1920 Gültigkeit hat. Es besagt, daß beide, die Position und das Momentum eines Objektes (Partikel), nicht genau eingeschätzt werden können auf Grund der ‚Wellen-Partikel Dualität‘ auf subatomarer Ebene. Es hat keinen offensichtlichen Einfluß, oder Signifikanz, in der sichtbaren Welt, die wir kennen, wohl aber in und für die atomare und subatomare Welt der Partikel (Teilchen), aus der aber alles besteht, einschließlich uns. Das heißt also, daß das, was wir sehen, nicht alles sein kann, was sonst noch ist. Heisenbergs Prinzip besagt nämlich, daß der Zustand eines Objektes erst durch Beobachtung zu erkennen ist, (mit Schrödinger‘s Katzenanalogie treffend dargestellt), und daß der Beobachter ein integraler Teil des Ganzen ist.
    Ein vielleicht mehr relevantes oder verständliches Beispiel mag die Fata Morgana sein. Wir alle wissen, daß es sich dabei um eine optische Sinnestäuschung handelt. Wir sehen etwas, das es nicht gibt. Freilich, das ist nicht wirklich korrekt, denn was wir sehen gibt es schon, bloß nicht dort, wo es lokalisiert zu sein scheint. Es ist eben eine optische Illusion. Das heißt, was wir sehen existiert, trotzdem es nicht wirklich ist. Der Punkt ist, was wir erleben und woraus wir unsere Schlüsse ziehen, ist nicht die eigentliche Realität. Es fehlt an wichtigen Details, trotzdem wir glauben, das volle Bild zu haben. Das heißt also, wir kennen die volle Wahrheit nicht, da wir sie nur bedingt wahrnehmen. Wir verstehen unsere Welt vorerst durch das, was uns unsere Sinne mitteilen und wir suchen aus den Informationen nur das für uns Wichtige heraus, was letztendes nur eine gefilterte Version der Realität sein kann, zum Zweck unseres Überlebens. Unser Gehirn lernt zweckgebunden und paßt sich an, aber diese partielle und subjektive Realität ist nur für uns (lebens-) wichtig. Man überlege sich einmal, wie die Welt für andere Kreaturen aussieht: Manche riechen mehr, manche sehen ultra-violette Strahlen, andere benutzen Echolokalisation für ihre Reisen und Futtersuche, wiederum andere reagieren auf Tastsinn allein, oder vernehmen Vibrationen, die sie vor Gefahren schützen, – mit einem Wort, die Welt für uns und alle Lebewesen beruht auf der Sinneswahrnehmung und sieht für alle anders aus. Aber es sollte wirklich eine Sache der Vergangenheit sein, die existenzielle Wahrheit, hinter dem weiten Spektrum der Realitäten, zu ignorieren, oder gar zu verleugnen. Das heißt aber auch, daß Visionen, Geister, ob gut oder böse, heilig oder nicht, die Erscheinung von Verstorbenen, vor allem geliebter Personen, etc., nicht gleich als völliger Unsinn abgetan werden sollen. Sie können, gleich wie die Fata Morgana, ihre Realität haben, aber eben auf einer Ebene existieren, zu der die Mehrheit von uns keinen Zugang hat. Einige wenige Menschen haben zweifelsohne außergewöhnliche Fähigkeiten der Wahrnehmung. Sie mögen durchaus die Gabe haben subtile Materie/Realitäten zu empfinden und auch zu verarbeiten, während andere zwar die Informationen erhalten, aber nichts damit anfangen können, ja sogar verwirrend finden und darunter leiden. Allerdings, wäre es falsch, kritiklos zu glauben, was Leute behaupten. Zuviele Scharlatane nutzen Leichtgläubigkeit aus.
    In diesem Zusammenhang soll das Phänomen der Halluzinationen erwähnt werden, die manche Menschen erfahren und unter denen der Geisteskranke leiden mag. Wie dem auch sei, nicht alle Betroffenen sind wirklich, oder unbedingt, geisteskrank. Tatsache ist, wie moderne Gehirnscanner nachweisen, daß das betreffende Zentrum des Gehirns aktiviert wird, wenn Halluzinationen stattfinden. Es sind also ersichtliche, nachweisbare Vorgänge, (speziell demonstriert mit auditiven Halluzinationen). Allerdings kann so ein Scan nicht die Ursachen feststellen, nämlich ob es sich hier nur um fehlerhaftes Abfeuern neuronaler Signale handelt, oder um eine echte Wahrnehmung, wie eine externe Sprachquelle. Daß andere Personen es nicht hören, ist dabei irrelevant, da die Perzeption der betroffenen Person eben besser sein könnte, als die der anderen. Fest steht derzeit nur, daß niemand das Auftreten von Halluzinationen erklären kann. In der Psychiatrie wird allerdings viel zu schnell und viel zu oft, die Diagnose einer Geisteskrankheit gegeben, durchaus gemäß diagnostischer Kriterien, um eine notwendige und hoffentlich effektive Behandlung beginnen zu können. Doch auch wenn das seinen Wert hat und notwendig sein mag, nicht allen Betroffenen kann man damit gerecht werden. Allerdings ist das Unterlassen einer Behandlung gefährlich, wenn das Risiko besteht, daß der Patient sich und anderen schaden würde. Diese Art Risiko mag in der Natur der Halluzinationen liegen, doch auch wenn Halluzinationen ihre eigene Bedeutung haben, sind sie trotzdem und auch immer im Kontext der betreffenden Person zu verstehen. Unbestritten bleibt allerdings, daß ihre Ursachen nach wie vor unbekannt sind. Man kann bestenfalls sagen, sie sind ein Sack voll mit gemischten Möglichkeiten.
    Hellseher und Wahrsager fallen in dieses Gemisch. Auch sie können Halluzinationen haben und wissen nicht, warum. Nur machen sie damit ihren Frieden und lernen, mit ihnen umzugehen und sie zu verwenden. Das mag auch für sie ein langer Prozess sein, denn sie erleben höchst merkwürdige Dinge. Sie mögen körperliche oder gefühlsmäßige Symptome haben, nehmen Auras wahr und spezielle Farben darin, oder sie mögen intuitives Wissen haben und Visionen aller Art. Die Informationen, die sie dadurch erhalten, können spezifisch oder weitreichend sein, generell oder Klienten bezogen, der spezielle Fragen stellt. Vage Eingebungen werden meist durch die Klienten selber ins rechte Licht gerückt, so daß ihre Fragen beantwortet werden können. Es ist wahrscheinlich nicht einfach oder unbedingt angenehm, mit solchen Anlagen zu leben. Und es spielt auch keine Rolle, was andere davon halten, denn es ist generell unmöglich, diese abzuschalten, weil man ihrer überdrüssig ist, oder weil es gesellschaftliche Normen verbieten. Doch schon allein die Tatsache, daß es solche Phänomene gibt, ist verblüffend genug.
    Dann gibt es jene Menschen, die über spezielle intellektuelle Fähigkeiten verfügen, wie ein vollkommenes Gedächtnis über ihr Leben. Sie erinnern sich an alles, minutiös, samt Datum und Gefühlen. Oder jene mit photographischem Gedächtnis, die Gelesenes wortwörtlich, mit Seite und Zeile, wiederholen, oder zitieren können. In der Tat, unser Gehirn verfügt über noch viel mehr Kapazitäten, als wir überhaupt annehmen. Wir wissen nicht einmal, daß wir alle Informationen aus der Umwelt speichern. Wir sind uns dessen nicht bewußt, um unsere Hirnleistungen und Funktionen vor Überforderung zu schützen. Aber gespeichert wird alles. Unsere Gedächtnisbank ist ein Reservoir und dient der Referenz, das abberufen werden kann, sollten Umstände es verlangen. Im Kontext unserer täglichen Routine ist das allerdings die Ausnahme. Spezielle Fähigkeiten sind ebenfalls eine Ausnahme. Beide erweitern für den betroffenen Menschen das Feld der Möglichkeiten. Ein photographisches Gedächtnis ist schließlich vorteilhaft, bei Prüfungen und einer akademischen Karriere, doch kein Mensch, ja kein Lebewesen, kann sich mit allen Informationen beschäftigen, die durch die Sinne laufend einströmen und die auch laufend der Datenbank zugeführt werden. Das wäre Informationsüberladung und würde zum Systemzusammenbruch führen, vergleichbar mit durchgebrannten Sicherungen im überbelasteten elektrischen Schaltkreis. Wenn man Menschen befragt, die sich an alles in ihrem Leben erinnern können, sie finden es nicht immer oder unbedingt erstrebenswert. Verständlicherweise, wenn man bedenkt, daß sie sich nicht nur an schöne Dinge erinnern, sondern auch an alles Traurige und Schmerzhafte. Die ‚Posttraumatische Belastungsstörung‘ ist dabei nur die Spitze eines Eisberges. So wünschenswert wie gewisse Talente zu sein scheinen, sie sind allzu oft mit großen persönlichen Kosten verbunden und gar nicht so wünschenswert, wie man glauben könnte. Aber wünschenswert ist auf jeden Fall, daß der Zutritt in die volle Gedächtnisbank einer Person nicht leicht ist, für die Person selber und erst recht für andere. Freilich! Es gab schon immer diverse Versuche, vor allem von Seiten der Spionage, Diktatoren und natürlich den Militärstrategen. Die Telepathie war in den Weltkriegsjahren des vorigen Jahrhunderts von großem Interesse, und vieles dieser und ähnlicher Art wird auch jetzt im Gange sein, bloß hinter verschlossenen Türen. Es ist jedoch wichtiger denn je, daß die Integrität des Körpers und die Kontrolle darüber, dem individuellen Menschen (und Tieren) erhalten bleibt, denn mit fortschreitender Technologie gibt es mehr und mehr Möglichkeiten, den geistigen Inhalt einer Person und dessen Geschichte wie einen Bodenschatz auszugraben und auszunützen.
    Doch werfen wir nun den Blick auf einen anderen Aspekt spirituellen Lebens, über den es sich nachzudenken lohnt. Buddhisten benutzen Gebetsmühlen und Fahnen, die ihre Gebete ins Universum, oder in eine geistige Welt anderer Art, schicken. Das mag zwar lächerlich erscheinen, doch konzeptionell ist es nicht abwegig. Ein Gedanke hat schließlich Inhalt, der in verschlüsseltem Muster, in oder durch die Form seiner Energiewelle ins All gesendet wird. In diesem Beispiel sind es die gedruckten Worte auf Mühlen und Fahnen, die durch das Rotieren der Mühle, oder durch den Wind, im Muster der Symbole (Worte) durch die entstehenden Energiewellen, ins All transportiert werden. Das ist wissenschaftlich natürlich noch nie in Betracht gezogen worden, auch nicht als Möglichkeit, aber vom theoretischen Standpunkt aus betrachtet, wie die Exekution einer solchen Transferenz stattfinden könnte, sollte man es nicht einfach als Unsinn von der Hand weisen. Schließlich handelt es sich hier um Moleküle, Atome, Partikel, also um hochsubtile Materie, die der Welle ihren Stempel aufdrücken, oder einfach in die entstehenden Wellen inkorporiert werden. Man überlege sich einmal, wie der Mensch Gedanken kommuniziert. Sie werden in Worte gekleidet und als Sprache transferiert, so daß man sie hören oder lesen kann. Würde es keine Tonwelle geben und würden Worte nicht in einer bestimmten Frequenz und Form durch Ohr und Auge in unser Gehirn gelangen, würde für uns Sprache nicht existieren. Aber Wellen sind Informationsträger per se. Warum also sollte der Gebrauch von Gebetsmühlen oder Fahnen mit darauf gedruckten Worten blanker Unsinn sein? Oder, warum sollte ein Hellseher nicht Informationen aus der Vergangenheit einer Person, oder eben der gesamten existenten Welt wahrnehmen können, deren Inhalt er versteht, oder intuitiv entschlüsseln kann, das ihn befähigt, bewußt, oder intuitiv, daraus Schlüsse zu ziehen, so daß er spezielle Fragen, auch was die Zukunft betrifft, beantworten kann? Wohlgemerkt, Verschlüsselung, oder Kodierung von Information in Wellen, wie hier diskutiert, dient nicht der Geheimhaltung, sondern hat einfach praktische Gründe, nämlich den Informationsfluß so ökonomisch wie möglich zu halten. Es dient, wie gesagt, der Übersetzung und dem Transport der gegebenen Information, so daß das Wellenmuster, von einem Medium ins andere und innerhalb des Systems, sicher ans Ziel gebracht werden kann. Das Gehirn eines Individuums, der etwas über sich und seine Aussichten wissen will, zu dem er selber keinen Zutritt hat, ermöglicht es jedoch dem Hellseher, es für ihn zu tun, ist es doch voll mit Informationen. Und so ist der Kosmos. Allerdings! Gedanken/Wellen sind nicht unbedingt ein fixes Skript und schon gar nicht in Stein geschrieben. Mit einem Wort, es muß nicht unbedingt eintreffen, was vorhergesagt wird, denn es gibt zu viele Interferenzen, Einflüsse, Zufälle, und das zu jeder Zeit, was eben heißt, die Zukunft ist flexibel. Oder besser gesagt, man kann die Zukunft durchaus zutreffend vorhersagen, doch unbestimmt bleibt sie allemal.
    Eine interessante Besonderheit im Bereich der Quanten Physik muß hier erwähnt werden, da sie sich so nahtlos mit den Mysterien der spirituellen Welt korrelieren läßt. Es betrifft die Quantenverschränkung. Bekanntlich war Albert Einstein nicht besonders davon angetan, denn er war überzeugt, daß Gott das Universum nicht als Würfelspiel sah und er fand so manches einfach zu „gespenstig“. Was er natürlich meinte war, daß er Quantenphysik mit dem Prinzip der Unschärferelation nicht wirklich als nachweislich meßbare und exakte Wissenschaft empfand, die er bevorzugte, und wo es obendrein gespenstische Teilchen gab, die sich so verhielten, als empfingen sie Anordnungen von anderen Teilchen, egal wie weit sie voneinander entfernt waren, und noch dazu in einer Geschwindigkeit, die die des Lichtes übertraf, was einfach nicht sein konnte. Das bezog sich auf die Teilchenverschränkung, wo Teilchen trotz Trennung voneinander intrinsisch miteinander verbunden bleiben und sich stets simultan in ihrem Verhalten komplementieren. Diese Besonderheit bezieht sich aber auch auf Gustav Jung’s Annahme, daß es ein „Kollektives Bewußtsein“ gibt, das, im weiteren Sinn, auf das Phänomen einer unmittelbaren, zwischenweltlicher Gedankenübertragung hinweist. Ähnliches hat man auch bei Affen beobachtet, die plötzlich gleichzeitig, zum allgemeinen Vorteil, eine neue Methode der Futtergewinnung praktizierten, obwohl sie auf verschiedenen, nicht miteinander verbundenen Inseln lebten. Nun! Streng gesehen ist das nicht komplementär, sondern kongruent, doch eine unmittelbare Beziehung zueinander muß vorhanden sein. Und sind wir nicht damit vertraut, wie ‚unmöglich‘ sich Gespenster verhalten, in dem sie plötzlich und nahezu gleichzeitig hier wie da auftauchen, zum Schrecken der Menschen? Die Spukgeschichten sind voll davon. Sind das nun verflochtene Bilder, oder verschränkte, interkonnektive Aktionen, die Visionen schaffen? Oder gibt es ein gemeinsames mentales und spirituelles Feld, auf dem sich unterschiedliche Welten treffen und austauschen können? Vielleicht aber ist es eine holografische Bilderschau? Niemand kann da mit Gewißheit argumentieren. Noch nicht, jedenfalls.
    Quanten Physik ist im wahrsten Sinne des Wortes eine „Zauberwelt“. Da hat man Materie und Anti-Materie. Da gibt es Partikel, die Neutrinos, die man sogar Geisterpartikel nennt, denn sie durchdringen alles und jedes ohne auch nur eine Spur zu hinterlassen, gleich dem Gespenst, das mühelos durch Wände und geschlossene Türen geht. Wellen sind Teilchen und umgekehrt und können gleichzeitig in verschiedenen Plätzen sein. Was man beobachtet ist zugleich was ist und doch auch was anderes, aber nur das, was man sieht, beansprucht das Recht, wirklich zu sein. Information kann unverzüglich vermittelt werden, egal über welche Distanzen, – ist das nicht genau das, was wir uns unter einer geistig/spirituellen Welt vorstellen? Berichte derartiger, unerklärbarer Erlebnisse sind zahlreich, nur eben dubios, da weder Evidenz, noch objektive Informationsquellen zur Verfügung stehen. Dazu gehört, um nur ein Beispiel zu nennen, jener unbekannte Bereich, in dem sich die sogenannten Medien, wenn in Trance, bewegen, oder zumindest einbringen können, wo sie Einsichten gewinnen, mit geistigen Wesen kommunizieren, oder einfach nur eine völlig andere Welt erleben, mit Anspruch auf eine Realität, die der normale Mensch eben nicht wahrnimmt, ja auch das Medium nicht, wenn es sich nicht in Trance befindet. Freilich, die Berichte können nur, oder bestenfalls, durch sekundäre Beweisführung untermauert werden, wie Folgewirkungen und eindeutige Resultate als Bestätigung. Nur so schließt man aus, daß die Erlebnisse nicht bloß Phantasie oder Lügen sind. Trotzdem, den Zweifel kann man damit nicht eliminieren. Was allerdings die Fülle und den Reichtum glaubhafter Berichte betrifft, scheint diese uns fremde Welt wesentlich vielfältiger zu sein, als wir uns überhaupt vorstellen können.
    Stringtheorie nimmt an, daß neben unserem Universum noch viele andere existieren, da jede Existenz von den Vibrationen der „Fäden“ (Strings) abhängt, auf deren grundlegenden Frequenzen sich die speziellen Welten aufbauen. Wir können von diesen Welten nichts wissen, weil unsere Frequenzen mit den anderen nicht übereinstimmen. Doch wer kann schon sagen, daß es nicht Menschen gibt, die in ihrem neuronalen Netzwerk Anlagen haben, die Frequenzen und Vibrationen einer anderen Welt wahrnehmen und daher mit dieser Welt auf ‚paranormalen Wegen‘ kommunizieren können, zumal diese andere uns fremde Welt, von der hier die Rede ist, nicht wirklich eine völlig artfremde Welt sein kann? Warum würden Menschen überhaupt an eine Nachwelt, sprich geistige Welt glauben, wenn es nicht ständig Berichte von und mit Erfahrungen dieser Art gäbe? Trotz der Versuche, diese auszuschalten, sie zu negieren oder lächerlich zu machen, sie sind unweigerlich vorhanden. Über alle Zeiten unserer Geschichtsschreibung hinweg, tauchen solche Berichte immer wieder auf und bleiben sogar im Umlauf, egal wie lange der Berichterstatter tot sein mag. Freilich handelt es sich dabei um Propheten besonderer Art. Aber ganz generell betrachtet, das Los solcher Menschen kann durchaus tragisch sein, nicht nur, weil ihre Erfahrungen nicht ernst genommen werden, sondern vor allem, wenn sie gegen den vorherrschenden Zeitgeist verstoßen.
    Wie dem auch sei, schauen wir uns Evolution und ihre intrinsische Intelligenz etwas näher an, die ja von Anfang an, seit Beginn evolutionärer Prozesse, mit dabei war und die für die Entwicklung allen Lebens, aber erst recht für das organische und mental/spirituelle bedeutend und mit verantwortlich ist. Mehr denn je wird klar, welch enorm wichtige sie Rolle spielt. Sollte der Mensch als Gattung lange genug überleben, hat er jedenfalls die Gelegenheit den Höhepunkt seiner Entwicklung zu erreichen, etwas, das er sich im Moment nicht einmal vorstellen kann. Aber diese Entwicklung ist so sicher, wie das Amen im Gebet. Es gehört zur Evolution, es ist ihr Zweck, ihr Sinn und ihr Ziel. Evolution ist nichts anderes als die Entfaltung des Lebens an sich, wie ein Baum, der Früchte trägt. Intelligenz ist dabei nicht nur Wegbegleiter, sondern auch Kundschafter, der aus Neugier immer wieder nach neuen und besseren Wegen sucht. Evolution beginnt mit dem undifferenzierten, omnipotenten Energie Potential und endet mit dessen omnipotenten, differenzierten Ausdruck, dem sichtbaren evolutionären Höhepunkt. Unsere Existenz ist daher nichts anderes als die Oszillation zwischen diesen beiden Punkten, dem Urknall und seiner soliden stofflichen Manifestation. Es ist schlichtweg die Evolution der Energie (=Leben) und ist deshalb so beeindruckend, weil es den krassen Unterschied der beiden Punkte verdeutlicht, trotzdem diese in ihrer Relevanz zu Anfang und Ende keine Signifikanz haben, da sie qualitativ dasselbe sind, nur eben in unterschiedlicher Form ihren Ausdruck finden. Die Oszillation mag als Cyklus bezeichnet werden, als Welle in Bewegung von A nach B und umgekehrt. Es ist der Atem des Lebens schlechthin, wenn man so will, oder ein Faden, der gemäß seiner Frequenz vibriert. In jedem Fall ist die ‚Reise von A nach B‘ ganz und gar speziell, immer außergewöhnlich, nie monoton, wenn auch nicht immer ein Segen, sondern zwangsläufige Notwendigkeit. Doch in beiden Punkten sind Leben und Tod vollkommen transzendent. Das beantwortet die Frage, ob das Leben ein Ende hat: Ja, denn der Tod markiert das Ende einer Phase, aber Nein, da Energie nicht stirbt, sondern nur ihre Form ändert. Sterben ist so gesehen eine Phasentransition, die dann, wenn abgeschlossen, Energie in einer neuartigen Manifestation, also in einem neuen, oder anderen Kleid, präsentiert. Transformation und Transition verlaufen gleichzeitig und kontinuierlich bis zu jenem Punkt, wo Energie selber zum Beobachter wird, also sich selbst reflektiert, im wahrsten Sinne des Wortes der Selbstreflektion. Man bedenke, daß Energie in differenzierter Manifestation greifbare Materie ist, die dazu sehr wohl fähig ist und es zwangsläufig auch tut, da es das Ziel der Evolution ist. Nicht umsonst wird der Mensch als die Krone der Schöpfung bezeichnet. Es ist aber auch der Punkt, wo der Zustand der Superposition vorliegt und bedeutet das Ende der formalen Aufteilung des Dualismus, in dem alles als das Eine oder das Andere erscheint und erlebt wird. Partikel und Welle in Superposition bedeuten Unifikation, Vereinnahme. In diesem Zustand existiert weder Absolut noch Relativ, oder der Zustand ist beides, eben absolut und relativ. Das heißt, Energie ist im Zustand ihres Vollpotentials, und ist, wenn man will, „Leben in situ“. (‚in situ‘ = Latein: am Platz, in Position, standhaft). Es ist das Gegenteil zur Energie in Bewegung, das aber die kinetische Energie, oder das ‚sich entwickelnde Leben‘ darin enthält. Im Zustand der Superposition existieren beide vereint, übereinander geschichtet, aber eine Einheit, die ‚das Eine und das Andere‘ ist, sein kann und verbindet. Das ist die Kondition (Zustand), in dem alles in der Quantum Welt existiert. Gemäß der Quantum Physik, sind wir die Beobachter, aber auch der Gegenstand der Beobachtung. Beide Punkte, A wie B, sind „Selbst“ reflektierend, so daß wir als Beobachter, die Schöpfung von Zeit und Raum mit allem darin Stattgefundenem und noch Werdendem, einschließlich uns selber, sehen und erleben, obwohl wir, strenggenommen, „Ein und Dasselbe“ sind. Das mag als paradox empfunden werden, doch das ist unser derzeitiges Unvermögen, die Realität auf Quantum Ebene zu verstehen. Aber, und wohlgemerkt! Das darf nicht mit dem Zustand der ‚reinen Urenergie‘ verwechselt werden, dem puren Potential, in dem weder Gedanken Form annehmen, noch Zeichen von Leben, obwohl sie in dieser reinsten Form energetischer Potenz, vollkommen unrealisiert, enthalten sind. Es ist aber auch kongruent mit Phase I, in der ein neuer Zyklus beginnen mag, falls, oder wann immer die vollkommene Balance, die Harmonie, oder Symmetrie gebrochen wird.
    Alle Materie, jede Kreatur, du und ich sind, wie E=mc2 es so niedlich zusammenfaßt, ein Bündel von aktiver Energie, das sich durch Zeit und Raum bewegt, da Leben ist. Eine religiöse Person mag man das mit ‚Gott ist‘ gleichsetzen, mit allem ‚Gut und Böse‘, das die Bipolarität unserer dualistischen Welt symbolisiert, mit ihren positiven und negativen Ladungen und Kräften. Es ist aber auch unsere eigene Natur, als Organismus Mensch mit Körper, Geist und Seele. Letzendes ist alles, eben auch wir, nur Energie, die man noch nicht in all ihren Formen und ihrer Glorie erkannt hat.
    Derzeit benimmt sich der Mensch so, als sei er omnipotent, zumindest einige tun das. Nur ist er es nicht, noch nicht. Im Angesicht der noch immer vorhandenen Mysterien, kann er sich garnicht allmächtig fühlen, sondern nur bescheiden, oder gedemütigt, je nachdem wie machthungrig er ist. Drum ist er so besessen, AI (künstliche Intelligenz) zu entwickeln, mit der er hofft, sich darüber hinwegsetzen zu können. Doch leider, AI ist und bleibt nur ein fehlerhafter Versuch, Omnipotenz zu imitieren, oder diese zu erreichen. Im Zustand der Omnipotenz, gleichzusetzen mit Erleuchtung, ist Macht aber nichts, rein garnichts Erstrebenswertes mehr. Macht haben wollen ist kein Zustand der Erleuchtung, sondern schlichtweg das Brechen der Symmetrie, physikalisch gesprochen, oder der Anlaß, das Ruhepotential in kinetische Energie zu versetzen. Symbolisch ausgedrückt, ist es das Essen des Apfels vom Baum der Erkenntnis, wie es die Bibel so zutreffend darstellt. Der Leser mag den Faden weiterspinnen, was die Konsequenzen betrifft. Allerdings! Das ist nicht Macht haben, sondern der Macht erliegen.
    Eines steht daher fest, nämlich, daß nur eine friedliche Gesellschaft den Gipfel der Differenzierung erreichen kann, also eine Gesellschaft, die hegt und pflegt, nicht zerstört; eine Gesellschaft, die versteht, wie man mit entgegengesetzten Kräften umgeht und einen Consensus erreichen kann, sei das im Rahmen der Natur mit ihren Gesetzen, oder den Gesellschaften, mit guten und bösen Menschen. Eine Gesellschaft also, die generell dem moralischen Konstrukt von Gesetz und Ordnung folgt samt Übertretungen, die es zwangsläufig immer gibt, und die auch dafür entsprechend sinnvolle Lösungen findet; eine Gesellschaft eben, die die Ideologie von Gut und Böse, als Gott und Teufel im theosophischen Konzept, versteht, und die dafür sorgt, daß jedem Einzelnen die Signifikanz von Eigenverantwortlichkeit bewußt wird, da „Gut und Böse“ co-existente Bedingungen sind, stets mit äußeren und inneren Herausforderungen verbunden, wie das jeder Mensch nur bestätigen kann.
    Leider ist unsere Zivilisation weit davon entfernt, in einer so fortgeschrittenen Gesellschaft zu leben. Doch zum Trost, es ist möglich, als Individuum zumindest, sein sogenanntes ‚paradiesische‘ Equilibrium zu erreichen, jederzeit und überall. Man braucht nur zu verstehen, daß man sich selber in Balance halten muß. Freilich, es ist nicht einfach und durchaus harte Arbeit, vor allem, wenn man nicht weiß, wie man das tut. Gleichgewicht halten, die physische und geistige Homöostase in ihren Grenzen zu halten, ja tatsächlich und, vor allem mit sich, und anderen, in Frieden zu leben, ist Arbeit. Aber es gibt Wege, die, wenn regelmäßig praktiziert, zur Routine werden und somit diese Arbeit erleichtern. Kleine Gemeinschaften, beginnend mit der Familie, können das tun und so den Boden einer gesunden Gesellschaft schaffen. Doch wie wir wissen, scheitern die meisten schon bei sich selber. Kein Wunder also, daß weder die westliche Zivilisation, samt ihrer Wissenschaft diesbezüglich erfolgreich ist, noch hat der Osten besseren Erfolg, obwohl der Zutritt zur Wahrheit mit den Lehren des Hinduismus und Buddhismus, sich in einer wesentlich besseren Position befindet, als das in den anderen großen Kulturen möglich scheint. Das Problem liegt daran, daß Menschen, solange sie einer Doktrin ohne Verständnis folgen, dem Ziel nicht näher kommen können. Sie sind zum Scheitern verurteilt, denn der Mensch muß zuerst das Grundlegende seiner Existenz verstehen, bevor ihm die entsprechenden Einsichten helfen können, ein bewußtes Leben zu führen. Das erfordert allerdings einen ‚Quantensprung‘ in seinem Denken, ohne dem die geistig/spirituelle Evolution aber nicht stattfinden kann. Gehorsam ist dafür nicht genug. Noch ist das Warten auf wissenschaftliche Fortschritte genug, oder gar AI, zumal Zeit in den gegebenen Umständen ein kritischer Faktor ist. Die menschliche Gattung steht am Abgrund ihrer Annihilation, egal welchen Grund man dafür verantwortlich macht. Homo Sapiens ist in jedem Fall, im wahrsten Sinne des Wortes, und aus eigener Wahl, auf dem Weg der Selbstzerstörung. AI mag seinen Platz einnehmen, doch das war nie sein Ziel, oder gar in seinem Interesse.
    Die gute Nachricht ist, daß der einzelne Mensch sehr wohl die Gelegenheit hat, seinen eigenen Höhepunkt zu erlangen, sogar die ultimative Erleuchtung (Einsicht), in dem er seine geistige Offenheit beibehält und forciert statt unterbindet, geistige Flexibilität zuläßt und willens ist, der Vernunft statt Parolen zu folgen. Dabei macht es keinen Unterschied, welcher Religion, Philosophie und/oder Ideologie er angehört, solange er bereit ist, das Wahre zu akzeptieren, das in allen Lehren und immer in der Natur zu finden ist, daß er deren Wert erkennt und im Rahmen des allgemein gültigen Lebensprinzips lebt, dessen Prinzipien anwendet und effektiv in alle seine Aktionen einbindet. Das Lebensprinzip ist nämlich fundamental für das Gedeihen jeglichen Lebens und wird nur durch aktive Liebe, Umsicht und Pflege für alles Bestehende gewährleistet. Das Leben ist schön, doch ist es die Hölle, mißachtet man sein Prinzip.
    Sozieterna findet es zudem praktisch, sich das Leben so vorzustellen, als lebe man im Mittelbereich der PH-Skala, jener Säuren-Basenskala, die die Physik verwendet und auch jeder gute Gärtner, um den Säure- /Basengehalt eines Gegenstandes zu ermitteln. Der mittlere Bereich ist breit genug, Leben, so wie wir es kennen zu gewährleisten. Doch die Grenzwerte zu überschreiten, auf die eine. oder andere Seite, heißt, das Gleichgewicht zu verlieren und ist daher ein großes NEIN. Es ist nämlich mit diesem unseren Leben nicht vereinbar. Trotzdem heißt es nicht, daß alles Leben endet, sondern nur, daß eine neue Form des Lebens entstehen wird, gemäß der neuen Bedingung. Wie immer, die Natur reguliert sich selbst und wie immer, geht es in die Richtung eine Balance herzustellen, in der sich Leben etablieren und bewähren kann, bis eben wieder eine Korrektur stattfinden muß. Traurigerweise, wenn wir von unserem Planeten Erde sprechen, die Vielfalt, so wie wir sie kennen, mag es dann nicht geben, aber Stabilität findet man auch, oder sogar mehr, in soliden, doch kargen Materialien, wie Stein und Wüste, eben gleich Mars. Und wer kann schon bestreiten, daß eine solche Welt, ein solches Leben nicht auch seine Schönheit hat?
    Abschließend läßt sich nur sagen, Leben ist, egal wie es sich präsentiert, anorganisch, organisch oder geistig/spirituell, und auch gleichgültig, ob der Mensch ein konstruktiver Beitrag, oder nur unfähig ist, dessen Sinn zu erkennen. Doch nicht das Beste aus und für sein und allem Leben zu machen, ist eine Tragödie. Es allerdings mit Verachtung zu behandeln, ist eine Schande und unverzeihlich. Trotzdem diese Schlußfolgerung eine spirituelle Verbindlichkeit im Sinne des Artikels darstellt, ist sie thematisch besser in einem anderen Artikel aufgehoben, in dem man das genauer betrachten und diskutieren mag. Dieser Artikel offeriert genug Material zum Nachdenken, in dem Leben so ganz anders definiert wird, als es der wissenschaftliche Konsensus propagiert. Der Leser mag zustimmen oder auch nicht, Sozieterna sucht keine Bestätigung oder Anerkennung, noch soll jemand von unserem Konzept überzeugt werden, doch läßt der Leser sich ohne Vorurteil auf diese andere Perspektive ein, sollte das Gesagte mehr Sinn machen, als das, was man allgemein lehrt, einschließlich seiner weitreichenden Implikationen. Freilich ist zu erwarten, daß die etablierte Gesellschaft, die aus guten Gründen Altes nicht loslassen will, keineswegs wohlwollend darauf reagieren wird. Aber! Auch das, ist Leben.

  • ÜBER……2022 Reflektionen

    Altes Jahr gegangen. Neues Jahr gekommen. Gibt es eigentlich welche, denen 2022 Freude gemacht hat? Ja, durchaus. Vor allem den Superreichen, die noch reicher geworden sind und von denen sich einige Ziele gesetzt haben, die tatsächlich vom Erfolg gekrönt zu sein scheinen. Den Preis dafür bezahlt allerdings der Rest, entweder mit ihrer Gesundheit, ihrem Leben, dem Verlust von Lieben, ihren Geschäften oder auch Unternehmen oder gar mit ihrem psychischen und geistigen Gleichgewicht, aber alle mit ihrer Zukunft.

    Kann für so ein Albtraumjahr eigentlich jemand verantwortlich gemacht werden? Es ist übrigens ohnehin nur eines von insgesamt 3, gekennzeichnet bei Naturkatastrophen und menschlicher Zerstörungswillkür. Doch 2022 hat es fein säuberlich in sich zusammengepackt und kann damit wohl zweifellos als eines der schrecklichsten und leidvollsten Jahre der gesamten menschlichen Geschichte bezeichnet werden, an die sich der Mensch erinnern kann.

    Es wäre allerdings zu einfach, nur einzelne oder einige wenige zu beschuldigen, die uns zum Teil wenigsten, bekannt sind, und die natürlich schuld sind, wie die Hölle selber. Die Clique der superreichen Oligarchen, die offenen und geheimen Machthaber, die korrupten und übelgesinnten Seelen unter uns, – sie werden immer und mit allen Mitteln versuchen, ihren Willen und ihre Wünsche durchzusetzen, was stets nur auf eines hinausläuft, nämlich Dominanz, über alles und jeden. Und sie haben auch jetzt wieder, wie schon gehabt, die Unschuldigen mißbraucht, die Schwachen und Ungebildeten manipuliert, und natürlich erst recht die durch strategische Gehirnwäsche gegangenen Wohlerzogenen und Geschulten zu ihrem Werkzeug gemacht. Nur, was ist mit dem Rest der Intelligenten und kritisch Denkenden, von denen es durchaus noch genug gibt? Traurigerweise, zu viele haben den Drohungen und dem Druck, denen wir alle ausgesetzt wurden, nicht standhalten können. Offensichtlich weil sie zu wenig Charakterstärke und geistige Resilienz besitzen, oder geschwächt sind, durch Angst und Furcht und Panikzuständen. Doch muß gesagt werden, daß, genau betrachtet, und leider auch zu oft, Bequemlichkeit und Vorgabe, wie falsch verstandene Sorge um seine Lieben und Existenz schlechthin, benutzt wurden, um ihre Unterordnung zu rechtfertigen. Die bittere Wahrheit ist, daß niemand mit einem intakten Verstand, Entscheidungen aus echter Liebe zum anderen, oder was ihm teuer ist, mit Entscheidungen verwechseln kann, die tatsächlich nur der leichtere Ausweg sind, vor allem, wenn man es mit einer lebensgefährlichen Situation zu tun hat. Wahre Liebe bringt alle zusammen, um der Lage Herr zu werden. Das hat sich noch in jeder Zeit der Not gezeigt. Sie bringt Stärke, um gegen Mißbrauch und Tyrannei aufzustehen und jenen Einhalt zu gebieten, die mit Gewalt, Unmenschlichkeit und Horror allen, aber vor allem, seine Lieben Freiheit und Leben nehmen.

    Allerdings, man muß bedenken, die Menschen sind Herdentiere. Sie brauchen einen Führer, zu ihren Gunsten oder auch nicht. Die Geschichte zeigt immer wieder, daß sie nichts dazulernen. Warum? Weil sie eben einem Führer folgen, der für sie Entscheidungen trifft und den Weg bestimmt. Das wiederum liegt sicherlich an ihrer eher durchschnittlichen Intelligenz, die sie nicht einmal nutzen, und daran, daß Verantwortung tragen, physische und mentale Stärke verlangt, die die meisten eben auch nicht haben. Ansonsten würden sicher viele die Führerrolle selber anstreben. Hierin liegt natürlich der Wunsch nach Macht und die Machtgier begraben, denn der Führer ist schließlich personifizierte Macht, die viele wohl haben möchten, nur nicht haben können, weil sie sich sehr wohl ihrer Schwächen bewußt sind und damit ihrer Beschränkung. Daher finden sie ihren Trost in der Herde und folgen dem Führer, dem sie notwendigerweise vertrauen müssen und glauben, daß er immer nur das Beste für sie im Auge hat.

    Freilich, obwohl das einiges erklärt, ist es nicht alles, was sich zur menschlichen Kondition sagen läßt. Zudem hat die physische und mentale Evolution zu Änderungen geführt, welche selbst der mächtigste Führer, der seine Rolle nur ungern aufgibt, nicht kontrollieren kann. Die Menschen sind geistig nicht mehr auf derselben Stufe, wie das der Fall war, als sie aufrecht zu gehen und Werkzeuge zu benutzen begannen. Nur eines steht nach wie vor hoch auf der Verhaltensliste, nämlich der Glaube, daß Stärke von Zahlen abhängt, also der Größe der Herde. Für einen solo Führer besteht jedoch nicht mehr dieselbe Notwendigkeit. Tatsächlich haben viele Menschen erkannt, daß sie oft besser ohne einen solchen dran sind. In einer modernen Gesellschaft ist es allerdings nicht möglich, als Einzelner für alles und jedes Sorge zu tragen. Daher delegiert man diverse Aufgaben und Pflichten an Bereitwillige, womit man aber individuelle Personen bemächtigt; sie werden wichtig, zumindest fühlen sie sich so. Das schafft natürlich ein Problem, denn mit dem Delegieren ist Machthaben plötzlich eine Gelegenheit geworden, die man letztlich sogar im Ausverkauf kriegen kann.

    Eines steht jedoch nach wie vor unangetastet fest, nämlich Sicherheit, persönliche wie allgemeine. Für die Menschen ist sie eine unbestrittene Notwendigkeit, nicht nur zum Schutz gegen Feinde, sondern für die eigene Überlebenschance. Gemeinschaften, und jede Gesellschaft müssen daher gefestigt sein. Das erreicht man am besten mit dem Konzept der Moral. Unglücklicherweise liegt genau darin das größte Problem, denn der alles durchdringende Faden von Gut und Böse zeigt sich dort ganz besonders in seiner Schwäche, da unsere Existenz eine bipolare Basis hat, Moral aber einseitig ist.

    In den letzten Jahren hat man immer wieder von einem spirituellen Krieg, vom Krieg zwischen Gut und Böse, gesprochen. Tatsächlich ist es ein ständiges Thema geworden. Ein Freund sagte zu mir, Moral, ja Gut und Böse, seien nur eine menschliche Fabrikation. Selbstverständlich stimmt das, wenn man es ausschließlich im Aspekt eines Details betrachtet, das heißt, als menschliches Phänomen. Aber es stimmt nicht, sieht man es im gesamten übergeordneten Schema der universellen Existenz, also im Aspekt kosmischer Proportionen. Gut und böse sind Bestandteil von Existenz schlechthin, und dafür braucht man keine religiöse Person zu sein, die an Gott und Teufel glaubt. Die Schöpfung unserer Welt, so wie wir sie kennen, beruht auf dem elektromagnetischen System, in dem Kräfte zwischen 2 Polen verlaufen, nämlich dem positivem und negativem, also in Opposition stehenden Punkten, und unser Leben ist nur in einem schmalen Bereich der Mitte zwischen deren Interaktionen möglich. Sobald es sich aus diesem Bereich in die eine oder die andere Richtung bewegt, oder übergeht, verliert es seine Eigenständigkeit, mit einem Wort, es kann nicht weiter bestehen bleiben. Was das heißt, sollte klar sein: Gut und Böse sind Kräfte, die schöpferisch zusammenarbeiten, die aber immer zu kämpfen haben, um trotz ihrer gegensätzlichen Orientierung miteinander leben zu können. Wir alle wissen, wie schwer es ist, Frieden zu finden und zu erhalten, nicht nur mit seinen Nachbarn, sondern vor allem in uns selber. Jeder Mensch hat seine eigenen Dämonen zu bekämpfen und wir alle sehnen uns nach Frieden. Gut und Böse sind eine naturbedingte Angelegenheit.

    Aber machen wir die Jahresbilanz! Sollte es da wirklich etwas Gutes geben, dann sollte es auf jeden Fall die Erkenntnis sein, daß Gut und Böse im Rahmen der Schöpfung durchaus konstruktiv sind, und daß man sie nicht besiegen kann, ohne der Schöpfung zu schaden. Nur, und das ist lebenswichtig, das Böse darf nicht überhandnehmen. Es muß stets sorgfältig beobachtet und sofort in seine Schranken verwiesen werden, da es sonst in eine derart zerstörerische Macht übergeht, die erst endet, wenn es nichts mehr zu zerstören gibt. Wir erleben das jetzt in unserer kleinen menschlichen Welt sehr deutlich, deutlicher geht es gar nicht mehr.

    Freilich! Der Kosmos braucht uns nicht, aber es ist eine Schande, all das, was uns die Evolution bereits ermöglicht und beschert hat, einfach wegzuwerfen, bevor wir die höchste Entwicklung, die schließlich der Sinn und das Ziel des Lebens ist, zu erreichen. Nur wohlgemerkt! Es ist nicht AI (künstliche Intelligenz), auch wenn das ein paar Irrgläubige propagieren. Was wir dazu aber wirklich mehr denn je brauchen, ist eine liebende und fürsorgliche Gesellschaft, die Intelligenz zum Wohle allen Lebens einsetzt, nicht nur für einige wenige Auserkorene, wie sogenannte „Eliten und Globalisten“ sich das vorstellen. Deren Taten sind unverzeihlich. Aber ich finde auch keine Entschuldigung für jene, die sehr wohl verstehen, welche katastrophale Situation wir haben und was das im Hinblick auf die Zukunft für uns und unserem Planeten bedeutet, die aber trotzdem schweigen und nichts tun. Sie sind grad so schuldig. Nur leider! Schuldig sind wir eigentlich alle, denn die Warnzeichen gab es schon lange und wir haben nichts oder nur wenig dagegen getan.

    Die Reflexion über das vergangene Jahr ist nicht über spezielle Probleme, mit denen wir konfrontiert sind, deren gibt es zu viele, noch soll über den Schmerz geredet werden, der damit einhergeht, denn er geht viel zu tief. Doch hoffentlich war 2022 ein Wendepunkt, in dem die Weichen für 2023 gesetzt wurden. In welche Richtung es allerdings gehen wird, das wird nur die Zeit zeigen. Hoffen wir jedenfalls auf das Beste, auf daß wir uns alle bewußt zusammentun, um die Balance wieder herzustellen und wir die Welt so bestellen, daß wir alle in Frieden leben können, im Einklang und zum Wohlwollen aller Kreaturen, ob groß oder klein.

  • ÜBER…..Leben und Menschheit (Teil 2/3)

    Die Basis organischen Lebens setzt sich grundsätzlich aus 4 Elementen zusammen: Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff. 99% organischer Moleküle bestehen aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff. Kohlenstoff kann sich leicht mit den erwähnten, und anderen Elementen, wie Schwefel, Phosphor, Silikone und Halogene, binden, aber auch mit sich selbst. Während die meisten Moleküle Kohlenstoff und Wasserstoff beinhalten, einige beinhalten die erwähnten anderen, wie Schwefel, etc. Aber Kohlenstoff (C) ist allem organischen Leben eigen. Es wird daher als organisches Element bezeichnet und alle Moleküle, die C enthalten, sind organische Moleküle, (mit wenigen Ausnahmen, wie z.B. Salze). Die Moleküle enthalten auch Wasserstoff (H), doch Wasser (H2O) selber, das kein C aufweist, hat nicht die Ehre als organische Substanz zu gelten, obwohl es für organisches Leben unentbehrlich ist. Wie dem auch sei, die 4 Grundelemente stellen Verbindungen her, wie Kohlenhydrate, Proteine, Lipide und Nukleinsäuren, die allen Organismen eigen sind. Diese Verbindungen sind sozusagen die essentiellen Bausteine, oder die Muttersubstanz organischer Lebensformen. Der Prozess, wie aus Grundelementen essentielle Verbindungen entstehen hat seine Wurzeln im unorganischen Leben und damit in der Physik, mit deren inhärenten Gesetzen.

    Um die Prinzipien der besagten Prozesse zu beleuchten, muss man auf die Energie zurückkommen, die im Zustand des Potentials keine aktuelle Richtung hat. Um sie zu aktivieren, muß eine aktive Bewegung induziert werden; es muß also ein Anlass bestehen, der richtungsweisend ist. Die einfachste Direktive ist ein Gradient, in dem die Bewegung ordnungsgemäß verlaufen kann. Das wird durch Ungleichheit bewirkt, wie unterschiedliche Konzentrationen, Ladungen, Temperatur etc., also zwischen zumindest zwei Zuständen oder Medien. Die Bewegung entsteht aus dem einfachen Grund, die Ungleichheit auszugleichen, zu eliminieren, und die Richtung ergibt sich aus dem Fluß des höheren Wertes in den des niedrigeren. Das heißt im weitesten Sinne, als BB (Urknall=Big Bang) in die Szene brach, änderte sich der Energiezustand, von Potential zu Aktion, sprich Bewegung, und die besaß Richtung. Es entstanden Wege für alle Aspekte der Evolution. Die Elementarkräfte sind der Ursprung und die sprichwörtliche Exekutive, vor allem die elektro- magnetische Kraft, das die Elementarpartikel mit ihrer Eigendrehung und Ladung im Prinzip widerspiegeln. Kräfte, und Partikel sind die Basis, also der Grundplan, der wie ein Stempel im Boden eingedrückt ist. Atome, Moleküle, alle Verbindungen assimilieren, gemäß den Kräften, immer auf der Suche, Ungleichheit auszugleichen, Unterschiede zu limitieren, oder schlichtweg einfach nur, leeren Raum zu füllen, wobei alles entlang der Gradienten, Affinitäten und Spannungen der bestehenden und neuen lokalen Bedingungen und Möglichkeiten erfolgt. Mit wenig Aufwand sichert das die Einhaltung und Ausführung des ‚Grundplans‘, der tatsächlich nichts anderes als grundlegende Information ist. Was folgt, ist routinemäßige Arbeit, wobei Physik und Chemie die Moderatoren sind, die flexibel genug, neuen Konstellationen den Weg ebnen, aber die alten ausbauen und alle, je nach Bedarf, modifizieren. Das führt zu planmäßigen „Straßen“, sowie funktionellen „Netzwerken“, was sich in ständigen und andauernden Wiederholungen dokumentiert und die dann als Informationen integriert und weitergegeben werden, stets anwachsend und immer vielfältiger. Jede Zelle hat und folgt ihren Gradienten, chemischer, oder elektrischer Natur, und jede Entwicklung hat Ausgleich zum Ziel. Wir würden weder ein schlagendes Herz haben, noch Atmung, oder Verdauung, würden die grundlegenden Prinzipien nicht etabliert worden sein. Es macht also keinen Unterschied, ob sich diese Vorgänge im unorganischen oder organischen Bereich des Lebens abspielen, sie sind ein und dieselben. Sie erfahren nur eine Vervielfältigung und werden komplizierter, oder besser, verfeinert, so wie Evolution an Komplexität zunimmt. Es führt zu speziellen Entwicklungen, sowohl in der Physik, wie der Chemie, unorganisch wie biologisch, die Vielfalt ist enorm. Leider können Details im Rahmen dieses Artikels nicht behandelt werden. Der Leser möge dementsprechende Literatur in Anspruch nehmen.

    Das heißt nicht, daß wir nicht einen Blick in das umfassende Material werfen. Es läßt sich ohnehin nicht vermeiden. Also, schauen wir ein wenig. Nach dem BB, der Kessel, voller Kräfte und Partikel, ist am Kochen. Es herrscht erstklassiges Chaos, doch innerhalb dessen entwickeln sich Muster. Geladene Teilchen kollidieren miteinander, annihilieren sich, oder verschmelzen, und nukleieren (Kern/Keim bildend). Chaos ist voller Möglichkeiten. Das zeigt sich hier in allen Stadien der Atom- und Molekülformationen, die sich an manchen Stellen ansammeln und verdichten und Hotspot Nebula (Gasnebel/-wolken) formen können, die als Geburtsstätte von Sternen und Galaxien bekannt sind. Billionen Jahre später nach dem BB taucht aus dem Solarnebel eine Akkretionsscheibe auf, die dann unser Planet Erde wird, dessen Nukleus, oder Kern, Eisen ist, der sein eigenes elektromagnetisches Feld erzeugt. Nun, man bedenke! Eisen ist auch ein Kernpunkt, oder eben das Herz unseres eigenen Lebens. Als Element ist Eisen in unserem Blut. Es regelt unseren Sauerstoffbedarf. Ohne elementares Eisen würden wir nicht atmen. Zufall? Gewiß nicht! Eisen ist nämlich das Herz unseres Planeten. Ohne sein Magnetfeld könnte sich unsere Atmosphäre nicht halten, und, ohne die könnte sich organisches Leben, so wie wir es kennen, nicht entwickelt haben. Also, Eisen ist so elementar für den Planeten, wie es auch für unser eigenes Leben ist.

    Aus der Akkretionsscheibe also formte sich langsam eine Gaskugel, in deren Zentrum sich, ebenso langsam, geschmolzene Materie ansammelt, wobei von Anfang an stets eine Eigenrotation vorhanden war, die im Laufe der Entwicklung und in zunehmendem Maß zu jener Achse wird, um die sich unsere Erde dreht, wohlgemerkt damals schneller, als sie das heute tut. Aber das Verlangsamen und das miteinhergehende Abkühlen brachte jene Umweltbedingungen, die später organisches Leben erlaubte. Tatsächlich brauchte es auch eine Kollision mit einem Schwesterplaneten, um die junge Erde für eine solche Entwicklung auf die rechte Bahn zu setzen. Zweifellos früher, als man glaubt, und mit einigen Versuchen verbunden, organisches Leben zu etablieren, einfache Organismen kamen und gingen. Man muß bedenken, die Erde war (und ist noch immer), in einer Transformationsphase. Das heißt natürlich, daß die vorliegenden Gegebenheiten bestimmen, was möglich ist. Vorweg sind es die chemischen Reaktionen, die stattfinden können, die die Plattform schaffen, auf der sich etwaig geeignetes biologisches Leben etabliert. Solches Leben kann nur dann Fuß fassen und erhalten werden, wenn die Konditionen es erlauben und es kann sich nur solange halten, wie sich diese nicht dramatisch verändern.

    Übrigens! Chemische Reaktionen sind nichts anderes als atomare Interaktionen, wie mannigfach und effektiv, das ist dem Leben selbst überlassen, herauszufinden. Jede Interaktion ist aber auch eine Art Kommunikation. Man kann es durchaus als die Sprache unorganischen Lebens sehen, oder eben als ‚Sprache der Atome‘ bezeichnen. Die einzelnen Partikel, Ladungen und Kräfte sind die Worte; Bindungen und Verbindungen sind die Elemente, mit denen die Worte zusammengefügt werden, zu Sätzen, mit entsprechendem Informationsinhalt. Das heißt also, die aktuelle Reaktion ist das Umsetzen und Weiterleiten von Information, und das entstandene Ergebnis ist die Antwort, sichtbar für alle, als Evidenz des abgelaufenen Prozesses, und als Antwort im Sinne des sprachlichen Geschehens. Informationen werden also effektiv weitergegeben, ohne daß es des gesprochenen Wortes bedarf. J. Archibald Wheeler, theoretischer Physiker, hat auf jeden Fall recht: Information manifestiert sich in der Materie, oder andersrum: Materie ist manifeste Information. Die physikalischen und chemischen Prozesse sind daher Aktionen, die gemäß den Gesetzen des „Bauplans“ ablaufen, oder besser, sie folgen den Instruktionen der im Fundament liegenden Information. Zellen folgen demselben Prinzip. Auch sie geben Informationen weiter, in und von Zelle zu Zelle. Dasselbe Prinzip ist allen Formen zellulären Lebens eigen. So wie die unorganischen Partikel und Kräfte die grundsätzlichen Informationen inkorporiert haben und sie manifestieren, die „Erben“ folgen demselben Weg. Was das anorganische Leben tut, tut auch das organische, uns eingeschlossen. Alle, einschließlich unsere Zellen, sprechen miteinander. Alle Kreaturen verständigen sich und so gebrauchen wir, als Mittel der geistigen Verständigung, auch Sprache. Nichts existiert, oder geht, ohne Information. Nur die Modalität der Sprache ist unterschiedlich, Konzept und Effekt sind gleich. Wellen sind die Botschaftsträger und der Weg der Vermittlung, ob über weite Distanzen, wie im All, oder von Zelle zu Zelle, oder die Distanz zwischen sprechenden Menschen, das spielt letzendes keine Rolle; wichtig ist schließlich nur die Weitergabe von Information.

    Ein anderes wichtiges Element für organisches Leben ist Wasser (H2O). Es muß nicht einmal in seiner flüssigen Phase sein. Als Hydrogen und Oxygen war es ohnehin auch in Erde‘s frühestem Zustand vorhanden. Höchstwahrscheinlich wurden sie durch Vulkaneruptionen aus der in Materie gebundener Elementarform freigesetzt, die in den aufsteigenden Gas- und Schwefelsäurewolken, gemischt mit Asche, als Dampf mitauftraten, um sich in der danach folgenden Abkühlung zu Wasser zu verbinden. Man kann also getrost sagen, daß nur durch vulkanische Aktivitäten Wasser entstehen konnte. Doch als Elemente waren und sind sie immer schon vorhanden, nicht nur zu Beginn unserer Erde, sondern generell, man findet sie überall im Kosmos. Tatsächlich sind H das häufigste, und O das dritt häufigste.

    Wasser gab es demnach schon sehr früh in den Anfängen unseres Planeten, wenn auch nicht unbedingt als ein beständiger Fluss, oder in Form von Ozeanen. Massive Meteore bombardierten die junge Erde und angesammeltes Wasser wurde oft genug vaporisiert. Die Erde hatte auch sehr früh eine Atmosphäre, allerdings nicht mit der jetzigen vergleichbar. Sie hatte viel zu wenig Sauerstoff, um Leben, so wie wir es kennen, zu ermöglichen. Aber organisches Leben gab es durchaus, auch damals schon. Nur sah es eben anders aus. Man nimmt an, daß es noch früher auftrat, als die Methan produzierenden, 3,8 Milliarden Jahre alten Mikroben, welche man heute noch im Boden der Tiefsee und in vulkanischem Terrain findet. Erst um die 2,7 Milliarden Jahre gab es genug Sauerstoff für unsere mikrobiellen Ahnen, was wir den Cyanobakteria zu verdanken haben, die Methan als Energiequelle benutzten und Sauerstoff als Abfallprodukt ausschieden. Sie traten so zahlreich auf, daß dieser Abfall mehr O produzierte, als die junge Erde verbrauchte. Somit reicherte es die Atmosphäre an, glaubt man derzeit jedenfalls.

    Nicht nur H, das Element, auch Eis ist in unserem Solarsystem und im Weltraum zur Genüge vorhanden. Man findet es sowohl sonnennahe, wie im weiten Kosmos, wo es sich als interstellares Eis in Form von Eiskörnern präsentiert. Die enthalten zudem chemische Elemente und Verbindungen mit niedrigem Siedepunkt, wie Nitrogen, Kohlendioxyd, Ammonium, Schwefeldioxyd und Methan, neben dem obligaten Wasserstoff. Dieselben Elemente sind natürlich auch Bestandteile der Erdkruste. Eisgranulate finden sich auch in unserer Atmosphäre, sind aber besonders häufig in den molekularen Nebelwolken, den Geburtsstätten neuer Sterne. Wissenschaftler fanden dort kürzlich auch Aminosäuren und Nukleotide, die für Verbindungen wie Proteine essentiell sind, gewonnen aus dem Körnereis bei Prozessen wie Hydroxylierung, Hydroxygenierung, Oxygenierung. Es bestätigt nur, wie unsinnig es ist, das Universum und die Erde als völlig verschiedene, nicht verwandte Körper zu sehen. Gemäß diesen Umständen ist Gaia eher logisch, als Phantasie.

    Nun, Eis ist, wie wir wissen, die solide Form von Wasser, auch feste Phase des Wassers genannt. Wenn Wasser unter normalem atmosphärischem Druck auf 0o absinkt, (das gilt für fast alles Wasser und Eisbildung auf unserem Planeten), seine molekulare Ordnung ändert sich während der Übergangs-, oder Transitionsphase. Das meiste Eis unseres Planeten präsentiert sich in einer hexagonalen kristallinen Struktur. Beinhaltet es ‚Unreinheiten‘ mag es milchig weiß sein, was wir als Schnee kennen. Eis wird als ein Mineral eingestuft, als kristalliner anorganischer Feststoff. Interessanterweise, wenn man die Moleküle daran hindert, sich in diese hochgeordneten Strukturen zu arrangieren, Wasser kann nicht mehr gefrieren. Es geht eine sogenannte Mesophase ein, unabhängig davon, wie tief die Temperatur auch sinken mag. Das gilt für alle Flüssigkeiten und heißt, daß Kristalle nicht mehr fest, sondern flüssig sind. Das ist deshalb wert hervorzuheben, weil es eminente biologische Implikationen hat, denen man allerdings erst in jüngsten Zeiten besondere Aufmerksamkeit geschenkt hat, vor allem im Kontext der 3-dimensionalen Organisation lebender Materie und deren innerer Dynamik. (Der interessierte Leser möge sich die Studien über Struktur und Funktionen der Fibrillen in Haut, Muskeln und lamellaren Knochen ansehen und informieren; ja sogar DNS-Applikationen gibt es. Aber auch die Eigenschaften von Fischschuppen und Sperrholz gehören damit dazu. (Das muß hier leider genügen, um die Wichtigkeit der Mesophase hervor zu heben!).

    Aber der wichtigste Punkt ist, die enorme Bedeutung der Phasen zu verdeutlichen, – sie sind wichtig für alles in unserem gesamten Universum. Das heißt also, es ist die Physik, die Aufbau und Entwicklung (Evolution) diktiert, Schritt für Schritt. Nichts wird verworfen, schon allein deshalb nicht, weil es dem Nachfolgenden als Grundlage dient und mitbestimmend bleibt, wenn auch nicht mehr voll im Vordergrund des Geschehens stehend. Dasselbe gilt auch für das geistige Wachstum, denn auch Intelligenz hat ihr Wachstum. Deren Kapazität, organisch gesehen, ist anfangs zu gering, um jene Prozesse, die ausschlaggebend sind, zu verstehen, die uns zu dem gemacht haben, was wir sind. Erst nach entsprechender geistiger Entwickelung kann sich der Verstand sein eigenes Imperium schaffen, um die vielen, ebenso anwachsenden Verflechtungen der ‚Schöpfung‘ zu entwirren und die verborgene Realität zu entblößen, damit der immer hungrige Verstand sie aufnehmen und verdauen kann, was schließlich zum Begreifen der Wahrheit führt, um die sich alles dreht.

    Aber zurück zu chronologischen Ereignissen. Die Erdkruste formte sich, als sich unser Planet abkühlte. Es gab der flüssigen Lava an ihrer exponierten Oberfläche die Gelegenheit eine Haut zu bilden. Der Vorgang entspricht der Phasen Transition, in der sich die Elemente neu organisieren, ganz entsprechend dem Prinzip, erst Gaszustand, dann flüssige (Lava) Phase, dann Solidifikation. Das geschieht, phasendynamisch durch Kristallisierung. Sie schafft das ‚Gerüst‘, die mit Strukturierung innerhalb einer Flüssigkeit (Lösungen/Präzipitate) beginnt. Von Gas zu Flüssigkeit zu solider Materie, zuerst in Kristallform, dann Gestein und schließlich Erde, was wiederum die formale Grundlage bildet, durch die und auf der sich organisches Leben in all seiner Vielfalt entwickeln kann. Thermodynamische Prozesse, unter den elektro-magnetischen Feldbedingungen der Erde sind die Voraussetzung; Wasser und Atmosphäre sind die Umweltbedingungen. Sie erlauben der Evolution ein weites Spektrum des Ausdrucks und den Organismen das Fortbestehen ihrer Art, weil mit soliden Strukturen auch Stabilität einhergeht. Aber die Vorgänge sind auch hier nicht anders, wie im anorganischen ‚Nest- oder Keimbilden‘, (Nukleation), des gleich nach dem BB entstandenen Plasmas. Auch dort gab es die extremen Temperatur- und Abkühlphasen, die mit den entstehenden Gasen den Samen für die nachfolgenden Molekularwolken (Nebula) bereitstellten und zu all dem führten, das wir Universum nennen.

    Die Phasendynamik läßt sich also mit Wasser leicht beobachten. Man sieht praktisch, wie sich an der Oberfläche Muster formen, Blasen aufsteigen, und wie H2O als Dampf entweicht; oder wenn sich Eis bildet, indem plötzlich kleine Eisinseln entstehen. Man kann visuell die Transition verfolgen, sowie das Endergebnis, das den neuen Phasenzustand charakterisiert, sinnlich begreifen. Die bestehende Form verschwindet, wird zu Dampf, oder wird völlig fest, nämlich Eis. Die Eisbildung im Winter spricht den Menschen besonders an, weil er sieht, wie sich Teiche und Seen verwandeln. Den Vorgang zu beobachten ist für Kinder oft eine richtige Geduldsprobe, denn sie können es kaum erwarten, bis sie sich auf dem Eis vergnügen können. Derselbe Prozess läuft ab, wenn Lava sich abkühlt, nur sieht das Ganze eben anders aus, und nicht das Vergnügen steht im Vordergrund, sondern die lebenswichtige Aufgabe des planetaren Reifens.

    Jeder Keimbildungsprozess ist die Folge einer Interaktion und Reaktion zwischen Elementen. Natürlich bedarf es auch entsprechender Kräfte, die einzelne Partikel/Elemente miteinander verbinden können, (wie z.B. Schwerkraft, elektrische Ladung, Energiequellen jeder Art), ansonsten würden die Elemente in ‚Suspension‘ bleiben. Wenn nun unter den richtigen Gegebenheiten Partikel, Atome oder Moleküle sich zusammenfinden, kennzeichnet es den Beginn der Keimung, (Nukleation, oder ‚Nestbildung‘). Das Escheinen von Keimen ist der erste Schritt jeder Phasentransition. Es ist also der erste Schritt der Formgebung und/oder Strukturbildung und damit die Basis aller Materie. Tatsächlich ist es ein Akt eigenständiger Organisation, sozusagen ein Akt der Selbstmontage, und laut offizieller Definition ist Nukleation jene Zeit, die ein Beobachter notwendigerweise warten muß, bevor ein neuer Phasenbeginn augenscheinlich wird.

    Es ist wesentlich, daß man Selbstorganisation/Selbstmontage versteht, denn alle bereits vorhandenen Komponenten in einem ungeordneten System, sei es die Plasmasuppe nach dem BB, oder die flüssige Lösung dieses Diskurses, in allen findet ein selbstorganisieren statt. Streng genommen, selbst die schwächste Musterbildung hat bereits Strukturen, die eben das Muster halten, bestimmt durch ihre artspezifischen Eigenschaften und laufenden Interaktionen, ohne externe Fremdbestimmung und unabhängig von umweltbedingten Einflüssen. (Nicht zu verwechseln mit den externen Bedingungen, die die Prozesse fördern und Einfluß auf Form und Gestalt ausüben). Handelt es sich bei den Komponenten um Moleküle, nennt man das molekulare Selbstmontage.

    Die Bedeutung des Gesagten liegt darin, daß es eine inhärente Eigenschaft der Energie, ja des gesamten Energiepotentials ist. Wie David Bohm es sieht, ist es in der „impliziten Ordnung“ enthalten, oder, anders ausgedrückt, im Quantum Potential des noch ungebrochenen, holistischen Universums; oder, sollte der Leser es bevorzugen, es ist dem BB-Potential zugeordnet und jedweder Materie eigen, von Partikeln bis zu allem hernach. Sozieternas sehen es einfach als ein Konzept der Evolution des Lebens an sich. Energie ist schließlich Leben. Selbstorganisation, Selbstmontage sind Trittbretter oder Pflastersteine, um der Energie Ausdruck zu geben, sich zu manifestieren, oder einfach ausgedrückt, sich visuell und greifbar zu machen.

    In statischer Umgebung strebt das sich Ordnen das Equilibrium an, also den Ausgleich. In einer dynamischen Umgebung folgt es dem Prozess der Selbstorganisation. Das heißt, alles, das in einem ungeordneten, sich stets veränderbarem System existiert, sucht „Gesellschaft“, möglichst von eigener Art, oder zu was es sich eben hingezogen fühlt, was sich tatsächlich auch im sozialen Bereich der Menschen abspielt, nämlich „Gleich und Gleich gesellt sich gern“, oder „Gegensätze ziehen sich an“. Anhäufung, Gruppenbildung, – alles und jedes fühlt sich am wohlsten unter Seinesgleichen, oder wird durch Opposition angeregt. Es bringt „Stärke“ im Kampf ums Überleben.

    In der Natur heißt Keimbildung nichts anderes wie Aufbau von Nanostrukturen, ist also kernbildende Selbstorganisation. Im organischen Leben zeigt sich das im Wachstum von kleinsten Verbindungen zu großen, wie durch dimensionale Ausdehnung und räumliche Arrangements. Umgebungsdynamik bestimmt die Form der Strukturen und deren Funktionen mit dem Ziel der besten ökonomischen Zweckdienlichkeit. Man kann diese Entwicklungen in vielen Fällen praktisch nachvollziehen.

    Generell ist Keimbildung ein langsamer Prozeß, abhängig von den vorherrschenden dynamischen Kräften. Sie ist anfänglich nicht sichtbar, sondern erst im späteren Stadium, wie das mit Wasser als Beispiel eindrucksvoll demonstrierbar ist. Störung, Unreinheiten, etc., beeinflussen die Rate der Nukleation. Wieviel Zeit eine Transition braucht, und in welcher Form sich die Selbstmontage (Organisation) präsentieren wird, ist also variabel.

    Die ersten Anzeichen der Keimbildung sind immer sporadisch und willkürlich, egal in welchem Medium oder System es stattfindet und schwankt auch in seinem Ausmaß. Die sichtbaren Inselchen tauchen erst auf, so wie der primäre Prozess voranschreitet. Das mag durchaus einem sekundären Prozess dienen, dessen Ergebnis dann Dinge sind, an denen wir Menschen uns erfreuen, wie Edelsteine und wertvolle Metalle. Der Punkt ist, daß Nukleation unbestimmten Regeln folgt, weder wo oder wann es auftritt, ob der Keim bestehen bleibt oder sich einfach wieder verliert. Das heißt also, der nächste Schritt im Geschehen erfolgt nur, wenn die Bedingungen, die darauf einwirken, es auch erlauben.

    Bohm’s „Potential Quantum Field“ Hypothese spricht von Wellen inerter Energie, die beliebig als Partikel an Punkten der Interferenzkreuzstellen auftauchen. Wenn dort eine Häufung stattfindet, mag das durchaus als Nukleation bezeichnet werden, (die höchst ursprüngliche überhaupt). Der spätere Kristallisierungsprozess, nämlich von Flüßigkeit zu solider Materie reflektiert das Originalgeschehens, nur ist das jetzt beobachtbar, was auf der Ursprungsebene nicht möglich ist, derzeit jedenfalls. Das heißt aber auch, nur wenn wir den Prozess und das Produkt der Phasentransition sehen können, wie im Falle von Wasser und Eis, haben wir kein Problem mehr, sowohl den Prozess, als das Endprodukt, als etwas Reales zu akzeptieren. Trotzdem alle Prozesse im Prinzip dasselbe sind, der Mensch begreift sie nur dann als Wirklichkeit, wenn er sie, oder zumindest deren Produkte, im wahrsten Sinne des Wortes, auch angreifen kann.

    Die nicht zu beobachtende Keimbildung macht uns also zu schaffen, doch wissen wir inzwischen sehr wohl, daß es sie gibt. Vor allem im biologischen Bereich macht uns das Kummer. Man denke an die Krankheiten, wie Alzheimer’s oder Krebs, deren Ansatz, Plaques und Metastasen wir nicht im Stadium der Keimbildung sehen, sondern erst später, wenn die „Nester“ vorhanden sind, also wenn die Krankheit sich manifestiert hat und die Ausbreitung erfolgt ist.

    Jede Keimbildung, jede Phase braucht natürlich Energie und ein Momentum, das den Prozess ins Rollen bringt. Das geschieht im Zustand der sogenannten Metastabilität. Der Leser möge sich zum besseren Verständnis allerdings selber in die diverse Literatur der Thermodynamik vertiefen. Wie so vieles ist es für diesen Artikel zu unmöglich, darauf einzugehen. Aber ein paar Worte zur Metastabilität. Am einfachsten ist es, sie sich visuell vorzustellen, nämlich als Ball, der sich in einer labilen Position befindet, aus der er, bei geringstem Anlaß, delogiert werden kann. Ob er dann Stufen runterhüpft, einen Hügel runterläuft, oder von einer Spitze in eine Mulde fällt, oder auch nur eine kleine Strecke dahinrollt, in jedem Fall ist seine Bewegung immer eine Energiequelle, denn Energie wird dabei freigesetzt.

    Um kurz zu resümieren: Der Beginn, BB also, der Startpunkt (A), ist Energie in ihrem Gesamtpotential. Energie hat im Quantum Zustand keine feste Masse und bewegt sich als Welle. Am Endpunkt (B), ist sie die konkrete Manifestation, also solide Materie, eben E=mc2. Die Reise von A nach B ist ihre Zeit der Transformation, die zusammen mit Nukleation und Potentialkräften einhergehend, sich als Muster der Interferenzen in Wellen/Partikelform deklariert. Die Physik dient als Baugerüst, an dem sich die Strukturen der groben Materie orientieren und organisieren können. So wie die Reise fortschreitet, desto sichtbarer und greifbarer werden die entstehenden Formen in ihrer Komplexität. Das ist der Energie und ihrer Dualität zu verdanken, die einerseits als Partikel, andererseits als Welle, Substanz bildet und gleichzeitig den dazu nötigen Energiebedarf deckt. Ihre Dualität ist inhärent und immer vorhanden. Kurz gesagt, Energie ist sowohl Baumaterial wie Sprit für die Arbeit. Und so wie die Interaktionen zwischen Partikel und Kräften zunehmen, so wachsen die Formen der Materie. Die einfachen Reaktionen werden komplexer, sowie deren einhergehenden Funktionen immer anspruchsvoller. Guten Morgen Physik! Guten Tag Chemie! Willkommen organisches Leben und all der Rest, der noch zu erwarten ist. Den Endpunkt haben wir nämlich, kosmisch gesehen, noch lange nicht erreicht.

    Die Hauptzutaten für organisches Leben auf unserer Erde sind Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Silikon, Schwefel und Eisen. Diese Elemente bilden unsere Erdkruste und diese Elemente sind natürliche Bestandteile aller lebenden Dinge. Mit dem Beginn organischen Lebens, obwohl stets gegenwärtig, bloß nicht so augenscheinlich, hat die Physik ihren Partner in der Chemie gefunden. Beide haben und schaffen ihre eigenen Regeln, während sie Hand in Hand voranschreiten. Um chemische Reaktionen zu beschleunigen, benutzt die Natur bestimmte Verbindungen, die man als Katalysatoren bezeichnet. Diese sind an allen komplexen Reaktionen beteiligt. Im organischen Bereich, insbesondere den organischen Funktionen, werden sie Enzyme genannt. Sie bestehen aus den oben genannten einfachen Elementen, die sich im Laufe der Zeit zu hochspeziellen Moderatoren entwickelt haben. Sie sind an allen essentiellen Prozessen organischen Lebens beteiligt, ohne jedoch in diesen Prozessen selber verloren zu gehen. Ohne sie könnten wir weder atmen, noch Nahrung aufnehmen und diese in Energie umwandeln. Ja wir könnten ohne sie überhaupt nicht existieren, da jede einzelne Zellaktivität von den Katalysatoren/Enzymaktivitäten abhängt. Es ist tatsächlich verblüffend, wie schlicht alles beginnt und wie verfeinert alles endet. Zum Gegenstand der chemischen Prozesse, einschließlich der Rolle der Enzyme, so faszinierend wie das auch ist, der Leser möge sich anderweitig in die besagte Literatur vertiefen. Dieser Artikel versucht nur die wichtigsten Trittsteine freilegen, da der Verlauf der Entwicklung, vom anorganischen zum organischen Leben, zu komplex ist und man leicht das Ziel, oder den Zweck des Artikels, aus den Augen verlieren könnte.

    Das Miller-Urey Experiment in 1952, ist ein solcher Trittstein und wert, hervorgehoben zu werden. Es war das erste Experiment, das zeigen konnte, daß organische Verbindungen, wie Aminosäuren, Bausteine organischen Lebens, aus anorganischen Verbindungen synthetisiert werden können. Unter Laborbedingungen, die die Umwelt der Erde zu jenem Zeitpunkt kopierte, in der die Voraussetzungen für die Entwicklung organischen Lebens vorhanden waren, wurden einfache Gase der Hitze, Abkühlung und simultaner elektrischer Entladungen ausgesetzt, wie sie dem Milieu der Erde entsprachen. Sie wurden mit extremer Energie bombardiert, wie das bei gewaltigem Blitzschlag und Bestrahlung der Fall ist. Tatsächlich kam es kam dabei zur Bildung von einfachen, aber eben organischen Verbindungen, die der Grundstein organischen Lebens sind.

    Die organischen Bausteine sind freilich nur ein Teil im Mosaik der Entwicklungsgeschichte. Der andere Teil ist selbstverständlich das Vorhandensein von Energie, ganz speziell „freier“ Energie. Eine Hypothese über den Ursprung organischen Lebens ist daher, und das nicht unberechtigt, die These, des „Metabolismus First“. Katalysatoren spielen darin natürlich eine besondere Rolle, denn sie sind verantwortlich für das Bereitstellen von Energie. In Form von Enzymen setzen sie diese Rolle im metabolischen Geschehen der sich entwickelnden Organismen fort. Das ist kein Zufall, sondern reine Zwangsläufigkeit, denn jeder Prozess braucht Energie, sowie eben jede Maschine ihren Treibstoff braucht.

    Der früheste Nachweis organischen Lebens auf unserer Erde geht 3,7 GY (Giga, oder Billionen Jahre) zurück, doch mag es sehr wohl früher vorhanden gewesen sein. Man hat erst kürzlich uralte Organismen in extrem tiefgelegenen Erdschichten entdeckt. Diese Lebensformen brauchen für ihr Leben keinen Sauerstoff und könnten sich schon vor dem archäischen Äon entwickelt haben, oder im Hadean, aus welcher die Fossilien im Geyserit (opale Kieselsäure), stammen, wie man sie im Pilbara Craton in West Australien, findet, oder auch als fossilierte Mikro-Organismen in den hydrothermalen Lüftungsschlitzprezipitaten im Quebecischen Felsgestein in Kanada.

    Wie dem auch sei, Leben, so wie wir es kennen, mag mit der Ozeanen Bildung einhergehen, vor 3,8 Billionen Jahren, doch das Urteil steht noch aus.

    Daß sich unser Leben auf unserer Erde entwickelt hat, ist mehr als nur wahrscheinlich, vor allem weil alle ‚Zutaten‘ reichlich vorhanden sind. Mit den rechten Umweltbedingungen, die den Prozess in Gang bringen, kann der Samen aufgehen. Wohlgemerkt! Der erste und wichtigste Schritt ist natürlich das Selbstorganisieren, die Selbstmontage, eben der Auf-, oder Zusammenbau von Elementen. Danach folgt der Ausbau mit Hilfe neuer Verbindungen, und neuen Materialien die der Planet zu offerieren begann. Vom einfachen Molekül zum Makro Molekül, zu den Polymeren, die sich von molekularen Einheiten zu langen Ketten zusammentun, mit neuen Möglichkeiten im Schlepptau, es scheint keine Grenzen für den Fortschritt zu geben. Ketten können aber nicht nur linear anwachsen, sondern können sich auch räumlich ausbreiten. Das erlaubt dann dimensionale Strukturen, neue Gestalten und verschiedene Formen, mit unterschiedlichen und speziellen Fähigkeiten und Funktionen. Und das alles nach dem Motto, „ein Schritt nach dem anderen“. Ketten haben, oder, bestehen aus Gliedern, nur sind die Glieder biologische Einheiten. Das gibt ihnen die Fähigkeit, sich in dimensionale Formen zu verwandeln.

    Lineare Entwicklung ist allgegenwärtig: Vom Teilchen, wie Quark, zum Atom, vom Molekül zum Polymer, worunter die RNS fällt, der Meilenstein für die Entwicklung organischen Lebens, so wie wir es kennen, bis zur DNS, unsere eigene Bio-Chronologie, der Fortschritt ist eine lineare Angelegenheit. Unsere biologische Welt ist bekanntlich eine RNA-Welt! Andere Welten mögen durchaus existiert haben, doch der Planet war selber noch nicht stabil genug, um langfristiges organisches Wachstum zu gewähren. Was sich äußeren Umständen nicht anpassen kann, muß eben aufgeben. Doch zurück zu den Ketten, weil sie in so vielen Dingen zu finden sind. Ein besonders schönes Beispiel ist unsere Wirbelsäule, – eine Kette aus knöchernen Segmenten. Aber Entwicklung ist immer und auf jeder Ebene linear, auch im Falle einer befruchteten runden Eizelle, die zu einem Ball aus mehreren runden Zellen wird, Blastula genannt, gefolgt bei Gastrulation, wo aus der zuvor noch einfachen Zellschicht, die drei Keimblätter hervorgehen, aus denen sich der Körper des neuen menschlichen Wesens entwickelt. Und überall, wo auch immer man hinschaut, Wiederholungen sind ebenfalls ein fixer Bestandteil des Geschehens, sowohl von Materialien, sowie deren Zusammenbau und Arten der Verbindungen. Das Prinzip der Lebensentfaltung ist einfach: Mit ein paar Zutaten, ständigen und zahlreichen Wiederholungen, aber in durchaus neuen und überraschenden Kombinationen, die Vielfalt, die damit erreicht wird, ist atemberaubend. Und doch! Nichts ist wirklich „neu unter der Sonne“. Es demonstriert jedoch die Einfachheit der Regeln, ja des Designs der gesamten Schöpfung. Das läßt sich durchaus mit dem Fraktal vergleichen, (mehr davon später). Daß man allerdings in den vielen sich entwickelnden Formen und Gestalten verloren gehen kann, ist nicht überraschend, denn die Vielfalt lenkt vom Einfachen ab. Obendrein, und wie im Widerspruch, Neues entsteht laufend, – auch wenn wir es gar nicht wahrnehmen.

    Der Klarheit wegen sei betont, Polymere sind nicht nur biologische Verbindungen, sie sind die Grundlage und Voraussetzung für organisches Leben und dessen Entwicklung schlechthin. Jedes kleine Molekül (Monomer), organisch or not, tut sich mit anderen zusammen, allein schon durch die Kovalente, die für chemische Neuverbindungen sorgen. Das wiederum liefert neue und einzigartige Ergebnisse, mit neuen formalen und physischen Eigenschaften. Viele Polymere werden industriell genutzt, weil sie spezifische Qualitäten haben, wie Härte, Viskosität, Elastizität, etc. Sie können flüssig, amorph, semi-kristallin oder eben Kristalle sein. Die Möglichkeiten sind beeindruckend. Aber und vor allem ist wichtig zu erkennen, daß sowohl das eine, wie das andere, Leben ist und Leben hat.

    Übrigens! Verschiedene Branchen der Wissenschaft sind zum selben Schluß gekommen: Alles hat die Fähigkeit der Selbstorganisation, der Selbstmontage, was so viel heißt wie strukturelle Ordnung ins Chaos zu bringen. Der Konsensus ist, daß unsere sichtbare Welt nie und nimmer im Chaos ihren Ausdruck finden könnte, schon gar nicht organisches Leben. Nur durch den Verlust von Entropie (Chaos) kann Materie Gestalt annehmen. Strukturen sind schließlich ein Zustand der Ordnung. Besonders ersichtlich in Kristallen, deren Atome so niedlich geordnet sind. Ordnung ist bei anderen Materialien natürlich auch der Fall ist, nur eben weniger beeindruckend organisiert. Selbstmontage heißt also immer, daß im Chaos frei bewegliche Elemente dazu tendieren, sich zusammenzutun. Es erfolgt gemäß den vorherrschenden Kräften und freier Energie, die vor allem in der hoch entropischen Phase mit deren extremen Temperaturen, zur Verfügung stehen. Das Absinken der Temperaturen verändert natürlich das Milieu. Es benötigt Reorganisation und erlaubt neue und andere Entwicklungen. Es rückt aber auch die Wichtigkeit der Umwelt ins Rampenlicht, da, wenn diese sich ändert, Änderungen zu erwarten sind. Umweltbedingungen ändern sich laufend, nicht aber das Prinzip, nachdem sich die Änderungen richten. Das Prinzip ist allgegenwärtig und konstant, sozusagen, es ist die Konstante im ganzen System.

    John Conway, Stanislav Ulam, John von Neumann und Herman Haken, (Wissenschaftler und/oder Mathematiker) sollen hier erwähnt werden, da sie mit ihren Arbeiten zum Verständnis der Selbstorganisation und Selbstreplikation die Nachweise lieferten, die Kriterien der Definition organischen Lebens sind. Sie bewiesen aber auch, daß beides in „lebloser Materie“ ebenso stattfindet.

    Der englische Mathematiker John Conway schuf ein Computerspiel, sinnigerweise „Spiel des Lebens“ genannt (1970), womit er demonstrieren konnte, daß alles, das sich Computer algorithmisch berechnen läßt, auch im wirklichen Leben anwendbar ist. Obwohl nur ein simuliertes Spiel mit theoretischen „Einheiten“, reflektiert es das Verhalten realer Zellen, insbesonders die Selbstorganisation, die spontan auftreten kann. Die einfachen Regeln des Spiels führen zu Mustern, die, durch die didaktische Analogie ersichtlich, Neuorganisation und, entgegen aller intuitiver Vorstellung, komplexe Neukonstruktionen sind, auf spontane Weise von selbst entstehen, ohne Zutun des Spielers, oder eines „Designers“, oder anderer externer Beeinflussung.

    Sein Werk stützte sich auf Stanislav Ulam’s und John von Neumann’s Studien über das Wachstum von Kristallen in bewegter Flüssigkeit, die zeigten, wie Kristalle sich aus einer Flüssigkeit entwickeln, was damit das „Erste System zellulärem Automatismus“ darstellt. Von Neumann entwickelte eine Methode, die Flüssigkeitsbewegungen kalkulierbar machte, in dem er bestimmte Quanten (Einheit/Zelle) von Flüssigkeiten verwendete und die Effekte studierte, die dabei entstanden, einerseits auf eine Einheit/Zelle der Flüssigkeit, sowie deren Wirkung auf die nachbarschaftlichen, und dann deren gegenseitige Beeinflussung in der Folge. Es zeigte sich, daß es natürliche Regeln gibt, wie diese Quanten ihre Erregung weiterleiten. Je enger die Nachbarschaft (denke an Tesselation/Mosaik), desto schneller und stärker die Weitergabe, und, entsprechend den Beobachtungsdaten, es entstanden dabei natürliche Muster, deren sich die Natur bedient, die sie sich aneignet und worauf sie dann Neues aufbaut. Das einfachste Beispiel von Erregung und Weitergabe eines Reizes ist wohl das Werfen eines Kiesels in stilles Wasser. Das entstehende Wellenmuster, vor allem, wie es sich ausbreitet, erfolgt höchst geordnet und wird präzise exekutiert, doch die Schönheit liegt in der versteckten Komplexität des Details und im visuellen Schauspiel, das damit einhergeht.

    Es demonstriert aber auch, wie Information, ganz generell, weitergegeben wird, ohne Worte verwenden zu müssen. Information ist jedoch die Voraussetzung jeglicher Entwicklung. Information ist sozusagen der eingewobene, intrinsische Leitfaden, ist das allgegenwärtige geistige Element des Lebens schlechthin. Es ist verschlüsselte Energie., oder vergleichbar mit Architektur, ohne die nichts ‚in Ordnung‘ gebracht, oder geschaffen werden könnte. Damit ist nicht der Architekt gemeint, (oder Gott), zumindest nicht als objektivierbares Wesen, sondern ist zweifellos das Wesentliche oder Essentielle im Ausdruck. Selbst die Bibel sagt: „Am Beginn war das Wort“. Beachte! Worte sind nur symbolische Einheiten zum Zweck der Informationsweitergabe, eine Modalität unter vielen anderen. Die Natur hat ihre eigene Sprache, die von Anfang an in Form und aller Arten von Interaktionen mitbestimmend und beteiligt ist, Evolution voranzutreiben. Für Sozieterna ist Information einfach nur Energie, Schwingungsenergie, um genau zu sein, wo der Informationsinhalt in der Wellenfrequenz verschlüsselt, und als Welle weitergeleitet wird. Sprache, Musik, Vogelgesang, Brauchbares, Notwendiges, Entzückendes, was auch immer, Information beruht auf Vibrationen, die wir fühlen, die als Wellen an uns herangetragen werden und deren Frequenzmuster wir in unserem Gehirn entschlüsseln, zu welchem Zweck das auch sein mag.

    Herman Hake’s Werk soll hier für manche speziell interessierte Leser erwähnt werden, das den Weg aus dem Chaos zu Ordnung unter den Regeln der Selbstorganisation, behandelt. Sein Buch, „Die Wissenschaft von Struktur: Synergetics“ ist dafür bestens geeignet. Kurz zusammengefasst, ‚Synergetics‘ ist eine interdisziplinäre Wissenschaft, deren Gründer Herman Hake ist. Es befasst sich vor allem mit Selbstorganisationsmustern und Strukturen in einem offenen System, weit entfernt vom thermodynamischen Equilibrium und auf dem Boden des Ordnungs-Parameter Konzepts, das Phasentransitionen in der Thermodynamik beschreibt. Grundsätzlich, Selbstorganisation bedeutet Verlust von Graden von Freiheit in einem System, im Austausch für Ordnung, was zu Mustern, Strukturen und schließlich festen Formen führt. Selbstorganisation bedarf des makroskopischen Systems (in diesem Fall als existentielles System zu verstehen), das aus vielen nicht linearen, aber miteinander interaktiv verbundenen, untergeordneten Systemen besteht, die von externen modulierenden Bedingungen abhängen, wie Umwelt und Energieflüssen. Das trifft auf alle Selbstorganisationsmuster zu, in den verschiedensten Bereichen, sei es die Physik, Chemie oder Biologie. Unsere sichtbare Welt ist voll von diesen, allzu oft spektakulären und immer wundervollen, wie vielfältigen Mustern. Man braucht sich nur die Pflanzen-, oder Tierwelt anschauen. Überall, wohin das Auge fällt, findet man die schönsten Muster, die, strikt genommen, das Gegenteil von Chaos sind, oder eben das eine spezielle, opponierende Extrem innerhalb eines kollektiven Ganzen.

    Selbstorganisation/Selbstmontage teilen ihre Wichtigkeit mit einem anderen wichtigen Aspekt unseres Lebens, nämlich Selbstreplikation. Von Neumann beobachtete, und wies auch nach, daß solche spezifisch gemusterten Einheiten/Zellen in ihrem gegebenen Milieu kontinuierlich endlose Kopien von sich selber herstellten. Diese zelluläre Automatik zeigte ein Tesselierungsmuster, wo Einheiten/Zellen eng aneinander gepackt sind. Die Replikation erfolgte also entlang der „Kristall-Nest Bildung“ Linien, Nester, die sich in den Flüssigkeiten formten und die er für das Experiment studierte. Das inspirierte ihn derart, daß er sich auf die Suche nach einer selbstreplizierenden Maschine machte, (das ohnehin und immer wieder der Traum vieler Wissenschaftler war und ist). Convey hingegen zeigte durch sein Computerprogramm, daß die einfachste Einheit/Zell Automatik eindimensional ist, nämlich linear geordnet, also in Reihe, mit 2 Möglichkeiten pro Einheit, ausgedrückt als Unit Wachstum, links oder rechts des Originals. Regelordnungen erfolgen in der Natur konditionell, während Convey diese in seinem „Spiel des Lebens“ durch einen Algorithmus ersetzte, der dann das Bilden der Muster bedingt, die innerhalb des gesetzten Rahmens geschaffen werden. Doch Neumann demonstrierte, daß die Natur das längst schon selber praktiziert hat.

    Trotz seines Interesses hat von Neumann seine Pläne für eine selbst replizierende Maschine nicht weiterverfolgt, doch sein dahingehendes Design ist als „Universal Constructor“ (Universeller Konstrukteur) weltweit bekannt. Aber viel signifikanter war seine Erkenntnis, daß eine offenendige Evolution einer vererbbaren Information bedarf, die kopiert und an den Nachfolger weitergeleitet werden muß, unabhängig von der Fähigkeit einer solchen Maschine, die sich selbst replizieren kann. Seine Einsicht ging der Entdeckung unserer DNS bei Watson and Crick voran. Ihre Funktion reflektiert nämlich genau dieses Prinzip, das von Neumann für seine Maschine als essentiell beurteilt hat.

    Übrigens sind selbstreplizierende Maschinen längst keine Utopien mehr. Sie sind sogar auf dem besten Weg jedwede Manufaktur von Maschinerie und Gütern in allen Bereichen modernen Lebens zu übernehmen. Sie werden derzeit in der Raumforschung und dessen Erschließung ( Teleskope, Marsrover, Asteroidmining) erfolgreich eingesetzt, was natürlich die beste Lösung ist, da es geradezu unmöglich wäre, fertige Maschinen in den Raum zu katapultieren und zu erwarten, daß das immer heil vonstattengeht, abgesehen von der notwendigen Technologie und den enormen Kosten, die das verschlingen würde. Aber Teile zu schicken und die Maschine baut sich dann selber zusammen, das funktioniert wunderbar, wie der Marsrover das grad so eindrucksvoll demonstriert.

    Doch zurück zum Leben und dessen Selbstreplikation. Die Mathematik leistet in diesem Zusammenhang großartige Arbeit. Chaos Theorie und speziell Topologie liefern uns besondere Einsichten in das komplizierte Entfalten organischen Lebens. In augenscheinlich willkürlichen und chaotischen Verhältnissen, finden wir unterschwellige Aktionsmuster, wie stete Feedback Schleifen, Wiederholungen und konfigurative ‚Selbstähnlichkeiten‘, die Teile einer Form sind, die aber die gesamte Form im Kleinformat, also eine Kopie des Großen sind und dieses widerspiegeln. Jeder willkürliche Teil, der eine Kopie des Gesamten ist, ist eine Selbstähnlichkeit und wird als Fraktal bezeichnet. Man erinnere sich der „sukzessiven Verkleinerungen“, die uns faszinieren, weil sie eine Form oder Gestalt in fortlaufenden Verkleinerungen, bzw. Vergrößerungen, sichtbar machen, deren formale Erscheinung aber immer gleichbleibt, egal auf welcher Größenstufe sie sich befindet, da es eben endlose Kopien ihrer selbst sind. Der Originalentwurf für Leben schlechthin, mag durchaus als Fraktal gesehen werden, das in ständiger Wiederholung vom Makro zum Mikro (und andersrum), gekennzeichnet ist und das in jede Dimension paßt, da es eine Kopie seiner selbst ist, in jedem noch so kleinen Detail und das die Aussage untermauert, daß der Makrokosmos sich im Mikrokosmos (Universum/Mensch) wiederfindet, weil nur die Größenordnungen verschieden sind. Doch man erinnere sich, der Umstand, daß durch lokale Interaktionen von Teilchen in einem anfänglich völlig ungeordneten System durch Selbstorganisation und Replikation, Formgebung erfolgt, das ist Energie in Aktion, kinetische Energie, um genau zu sein!

    Trotzdem wir nun vorwiegend über organisches Leben sprechen, haben wir das anorganische keineswegs hinter uns gelassen. Von Energie zur Materie, egal in welch miniskulen Schritten, heißt nur, Transformation vom nicht Greifbaren ins Greifbare, d.h. in diesem Fall, materielle Strukturen. Es heißt Selbstorganisation und Phasengeschehen, dem besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden muß, sowie dessen internen und externen Kräften, die darauf Einfluß haben. Konsolidation, (Strukturierung), wie das im flüssigen Medium erfolgt und in der Kristallbildung beobachtet werden kann, ist das Fundament der Erde’s geologischer Entwicklung. Sobald sie feste Strukturen hat, vor allem eine feste Oberfläche, (Erdkruste), ist der Schritt in die Entwicklung soliden organischen Lebens, so wie wir es kennen, getan.

    Noch immer perplext, wie organisches Leben aus nicht organischem Material entstehen kann? Hoffentlich nicht, sollte der Artikel das Wesentliche klar gemacht haben, nämlich, daß Leben bereits vorhanden ist und nicht neu entsteht. Leben ist gegenwärtig in der Energie; sie transformiert sich, sie ändert sich in Form und ihrer Erscheinung. Doch weil die Entfaltung ihrer Potenz so unwahrscheinlich verschiedene Ergebnisse bringt, ist es nur allzu verständlich, wenn der menschliche Verstand in all der Mannigfaltigkeit den Zusammenhang nicht sieht, also den ursprünglichen, wirklich einfachen Weg im Gewirr der vielen, nicht findet, oder ihn gar nicht beachtet.

    Es gibt viele Theorien, wie anorganische Materie Konditionen schaffen konnte, die dem organischen Leben den Start ermöglichten. Nur um einige zu nennen, da gibt es die Eisen, Schwefel, Pigment, oder ‚Metabolismus First‘ Theorie, – sie haben alle ihre Verdienste, doch keine hat bis jetzt allgemeine Zustimmung erlangt. Ich möchte daher auf die Tonerden Theorie eingehen, einzig und allein schon aus dem Grund, weil gemäß der Bibel, Adam aus Ton geformt wurde, dem Gott dann Leben einhauchte. Man mag das glauben, oder auch nicht, es ist durchaus eine interessante Koinzidenz, denn wissenschaftlich, und aus der Ecke kommt Sozieterna, hat Tonerde als Startermaterial für die organische Evolution mehr als nur zufälliges Potential. Ton ist nämlich ein ausgezeichneter Katalysator für die Polymerisation von RNS (Ribonukleinsäure), auf der schließlich alles organische Leben beruht. Ausgerechnet in der Bibel Tonerde als Grundmaterial für den ersten Menschen erwähnt zu sehen, ist zu obskur, um sich darüber nicht Gedanken zu machen, zudem Wissenschaft nicht die einzige Quelle für das Erlangen von Wissen ist, oder gar Einsicht, Erkenntnis und Weisheit. Sie bestätigt nur, was man intuitiv weiß.

    Die Erdkruste besteht zu 90% aus Silikaten. Montmorillonit, (Montmorillon, Ort in Frankreich), gehört zur Gruppe der weichen Phyllosilikate, die sich in einer wässrigen Lösung in Form von Mikrokristallen bilden, die so lose miteinander verbunden sind, daß Wasser sie gemäß dem Wassergehalt, anschwellen, oder schrumpfen, lassen. Das macht sie extrem nützlich, auch oder vor allem industriell. Jeglicher Lehm hat diese spezielle Eigenschaft, doch ist der Unterschied qualitativ beträchtlich. Montmorillonit ist als die beste Qualität aller Tonerden bekannt. (Man findet sie auch in einigen anderen Ländern, doch unter anderem Namen und immer beschränkten Ausmaßes). Die Signifikanz liegt im Umstand ein besonders formidabler Katalysator zu sein. Die Hypothese postuliert, daß komplexe organische Moleküle graduell aus prae-existenten anorganischen Replikationsoberflächen von Silikat Kristallen in Lösung, hervorgingen. Diverse Studien bestätigen die Rolle der Tonerde als Katalysator in der RNS-Formation, in dem sie das Verbinden von Nukleotiden zu langen Ketten ermöglicht, die, laut diesen Studien, sogar genartiges Verhalten aufwiesen, was jedoch später als zu labil und daher als zu unzuverlässig, keine allgemeine Anerkennung fand.

    Katalysatoren sind allerdings wirklich erstaunlich. Sie beschleunigen nicht nur chemische Entwicklungsprozesse, sie sind ein fester Bestandteil jeder Entwicklung, und waren damit auch in der primordialen stellaren Nukleosynthese mit im Spiel, das heißt also, in den Gaswolken, in der die molekulare Evolution ihren Ursprung hat, und wo Chemie ein „Weg des Lebens“ ist. Katalysatoren verdienen ihre Titel als Initiator, Beeinflusser, Arbeitstier, oder engagierter Dienstleister, sie sind das alles in einem. Sie halten alles auch im Gang.“

    Aber nehmen wir eine andere Hypothese in Augenschein, nämlich die Oparin-Haldane Hypothese (1927), die davon ausgeht, daß sich organisches Leben aus der „Primordialen Suppe“ entwickelte, die aus reichlich vorhandenen anorganischen Molekülen, langsam aber beständig, Aminosäuren bildeten, also die Bausteine organischen Lebens aus komplexen Polymeren. Alexander Oparin, (russischer Biochemiker) und Haldane (britisch/indischer Biologe) postulierten, daß mit Hilfe der Energie und den Gasen, die die Atmosphäre der frühen Erde ausmachten, organische Verbindungen geschaffen werden konnten. Ihre These wurde von John Bernal (Irischer Wissenschaftler) aufgegriffen, dessen Werk (1949) zum selben Schluß kam, nämlich daß die meisten Moleküle, notwendig für organisches Leben aus unorganischen Vorläufern, synthetisiert werden. Er prägte den Ausdruck „Biopoiesis“ in 1967 in Referenz zum „Ursprung des Lebens“.

    Um das komplexe Werk dieser Pioniere dem Leser näher zu bringen, ohne darin verloren zu gehen, ist es am besten, die markantesten Schritte dieser Evolution hervorzuheben, die man nicht ohne Grund und sinnigerweise auch als ‚Molekulare Evolution‘ bezeichnet:

    1) Elemente innerhalb der Erde’s frühen reduktiven Atmosphäre, wenn verschiedenen Formen von Energie ausgesetzt, produzierten einfache organische Verbindungen.

    2) Diese Art Verbindungen sind wahrscheinlich in verschiedenen Orten hier und da gehäuft aufgetreten, wie Küstenlinien, ozeanen Schächten, Heißwassertümpel etc.

    3) Im Laufe der Zeit wurden die einfachen Verbindungen in immer komplexere biologische Polymere transformiert.

    4) In Bernal’s erweiterter Version der These, beginnt zwischen Schritt 2 und 3 die wirkliche molekulare (R)-evolution, mit dem Auftreten von simplen Strukturen, wie zellartige Gebilde, in denen innerhalb ihrer Begrenzungen, sich die bereits vorhandenen biologischen Vorgänge fortsetzten, mit dem Unterschied, daß diese nun in einem eigenen Raum (Bläschen, Protozellen, primitive Zellformen) stattfanden, deren Energiebedarf, wenn auch noch auf einfache Weise, aber sehr wohl auf eigene Art gedeckt wurde. (Metabolismus).

    Die Bildung von Zellmembranen gibt uns durchaus eine leicht verständliche Demonstration in den strukturellen Werdegang einer Zelle, doch wie sich unorganischen (Zell-)Einheiten in biologisch aktive Zellen transformieren können, beschreibt das oben Gesagte tatsächlich sehr klar. Voraussetzung sind natürlich die hinlänglich selbst geschaffenen einfachen, organischen Verbindungen. Das höchst einfache Molekül ist das Kohlenstoff-Wasserstoff (CH) Molekül. Das ist die Basis, doch ist diese Verbindung auch ein Radikal, da dem C noch immer 3 offene Valenzen zur Verfügung stehen, die sich mit anderen Elementen verbinden können. CH findet man überall, einschließlich dem interstellaren Medium, dem Raum zwischen Galaxien, das voller Ionen ist, aus atomaren und molekularen Gasen besteht, sowie Staub und kosmischer Strahlung. Alle diese hochdynamischen Räume, gespickt mit elektro-magnetischen Feldern, turbulenten Kräften und Strömungen, sind sogenannte „Hot Spots von Aktionen“. Das heißt nichts anderes, als daß komplexe organische Moleküle längst schon in der protoplanetaren Ebene unserer Sonne vorhanden waren, noch bevor unsere Erde überhaupt existierte. Man bedenke, unser Planet formte sich durch Akkretion, in dem er alles Vorhandene einfach zusammenfegte. Die mannigfaltige Alchemie des Lebens, die im Kessel brühte, wartete nur darauf, verzehrt zu werden. Wie auch immer! Bestimmte Bedingungen fördern bestimmte Entwicklungen und pluralistische Umstände haben synergistischen Effekt, so daß, während jede Entwicklung ihre eigene wichtige Rolle spielt, alle dazu beitragen, die Evolution voranzutreiben, mit all der Vielfalt, die organisches Leben auszeichnet, was ohne dieses vereinte Zusammenarbeiten, nicht der Fall sein würde. Aber auch, weil Einzelnes, eben auch Moleküle nicht allein bleiben, sich alles und jedes, wie immer möglich, Gesellschaft sucht. (Selbst Adam wollte nicht allein bleiben, drum hat er Eva gekriegt). Humor beiseite, die Formation von Verbindungen ist unerläßlich und hat natürlich auch stattgefunden, so wie die Erde sich zum Planeten entwickelte, aber erst recht danach, während sie sich stabilisierte.

    Mehratomige Verbindungen/Moleküle mit einem C sind Biomoleküle. Von speziellem Interesse sind hier die polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAH-polycyclic aromatic hydrocarbons). Auch sie sind überall. Unter gewissen Umständen sind sie für Organismen giftig, aber sie sind durch chemische Prozesse extrem leicht modifizierbar und können daher in völlig nützliche Verbindungen transformiert werden. Übrigens! Was man in der anorganischen Welt synthetisieren nennt, wird im biologischen Bereich metabolisieren genannt. Beide bewirken ein und dasselbe. Synthetisieren führt durch chemische Reaktionen zu neuen Atomen und Molekülen, die es zuvor nicht gab. Metabolisieren führt aus bestehendem Material zu neuen organischen Verbindungen, die neue organische Lebensformen propagieren, die es zuvor auch nicht gab. Darin liegt die Chance des Überlebens und die Hülle und Fülle des Lebens. Während es immer mehr Ordnung in das lebhafte Chaos des Ursprungs bringt, entsteht jene Vielfalt organischen Lebens, die einem den Atem nimmt.

    Der Leser mag vielleicht von den „primäre Metaboliten“ gehört haben, zu denen die Aminosäuren gehören, sowie die Milchsäuren, Lipide, Kohlenhydrate, um die wichtigsten zu nennen. Sie zeichnen sich als die grundlegenden Verbindungen im metabolischen Geschehen aus. Sie sind essentiell für alle Organismen, denn sie sind verantwortlich für Strukturbildung, Instandhaltung und Fortpflanzung. Sie sind wahrhaftig vielseitig. Zum einen Handlanger, Experten und Agenten, fähig als Ingenieure, Exekutoren und Manager, wie auch Informationsträger und Vermittler, die dafür Sorge tragen, daß Evolution ganz allgemein, und individuelle Arten ihren Fortbestand haben. Mit einem Wort, ihre Hand ist in allem: Von den Aminosäuren zu den Proteinen, die man zur Bildung des Zytoskeletts braucht; den Kohlenhydraten, notwendig für die Energieversorgung und strukturellen Komponenten; den Fettsäuren zu den Glycerin-Phospholipiden, die das Baumaterial der Zellmembranen sind; und schließlich den Nukleinbasen zu Nukleotiden, unerläßlich für die RNS und DNS Formation, die die genetische Information speichern und weitergeben; – diese primären Metaboliten sind das grüne Licht für das organische Leben und dessen Entfaltung. Nicht nur bauen sie die Körper, sie sind auch das Fundament für deren Funktionen, das vom einfachen Zellleben bis zu den komplexen Gehirnaktionen reicht. Sie fazilitieren jeden Prozess, ob im begrenzten Raum einer einfachen, einzelnen Zelle, die sie gebaut haben, oder im Rahmen und den Systemen der vielzelligen Organismen,- sie und ihre Gefährten, die Enzyme, sind das „Um und Auf“ organischen Geschehens.

    Und doch! Alles ist auf die Energie zurückzuführen, die nicht nur die Energie für das Geschehen bereitstellt, sondern auch der Urheber und die visuelle Manifestation der stattfindenden Schöpfung selber ist und damit jeglicher Aktion und jeglicher Form zu Grunde liegt. Energie ist schließlich die Essenz des Lebens, und schlichtweg das Leben selbst. In einem Organismus agiert sie als eine sich selbst erhaltende Einheit, während sie generell Urheber und Teilhaber des universellen Lebenszyklus ist.

    Nun! Jede Synthese, jeder metabolische Prozess ist grundsätzlich eine chemische Reaktion im Rahmen einer dynamischen Umwelt. In hoch chaotischen (entropischen) Systemen ist die Situation speziell flüchtig, also höchst unbeständig. Das erlaubt zuerst natürlich nur Versuche, Ordnung ins Chaos zu bringen. Es kann nicht sogleich wahrnehmbare Resultate bringen. Teilchen, Atome, Moleküle, Zellen, alle können nur bestehen und ersichtlich werden, wenn genug Ordnung dem Chaos abgewonnen geworden ist. Auch eine zelluläre Einheit erzielt Beständigkeit nur, wenn sich das dynamische Milieu entsprechend verändert hat. Abgesehen davon, eine Zelle hat nur einen winzigen Innenraum, in dem die zellinternen Funktionen stattfinden können. Folglich müssen alle eigenen dynamischen Prozesse eine dementsprechende Anpassung durchgemacht haben, nicht nur um ihre Stabilität in ihrer Umgebung zu wahren, der sie sonst nicht standhalten würde, sondern erst recht, um ihren internen Bedingungen gerecht zu werden, die feingestimmt sein müssen, so daß die Zelle ihren Bedürfnissen nachkommen kann. Ohne das Runterregulieren von dynamischer Vehemenz zu zellinterner Subtilität geht da gar nichts. Die äußeren und inneren Verhältnisse müssen im Bereich funktioneller Interaktion gehalten werden, sonst könnte keine Zelle langfristig existieren. Zellfunktionen sind obendrein streng reguliert, um effektiv zu arbeiten. Moleküle, im anorganischen Bereich als Katalysatoren bezeichnet, sind nun Enzyme, die tatsächlich hoch spezialisierte Agenten sind, die im engen Raum kleinster biologischer Einheiten ihre extrem wichtige, sprich lebenserhaltende, Arbeit tun. Das trifft auch auf jene einfachen Lebensformen zu, die noch nicht das volle Funktionsprofil einer Zelle erlangt haben, wie Viroide und Viren. Diese haben zwar ihren eigenen Metabolismus, doch brauchen sie einen Gastgeber für ihre Fortpflanzung und Verbreitung. Als die einfachsten primitiven Lebensformen, die sie sind, zeigen sie allerdings eines ganz klar, nämlich, daß auch sie ein Ausdruck der vielen möglichen organischen Lebensarten sind, die in und aus den „Kesseln“ der energiegeladenen, hoch dynamischen Systeme des Kosmos hervorgehen. Es ist allerdings immer eine Frage der Zeit, wie erfolgreich eine Einheit primärer Metaboliten ist, ob die weitere Entwicklung solch einer Einheit möglich ist, oder in wie weit sie es schaffen, sich als distinkte Lebensform zu etablieren und zu überleben. Nun, Viren haben sich diesbezüglich als Meister bewiesen, doch die Entwicklung von Lebensformen ist eine zwangsläufige.

    Da Energie nun die Voraussetzung für jegliches Leben ist, muss logischerweise jede verbrauchte Energie wieder ersetzt werden. Selbst das kleinste organische Wesen muß sich seinen Energiebedarf zu sichern. Die Methoden der Vorsorge entwickeln sich entsprechend mit, so wie die Evolution voranschritt. Der einfachste Weg sich ‚Futter‘, ‚Treibstoff‘, oder eben Energie zu beschaffen, ist durch Osmose, welche in der Tat das Prinzip der Atmung unserer Mitochondrien ist, jener Zellorganellen also, die man als Zellbatterien bezeichnet, weil sie die eigentlichen Energielieferanten der Zellen sind. Sie sind fast allen uns bekannten Zellen eigen und produzieren nahezu den gesamten Adenosin Triphosphat (ATP) Bedarf der Zelle, das die Energiequelle einer Zelle ist. Allerdings ist das nicht alles, was Mitochondrien tun. Was diese Organellen leisten und wie sie es tun, ist einfach erstaunlich. Der Leser möge sich darüber in der entsprechenden Fachliteratur informieren. Er wird nicht enttäuscht werden, das ist sicher. Wie auch immer, die Respirationsosmose der Mitochondrien ist fein reguliert und wesentlich komplizierter als das einfache osmotische Austauschgeschehen, was wiederum nur bestätigt, daß sich alles immer vom Einfachen zum Anspruchsvollen entwickelt, ohne Ausnahme.

    Also, sich mit Energie zu versorgen ist ein existentieller Lebensbedarf. Osmose ist dabei die einfachste Art und nur eine der vielen Methoden, die nachgefolgt sind (sieh später). Generell ist es mehr eine Sache des Angebotes, was kann genutzt werden, was ist für den individuellen Organismus am besten geeignet, um seinen Energiebedarf zu decken. Einige Lebensformen nehmen sich Elemente aus der Erde, andere folgen dem aeroben Pfad, andere fangen Licht ein. Umstände also bedingen den Zugang zu Futter und Änderungen der Umwelt erschließen neue Möglichkeiten. Feststeht, daß Organismen sich den Bedingungen anpassen und jene nutzen, die für ihre Bedürfnisse am besten geeignet erscheinen. Die anaerobe Energieversorgung, (Fermentation), war folglich für die meisten Lebensformen der frühen Erde, die beste Wahl, da die Erdatmosphäre noch keinen Sauerstoff bereitstellte. Organismen tief in unserer Erde benutzen Fermentation natürlich nach wie vor. Man weiß über diese praktisch nichts, schon gar nicht, warum sie überhaupt existieren. Vielleicht weil es der einzige Platz ist, wo sie überleben konnten, nach dem sich die Atmosphäre der Erde verändert hatte, dank der Cyanobakteria, die sich am reichlich vorhandenen Nitrogen „vollfraßen“ und dabei Sauerstoff ausschieden, so daß sich mehr Sauerstoff in der Atmosphäre ansammeln konnte, als verbraucht wurde, wie das vor deren massiver, ja explosionsartigen Verbreitung, der Fall gewesen war. Das ebnete natürlich den Weg auch für andere Organismen und wie erfolgreich das geschah, können wir jeden Tag bewundern, jedenfalls solange, bis sich auch diese Umweltbedingungen wieder verändern. Das Alte mußte also weichen, um dem Neuen Platz zu machen. So mögen diese fermentierenden Bakterien eine Nische für ihr Überleben in der Tiefe der Erde gefunden haben, wo sie nun ungestört weiterexistieren, sozusagen als Zeugen der Evolution des Lebens schlechthin, dessen organischer Zweig nur ein Teil davon ist. Seit den Cyanobakteria spielen natürlich die Pflanzen eine ungemein wichtige Rolle für unser Leben. Die Photosynthese ist ihre Art der Energieversorgung. Sie benutzen Licht und scheiden Sauerstoff aus und genau betrachtet, unser Leben hängt mehr von ihnen ab, als wir es wahrhaben wollen. Der Punkt ist, unsere Erde sorgt und versorgt alles organische Leben, so oder so. Und sie hat ein perfektes Recycling System. Mit guter Aufrecht- und Instandhaltung desselben, könnte alles Leben auf Erden noch lange fortbestehen, lange genug jedenfalls für unsere eigene Evolution, die im Sinne der Natur ohnehin zielgerichtet ist. Freilich, nichts bleibt für immer dasselbe. Transformation ist Bestandteil des Lebens und all seiner Evolution.

    Nachdem organisches Leben, sichtbares Leben ist, kann man Organismen durchaus als „Energiepakete“ bezeichnen. Sie haben Form, Größe, Stärke und Eigenschaften/Fähigkeiten. Das heißt, sie sind raumokkupierend, sind selber mehrdimensional. Wir haben bereits Dimensionen erwähnt, doch es ist notwendig, sie weiter im Detail zu betrachten, wollen wir die Entwicklung organischen Lebens besser verstehen. Grundsätzlich, Dimensionen sind eine „Bedingung des Lebens“, ob organisch oder nicht. Mit dem Untersuchen der fundamentalen Implikation von Dimensionen, können wir den Lebensweg der Organismen verfolgen und wie sie sich entlang des oft gegangenen Weges verändern, mit dem der Leser, so bleibt zu hoffen, nun vertraut gemacht worden ist. Aber mit dem Focus auf Dimensionen, betrachten wir den Weg aus einem anderen Winkel.

    In der ersten Dimension haben wir das lineare Aneinanderreihen von Molekülen, also die Kettenbildung. Diese können auch anders als geradlinig verlaufen. Sie können sich winden, in die eine oder die andere Richtung laufen, auch nach oben oder unten, ja sie können sich an jedem beliebigen Punkt auch zusammenschließen. Sie können also formal eine Figur bilden, die zwei dimensional ist, solange sie in einer Ebene bleibt. Das gibt ihnen Grenzen und Gehalt. Sobald sie sich aber aus der Ebene erhebt, wird die Gestalt zum Körper, da er sich in die dritte Dimension (Länge, Breite, Höhe), ausrichtet. Nun hat die Figur nicht nur eine äußere Begrenzung, sondern auch Inhalt, das heißt, Volumen. Mit diesen figürlichen Veränderungen, ändern sich aber auch die Qualitäten, wie Fähigkeiten und Funktionen, die wiederum der Anstoß für weitere neue Entwicklungen sind. Ein Molekül hat logischerweise eine andere Qualität wie eine Kette von Molekülen, sowie eben Gestalten sich anders verhalten wie Körper, die sich, wie alles, formal und funktionell weiterbilden und damit zu jenen komplexen Organismen werden, die wir bewundern und die wir selber sind. Darüber hinaus muß man bedenken, daß sich alles fortwährend in Raum und Zeit (4.Dimension), bewegt, unabhängig von allen anderen Bedingungen. Zudem! Im Raum erfolgen alle Aktionen gleichzeitig und trotzdem sich alles auf seiner eigenen Zeitlinie und im eigenen Zeitrahmen befindet, im Raum sind alle Bewegungen relativ zueinander und wirken aufeinander ein, egal welche Gestalt oder Form sie auch haben mögen, sie beeinflussen prinzipiell und speziell das allgemeine Geschehen. Dimensionen sind an sich grenzenlos, bis sie, oder besser, solange sie nicht willkürlich an Materie gebunden werden, was aber mit dem Entstehen von Materie gezwungenermaßen einhergeht.

    Ein enormer Schritt vorwärts in der organischen Evolution erfolgt durch Neuverteilung und Anordnung von Molekülen. Dem zu Folge entstehenden Lebensformen, die durch ständige Modifizierung ihrer Körper und deren Fähigkeiten neue Arten hervorbringen. Und das nach dem Schema, wie die Moleküle das tun, so tun das auch Zellen, sie scharen sich zusammen, und/oder besetzen diverse Stellen an den bereits vorhandenen Strukturen. So entstehen drei dimensionale Aggregate, die an Größe und Volumen zunehmen, also verschiedene Formen von Organismen sind, verschieden nicht nur im Aussehen, sondern eben auch in ihrem Verhalten.

    Aber zurück zu den Molekülen, deren räumliches Arrangement immense Bedeutung hat. Vor allem in den Proteinen können Verbindungen dieselbe Anzahl von selbigen Molekülen haben, doch ihre räumliche Anordnung ist verschieden, so daß auch die Proteine verschiedenartig sind und verschiedene Funktionen erfüllen. Moleküle sind in manchen Proteinen in symmetrisch lokalisierten Positionen, daß sie ein symmetrisches Abbild voneinander sind, sich aber nicht übereinanderlegen lassen, wie zum Beispiel unsere Hände. Aus der Teilchenphysik wissen wir, daß die Teilchen eine Eigendrehung haben, sie drehen sich im oder gegen den Uhrzeigersinn. Auch ein elektrischer Feldvektor mag links oder rechts händisch orientiert sein und in der Chemie finden wir optische Isomere, worauf sich die Bestimmung der Händigkeit stützt. Moleküle sind keine Ausnahme. Auch sie können links oder rechts händisch sein. Das wird Chiralität genannt. Chiralität spielt eine ungemein wichtige Rolle. Alle lebenden Organismen benutzen sie fast ohne Ausnahmen. Das verblüfft die Wissenschaftler, denn sie wissen nicht, warum das so ist. Als Demonstration der Wichtigkeit für unsere Leser ein Beispiel: Aminosäuren sind links händisch, während Nukleotide und Zucker rechts händisch sind. Man weiß nicht, warum. Zwar hat es sicherlich seine Wurzeln im kosmischen Bereich, nur ist der Astrophysik bekannt, daß Aminosäuren und Zucker im All dieselbe Chiralität haben und vorwiegend die Mehrheit repräsentieren im Vergleich zum oppositionellen Rest. Und man bedenke, daß alles, was im Makrokosmos geschieht, sich im Mikrokosmos widerspiegelt. Nun! Leider kennen wir nicht alle Vorgänge, weder hier, noch da. Wahrscheinlich hat man ihr auch gar nicht die entsprechende Aufmerksamkeit geschenkt. Noch nicht, jedenfalls.

    Aber zurück zu den molekularen Ketten, die tatsächlich enorm lang werden können und damit genug Gelegenheiten offerieren, daß sich an den verschiedensten Stellen Moleküle ansammeln, oder Äste abzweigen. Je öfter das geschieht, desto komplexer werden die Ketten und demnach die Gestalten und Körper, die sich dabei aufbauen. Damit vergrößern sich natürlich auch die Pflichten der Instandhaltung und neue Funktionen entwickeln sich. Man braucht sich nur die wirklich langen Proteinketten eines komplexen Organismus anzuschauen, wie sie es schaffen, sich in den extrem kleinsten Räumen, z.B. eines Nukleus, einbringen zu können. Sie falten sich, schichten sich in Schleifen aufeinander, werden zu Knäuel im Kleinstformat. Ihre Integrität muß aber erhalten bleiben, und so entstehen neue Proteine, deren Aufgabe es ist, diese Integrität zu wahren. Aber all das Falten, Schleifen- und Schlingenbilden, wiederholt sich und ist sichtbar, wie z.B. in unserem Bauch mit dem Gedärm und im Schädel, mit dem Gehirn. Wie immer, das Prinzip ist einfach, wiederholbar und erfolgreich im Kleinen wie im Großen. Und das alles im Rahmen der Dimensionen, Schritt für Schritt, linear zuerst, dann in der Ebene und schließlich im Raum, mit Teilchen, Atomen, Molekülen, vom Kleinsten zum Großen. Wenn das nicht genial ist! Man belehre mich bitte, sollte es ein besseres Prinzip geben. Nur bezweifle ich das, denn alles ist so offensichtlich, so klar vor unserer Nase. Aber der Mensch sieht nur, was er sehen will, oder sehen könnte, nicht, was ist. Das ist die Tragödie, denn es gibt keinen Anlaß, Idole zu verehren, oder anzubeten und man braucht den Pharisäern nicht zu glauben, die mit falschen Ideologien ihre Lust auf Macht befriedigen. Es existiert nichts separat von Leben, das göttliche Prinzip liegt im Leben, ist das Leben selber. Es ist die Energie, seine Kraft und Macht in Aktion: Sie ist Schöpfung, Lebens Erhalter und (zielgerichtete) Evolution. Als Theologisch-philosophisches Interesse verdient dieses Thema separat beleuchtet und diskutiert zu werden, doch für diesen Artikel hier genügt die Feststellung, daß die Geisteswelt zweifellos ein Bestandteil des Lebens ist, einschließlich und speziell im Zusammenhang des Spirituellen. In Teil 3 des Artikels sollen Gedanken zu diesem Thema kurz vorgestellt werden. Da die Wissenschaft diesbezüglich in den Kinderschuhen steckt, kann nichts als Tatsache reklamiert werden. Evidenz in diesem Sinne gibt es nicht. Selbst im Bereich unseres Verstandes, unserer kognitiven Fähigkeiten haben wir mehr Lücken als eindeutiges Wissen. Trotz des diesbezüglich neu erwachten Strebens nach mehr und extensiver Forschung, mit besseren Methoden und neu entwickelten Technologien, die uns einen wesentlich tieferen Blick in unser Gehirn und seinen, ja unseren Fähigkeiten erlauben, der spirituelle Aspekt ist noch weit entfernt davon, einen geradlinigen und sicheren Zugang zu diesen Anlagen in unserem Gehirn zu haben, oder sie gar bar zu legen. Obwohl eine neue Epoche der Forschung, ja Entdeckungsreise begonnen hat, das tieferes Verstehen, Einsicht und Erkenntnis fördert, es bedarf wesentlich mehr, als neue biologische Zusammenhänge und Ergebnisse aufzuzeigen. Es bedarf eines völlig neuen konzeptionellen Denkens. Daher werden die speziellen und spezifischen, philosophischen Diskussionen weiterhin auf ihren eigenen Plattformen stattfinden, bis eben die Wissenschaft, vor allem die Partikelphysik, jene erklärende Evidenz erbringen kann, die die verschleierten Prozesse spiritueller Natur enthüllt. Zweifelsohne wird die Partikelphysik darin den größten Fortschritt bringen. Das spirituelle Leben ist in der Welt der Quantenphysik zuhause. Künstliche Intelligenz ist allerdings nicht der „Heilige Gral“, den sich manche so vorstellen.

    Nach dem das Prinzip struktureller Entwicklung ein wenig beleuchtet worden ist, mag zum Schluß noch das Entstehen einer Zelle von Interesse sein. Alle Zellen haben membranöse Zellwände. Zellen sind keine Vorbedingung für Proteinaktivitäten, aber fast alle Organismen sind nun mal gezellte Organismen. Viren haben auch eine membranöse Hülle, jedoch nicht vergleichbar mit einer Zellmembran. Sie werden daher auch nicht als zelluläre Lebensform bezeichnet. Membranen sind generell ein Zellbestandteil und extrem wichtig. Sie sind Scheidewand zwischen Räumen, sowie eine schützende Körperhülle mit Abwehrfunktion. Als Trennung von Räumlichkeiten dienen sie der Aufrechterhaltung von unterschiedlichen externen und internen Milieus. Diese Begrenzung erlaubt die Co-Existenz unterschiedlicher Bedingungen, grad so wie eine gute Nachbarschaft eine zweckdienliche kollaborative Zusammenarbeit fördern mag. Das läßt sich am Beispiel der Zelle wunderbar demonstrieren, denn im zell- externen Raum laufen vorwiegend anorganische Prozesse ab, während es im zell-internen, organisch/biologische sind. Beide sichern den Fortbestand der Zelle eben durch Zusammenarbeit. Abgrenzung ist eine unbedingte Notwendigkeit, da es den externen universell ‚entropischen‘ kosmischen Raum, vom Raum der strukturellen Materie separiert, damit der Höhepunkt organischer Evolution seinen Ausdruck finden kann, während die dafür notwendigerweise konträren und andersartigen Prozesse gleichzeitig ablaufen können. Zweifelsohne gibt es dabei Konflikte, oft notwendige, wie auch destruktive, doch generell ist es immer im Sinne konstruktiver Zusammenarbeit. Trotz der Abgrenzung ist eine Zelle in ihrer Eigenschaft ein offenes System, thermodynamisch gesehen, da sie Energie und Stoffe durch die membranösen Wände mit ihrer Umgebung austauscht. Jede einfache Zelleinheit schafft das nur mit Hilfe ihrer intrikaten Zellwand, die effektiv und jederzeit ihre Arbeit leistet. Es funktioniert wie eine offene Grenze, die automatisch kontrolliert und reguliert wird. Die Zellentwicklung ist im Detail komplex, aber schauen wir uns jene Entwicklungsstufen an, die die wahrscheinlichsten Schritte sind.

    In den letzten Jahren hat sich die Forschung besonders für Organellen zu interessieren begonnen. Organellen, (von Oparin Koazervate genannt), sind individuelle flüssige Körper in einer Flüssigkeit. Sie formen sich in der flüssigen Phase von Materie/Stoffen, die reich an Makromolekülen ist, (wie Polymere, Proteine, Nukleinsäuren), und sich in unterschiedlichen Flüssigkeit- Flüssigkeit Phasenzuständen befinden und sich somit voneinander separieren. Sie nehmen Tropfenform an (Koazervat Tröpfchen), da ihre Phase eine größere Dichte aufweist, wie die Flüssigkeit, in der sie sich befinden. Sie entstehen spontan durch Selbstorganisation-/montage, nicht durch kovalente Molekülinteraktionen. Diese Makromoleküle gruppieren sich also zusammen, unter Umständen durch elektrostatische oder hydrophobe Kräfte, (nur um zwei Beispiele zu nennen). Und obwohl sie keine Membranen haben, um sie als separate Einheiten deklarieren könnten, sie sind eindeutig separate „Abteilungen“ oder flüssige Gebilde innerhalb der sie umgebenden Flüssigkeit. Es erlaubt eine relativ große und massive Anhäufung von chemischen und/oder organischer Strukturen, wie Viroide, Membranen, Ribosomen und eben jene Organellen, die auch im Zellzytoplasma vorkommen.

    Sidney W. Fox, ein amerikanischer Biochemiker (1912-1998), zeigte in seinem Werk, wie Aminosäuren spontan kleine Ketten (Peptide) bilden, die sich in bestimmten präbiotischen Bedingungen zu langen, und sogar oft vernetzte fadenähnliche Strukturen entwickeln, die als Polypeptid Kügelchen bekannt sind. Fox nannte sie „proteinoid microspheres“ und „protocells“ (Protozellen), womit er sie als primitive Zellen charakterisierte. In seinen Experimenten fand er, daß Phosphorsäure als Katalysator fungierte, was den Prozess der Polymerisation forcierte, mit proteinähnlichen Ketten als Ergebnis. Später fand er ähnliche, aber natürlich entstandene Proteinoide in Lava und Asche von Luftschächten der Vulkane in Hawaii. Man weiß heute, wenn eine wässrige Lösung eine hohe Konzentration von Proteinoiden hat, daß sich die Mikrokügelchen bilden, weil einige Aminosäuren, die in diesen Ketten vorkommen, mehr lipophil sind als andere und sich daher zusammenfinden, in Form deutlich erkennbarer Tropfen, wie das Öltropfen in Wasser tun.

    Fox’s Arbeit unterstützte Oparins Hypothese, die besagt, daß „einfache (Bio-) Bausteine“ unter entsprechenden lokalen Bedingungen durch ihre eigene Selbstmontage zu komplexen, zellartigen Strukturen anwachsen können. Organellen, auch als biomolekulares Kondensat bezeichnet, können in eine mehr solide Form übergehen; vor allem durch ‚Reifung‘ und durch die wachsenden Aufgaben, die sie erfüllen, speziell im Bereich der Genexpression und Signalvermittlung. Seit Oparin haben viele andere Wissenschaftler, unabhängig von ihm, aufzeigen und nachweisen können, wie sich aus der „Chemikaliensuppe“, reich an präbiotischem Material aus einfachen organischen Molekülen und Verbindungen, den sogenannten Bausteinen, organisches Leben synthetisiert, mit immer komplexer werdenden Strukturen, wie Zellen.

    Organellen sind wahrscheinlich das Sprungbrett für die Zellentwicklung, aber sicherlich tragen auch viele andere, simultan verlaufende Prozesse zur Evolution organischen Lebens bei. Wie zum Beispiel die Auto-(Selbst-)Katalysatoren, Substanzen, die die Eigenproduktion ermöglichen, die sogenannten „Molekularreplikatoren“, die man in den biologischen Mikro- und Makromolekülen findet. Oder andere Systeme der Selbstreplikation, evident in Micellen und Vesicula (Bläschen), – kurz gesagt: Es gibt keine Exklusivität.

    Gemäß der offiziellen Definition von Leben, in diesem Fall Zellen, Metabolismus ist ein Kriterium, das erfüllt sein muß, um sich als Lebensform, in diesem Zellen, zu qualifizieren. Die Hypthese, daß dieser allem voran etabliert sein muß, ist logisch. Günter Wächterhäuser, deutscher Chemiker, vertrat die These, daß der Metabolismus noch vor der Genetik seinen Platz gefunden haben mußte, da schließlich nichts ohne Energie geschehen kann. Nur durch eine ist Evolution, eben Leben möglich. Das gilt für jede Art Fortpflanzung, was im Sinne eines Organismus einfache Überleben heißt. Energiezufuhr ist derart wichtig, daß nicht nur erfolgreiche Strategien entwickelt werden mußten, sondern diese auch bewahrt und an die nächste Generation weitergegeben werden. Aber noch ein anderes Kriterium muß erfüllt werden, soll eine biologisch aktive Einheit als Organismus gelten: Das bioaktive Kompositum muß demonstrieren, etwas Eigenständiges zu sein. Es muß sich somit von seiner Umgebung abgrenzen und beweisen, selbständig leben zu können. Das, und nur das, macht ein aktives biologisches Makromolekül offiziell zu einer allgemein anerkannten eigenen Lebensform. Und natürlich stimmt das nur bedingt, (- entsprechend dem Sinn des Artikels).

    Das Prinzip der Energieversorgung ist systematisiert. Es hat seine Basis im Ausgleich von Unterschieden, wie unterschiedlicher Konzentrationen, unterschiedlich elektrochemische/ elektrische Ladungen, etc., was immer heißt, Stoffe werden von einem Medium in das andere gebracht und das in bestimmter Richtung entlang der Bahnen, die vom Höheren zum Niedrigeren fließen. Nicht nur in der anorganischen Physik, eben auch in biologischen Systemen, sorgen Inhaltsunterschiede für den Stofftransport entlang von Gradienten und/oder mit Hilfe elektrostatischer Kräfte, die Anionen in die eine und Kationen in die andere Richtung treiben. Der einzigartige und grundlegende Zweck der Gradienten Bahn ist die Herstellung einer Balance, einer Homöostase, eines Equilibriums. Während Gradienten Wegbereiter für das Leben sind und dafür sorgen, es zu erhalten, indem sie Energie bereitstellen, das Ziel ist immer einen Gleichgewichtszustand zu erreichen, oder zumindest einen Zustand, in dem für Energie der geringste Bedarf besteht. Das psychologische und moralische Äquivalent des Gleichgewichts sind daher Friede, und Gewissen; das spirituelle Äquivalent sind Himmel/Paradies, oder Nirvana, oder, so sieht es zumindest Sozieterna, es ist der ultimative Höhepunkt der Differenzierung, der Endpunkt der Evolution. Fragt man den Menschen, was er wirklich will, sagt er, er will Liebe, Frieden, inneres Glück. Er will in den Himmel, ins Paradies oder was immer er sich unter dem ungetrübten Glücklichsein so vorstellt. Danach strebt er und es ist ihm nichts zu viel, nichts zu mühsam, nichts zu teuer, – er tut alles dafür, egal ob richtig oder falsch, nichts bringt ihn ab davon, dieses Glück, diesen inneren Frieden, diesen seligen Ruhezustand zu suchen und zu finden. Ob anorganisch, organisch, spirituell, – es ist immer dasselbe Streben, nach Einheit, Harmonie, Glückseligkeit.

    Mit der Energieversorgung gesichert, das Bilden einer biologischen Einheit geht Hand in Hand mit der Entwicklung von (Zell-) funktionsfähigen Membranen, denn es genügt nicht, vulnerable Abgrenzungen zu haben. Ohne „solide“ Wände, gibt es keine eigenständigen Organismen, zumindest nicht in der Form, wie wir sie kennen. Offensichtlich sind die Phospholipid Membranen die beste Lösung, da sie am erfolgreichsten den Anforderungen nachkommen. Ob, oder wie viele andere erfolgreiche Methoden es gegeben hat, den Umständen der Erde entsprechend, werden wir wohl nie wissen, hängt die Entwicklung eines Organismus doch von den äußeren Umständen ab, wie er diese nützt und sich an sie anpaßt, und wieviel Zeit ihm dafür gegeben ist. Änderungen der Umwelt, wenn massiv und/oder zu plötzlich, sind logischerweise für einzelne, oder eben für alle etablierten Lebensformen ein Todesurteil. Fossilien, der Erde’s biologische Geschichtsbücher, können leider nur bedingt enthüllen, was es zu enthüllen gäbe. Der planetaren Evolution jedoch ist zu entnehmen, daß auch die Vielfalt unserer derzeitigen Lebensformen, nicht für immer erhalten werden können. Zweifellos trägt das menschliche Verhalten dazu bei, die ohnehin laufenden Umweltveränderungen, zu beschleunigen, was dazu führt, daß die Natur, samt den Organismen, die sie hervorgebracht hat, nicht länger, oder gar schnell genug adaptieren kann. Die nötige Balance, oder Homöostase für das Leben, so wie wir es kennen, ist damit gefährdet. Wir verlieren ohnehin schon Leben, Stück für Stück, aber es wird zur völligen Vernichtung führen, sollte der Mensch seine destruktiven Verhaltensweisen nicht ändern. Niemand wird je davon berichten, was wirklich stattgefunden hat, denn sollte sich wieder neues intelligentes Leben entwickeln, bis zu diesem Zeitpunkt wird nicht viel übrig sein von dem, das man studieren könnte, oder Einsicht geben würde, in das, was einmal war.

    Doch zurück zum Thema Zellen und Membranen, das heißt zu den Proteinoiden und der Entwicklung von Protobionten, oder Protozellen (Vorläufer der Zellen), dem evolutionären Schritt vom anorganischen zum organischen. Sie waren die ersten, das Basismodell. Mit Metabolismus und Replikation etabliert, die Bildung eines unabhängigen „autokatalytischen Teilsystems“ ist eine Konsequenz, nicht Zufall. Der ungarische Biologie Theoretiker Tibor Ganti nannte diese Protozellen ‚Chemotons‘ und propagierte sie als den „Letzten Universellen Gemeinsamen Vorfahren“ („Last Universal Common Ancestor = LUCA“). Die generelle biologisch/philosophische Schlußfolgerung ist, daß jegliches System (oder Einheit), dieser Art, als ‚lebend‘ zu bezeichnen sei, da es als evolutionäre Einheit, dem natürlichen Selektionsprozess unterworfen ist. In der Tat! Die Erde hat uns geboren, großgezogen, und gibt uns alles, was wir brauchen, um zu leben und zu gedeihen.

    Schauen wir uns nun die Zellmembranen, (Phospholipide), etwas genauer an. Sie haben sich höchst wahrscheinlich aus den amphiphilen (hydrophob und hydrophil) Makromolekülen entwickelt. Gleich Lipiden formen sie in einer wässrigen Lösung ihrer Natur entsprechend Vesikel, ein-, oder mehrlamellare Liposomen (Fettbläschen), deren wässriger Inhalt meist, oder vorwiegend, von den überaus wichtigen zweischichtigen Lipidmembranen umgeben ist, die sich schließlich zu den uns bekannten Zellwänden entwickeln. Sie sind die einzige zelluläre Struktur, die allen Zellen eigen ist und somit in allen Zellen, aller aus Zellen bestehenden Organismen, vorhanden ist. Diese Membranen haben, wie schon ausgeführt, eine Dualfunktion: Zum einen als Barriere, die zwischen ‚zwei Welten‘ steht, im Sinne von Schutz und Grenzen. Zum anderen als Vermittler, deren Rolle der Austausch von Stoffen ist, dem die Barriere ohne Hilfe hinderlich wäre. Amphiphile Moleküle sind dafür besonders geeignet, da sie in den zweischichtigen Membranen so angelegt sind, daß sie, gemäß ihrer Eigenschaft, sich mit wässrigen sowie fettigen Substanzen verbinden können und damit den Transport von Stoffen durch die Membranbarriere gewährleisten, während der interne Zell Raum ungestört seinen internen Aufgaben nachkommen kann, (inklusive der artspezifischen Fortpflanzung). Eine wunderbare Demonstration ist die Schwangerschaft, denn eine Zelle ist wie der ‚Bauch‘ einer Frau. Die Analogie mag dem Verständnis dienen, was Protozellen für die Entwicklung organischen Lebens wirklich bedeuten. Freilich, Leben gibt es schon vorher, doch im beschränkten Raum einer Zelle, wird Leben gepflegt und gefördert. Es animiert die Zelle zur weiteren Entwicklung ihrer selbst und Leben schlechthin.

    Es ist natürlich völlig unmöglich im Rahmen dieses Artikels auf die Details biochemischer und geo-biologischer Vorgänge einzugehen, doch es ist zu hoffen, daß zumindest die Zweifel an der Fähigkeit unserer Erde behoben werden können, nämlich daß sie die perfekten Zutaten für die Entstehung organischen Lebens besitzt und für dessen Differenzierung in all seiner Vielfalt und Herrlichkeit sorgt. Es ist dabei gar nicht wichtig, ob Wissenschaftler die vulkanischen Tiefseeschächte als den Ursprung organischen Lebens sehen, oder die Heißwassertümpel in der frühen Erdkruste. Beide haben ihre Verdienste. Die alkalinen Schächte sind reich an Mineralien und schaffen elektrochemische Gradienten, die den entstehenden anorganischen Verbindungen genug Energie liefern, so dass sich mineralstoffliche Einheiten mit autokatalytischen Eigenschaften bilden können. Man kann diese als nicht organische Vorläufer der späteren Zelleinheiten sehen, da sie das Material und die Fähigkeit haben, Membranen aufzubauen. So finden sich höchst einfache Zellwände in den freilebenden Prokaryoten, den Mikro-Organismen, sowie den Bakterien und Archaea, die in diesen Schächten leben.

    Spezielle Aufmerksamkeit muß man den Archaea geben. Sie haben mehr mit Eukaryoten gemeinsam, (zu denen wir gehören), als mit Bakterien. Sie haben Ähnlichkeiten mit unseren Genen und teilen auch diverse Wege mit uns, speziell im Bereich der Enzyme für Gen Translation und Transkription. Sie sind überhaupt die zahlreichsten aller Mikrobiota und spielen eine Hauptrolle im Leben unserer Erde, ja sogar im Mikrobiom des menschlichen Verdauungstrakts. Als sie zum ersten Mal entdeckt wurden, nannte man sie Extremophile, da sie unter Bedingungen existierten, die man bis dahin als lebensunfähig hielt. Aber man stellte bald fest, daß sie tatsächlich überall waren. Man glaubt nun sogar, daß sie der älteste Organismus aller organischen Lebensformen unserer Erde sind. Obendrein scheinen sie nicht im Geringsten pathologisch, (also krankmachend), zu sein, egal in welcher Form sie auch vorkommen. Im Gegenteil! Sie sind gutmütige, ja nützliche Symbionten. Manche Insekten würden ohne sie nicht einmal existieren. Das gilt durchaus auch für uns Menschen, denn unsere Mitochondrien (Zellbatterien) sind höchstwahrscheinlich Archaea Nachfahren, die ursprünglich von einer Gastzelle zum gegenseitigen Nutzen in die Zelle aufgenommen worden sind, zum Zweck der Zusammenarbeit im Kampf ums Überleben. Natürlich findet man Archaea auch in den Heißwasserpools auf der Erde. Es unterstützt die Annahme, daß die Quelle des organischen Lebens eher doch im Süßwasser liegt, als im Salzwasser des Meeres. Nur, warum nicht in beiden?

    Vom Land geformte Pools, angefüllt mit kondensierten, sich abkühlenden geothermischem Dampf und Gewässer sind chemisch gesehen, der modernen Zelle sehr verwandt, deren Zytoplasma reich ist an Potassium, Zink, Mangan und Phosphat Ionen, genauso wie man das in diesen Tümpeln findet; ist, wohl weniger, aber doch auch, im marinen Milieu zu finden. Aus dem Inneren des Erdmantels stammend, angehäuft in den brodelnden Wasserbecken, im Laufe der Zeit zu einer passenden Temperatur abgekühlt, das sind die geeignetsten Brutstätten, wo sich in den unterschiedlichsten Spalten, Ritzen, Löchern und Höhlen, die anorganischen Mineralien ansammeln können, katalysieren und zu organischen Molekülen aufbauen und zu Mikrosphären synthetisieren. Es gibt genug Ingredienzien und es herrschen die besten Bedingungen, die den Prozess auch noch beschleunigen. Es ist die wunderbare Konzerthalle, wo ein fein gestimmtes Symphonie Orchester zum Crescendo aufspielt. Wir wissen, (sieh oben), Montmorillonit Lehm kann RNS bilden, kann Lipide zur Bildung von Membranen führen, Fettsäuren zu Micellen verändern, und Vesikel transformieren, – und das allein deswegen, weil die Tümpel und die speziell feine Tonerde besonders großartige Katalysatorqualität haben.

    Die Komplexität dieser Prozesse ist faszinierender als jeder Thriller. In die entsprechende und leicht zugängige Literatur einzutauchen, ist die Sache wert, da dieser Artikel wirklich nur die Prinzipien des Lebens klarzulegen versucht und Details nur im „Vorbeigehen“ streift. Die Absicht des Artikels ist nun mal die Korrektur der Definition des Lebens und eine prinzipielle Übersicht über seine drei individuellen Kategorien. Der interessierte Leser kann jene Punkte recherchieren, für die er ein besonderes Interesse hat. Daß der Artikel speziell organisches Leben ins Auge gefaßt hat, ist nicht darauf zurückzuführen, weil diese Kategorie interessanter wäre, als die zwei anderen, sondern nur, um die allgemein aufrecht gehaltene Definition des Lebens zur Debatte zu stellen, sowie die Kriterien zu untersuchen, ob, oder nicht, und wie unser Planet der Ursprung unseres Lebens sein könnte. Die Herkunft organischen Lebens ist noch immer eine offene Frage, trotz genügender Evidenz, daß unsere Erde die beste Kandidatin ist. Sozieterna ist der Meinung, daß eine relevante Definition des Lebens dem Menschen helfen würde, seine Existenz in einem neuen Licht zu sehen und diese auch besser zu verstehen. In dem man Tatsachen, Beweise und die höchst wahrscheinlichen Argumente zusammenfaßt, kann man sehr wohl, so ist zu hoffen, die Revision der Definition des Lebens rechtfertigen, und auf jenes Niveau bringen, das das Leben verdient.

    Anorganisches Leben kann unsere Phantasie leider nicht im gleichen Sinne gefangen nehmen, wie organisches Leben es kann, einfach deswegen, weil wir Leben mit unseren Sinnen wahrnehmen. Nur dadurch werden wir uns seiner verblüffender Größenordnung bewußt. Doch um fair zu bleiben, wir starren bewundernd zum Mond und in die Sterne. Trotzdem sind nur wenige bereit, die Welt der Materie an sich erforschen zu wollen. Mit unserem Intellekt versuchen wir sie zwar zu verstehen, doch begrenzt bei evolutionären Schranken, heißt das eben, unser Verstand ist immer im Rückstand. Er muß immer auf- und nachholen, aus dem einfachen Grund, daß Wissen (Verständnis) und Einsicht (Integration von Wissen), nicht dasselbe sind. Freilich, das Auftreten zellulären Lebens war unbestritten ein markanter Meilenstein im evolutionären Geschehen, das der Materie, und schließlich uns als Spezie, die Gelegenheit gibt, die großen Fragen des Lebens überhaupt erst mal zu stellen, immer in der Hoffnung sie auch beantworten zu können. Leider führt anorganisches Leben ein Schattendasein, weil es nicht einmal als Leben akzeptiert wird, trotzdem es Leben ist. Doch verrichtete es ungestört seine Arbeit, eingehüllt in Geheimnis, bis schließlich mit der Neugier der Wissenschaft das Forschen begann. Sonne, Mond und Sterne haben unsere Tage und Nächte erhellt, fortwährend darauf hinweisend, daß anorganisches Leben sich nie versteckt hat, nur wußten wir damit nichts anzufangen. Und, in der nach wie vor bestehenden Ignoranz kämpft der Mensch noch immer mit seinem Verstand, obwohl er nun endlich zulassen kann, daß Evolution vielleicht nicht nur als lineare Entwicklung zu sehen ist, sondern mehrdimensional ist, grad so, wie das organische Leben ihm das mit seinen vielgestaltigen Organismen zeigt. Evolution ist wie ein Baum mit Zweigen, die vom Hauptstamm in andere Sphären eindringen.

    Mit der Zelle sind die Weichen im evolutionären Weg organischen Lebens gestellt. Dessen Entfaltung kann man visuell im abstrakten „Baum des Lebens“ darstellen und das Konzept studieren. Das wird hier nicht weiters verfolgt, da die Geschichte organischen Lebens nicht das Thema ist. Eines muß jedoch hervorgehoben werden, nämlich, daß anorganisches Leben nie seinen Einfluß hat, noch verlieren wird. Er kann gar nicht verloren gehen. Und, daß Kategorien, oder das Kompartmentalisieren, einen Zweck erfüllt, als Werkzeug für unser Verständnis, und als vergnüglicher Zeitvertreib.

    Doch das Ziel ist die Wiederherstellung der Harmonie, der Unifikation, die Vereinigung, im Gegensatz zu Spaltung, nachdem nicht nur die Natur strebt, sondern erst recht der Mensch. Der wahre Wissenschaftler mag einen Vorteil gegenüber anderen Menschen haben, da er im weiteren Sinne, den Zauber des Lebens auch mit dem Verstand, nicht nur gefühlsmäßig erfassen kann. Doch das hat keine Allgemeingültigkeit. Zu viele von ihnen gehen in den Details verloren, grad so gut wie der Rest. (3.Teil folgt).

  • Ueber……Gedanken zum vergangenen 2021

    Eigentlich ist ueber 2021 nicht viel zu sagen, ausser dass es eine Fortsetzunt des miserablen 2019 and 2020 war. Das einzig Positive ist, dass nun wesentlich mehr Menschen zum Verlust der Freiheit und Demokratie aufgewacht sind, die ihnen von den diversen Regierungen, die sie gewaehlt haben, einfach entzogen worden sind. Und das unter falschem Vorwand und Gruenden, die keine Glaubwuerdigkeit haben. Viele verstehen nun, dass man sie verraten und verkauft hat und leiden unter den haarstraeubenden Massnahmen, die ihnen diese selbstgenehmigten Machthaber und Buerokraten aufhalsen.
    In meiner 2019 Jahresbetrachtung habe ich darauf hingewiesen, dass man ScoMo, dem damals noch etwas frisch gewaehlten australischen PM, nie uneingeschraenkt die Macht geben sollte, da er unweigerlich das Land in den Abgrund treiben wuerde. Und so tat er das denn auch, umgehend und mit Begeisterung, verfuehrt bei Macht und in Verblendung. Er ging mit seinen Dienern sofort daran, Volk und Land anderen Interessenten zu ueberlassen, anstatt fuer seine Heimat zu sorgen, oder zumindest mit offenen Karten zu spielen. Aber das ist nicht sein Charakter und dem gemaess laesst er auch den anderen machthungrigen und kaltbluetigen Polithengsten die schmutzige Arbeit tun, waehrend er sich hinter ihnen versteckt. Nun stehen wir aber vor Neuwahlen und natuerlich kommt er jetzt wieder aus dem Dunkel und versucht sich mit Suessgewaesch bei den Waehlern schoen zu reden. Aber solche Politiker gibt es nicht nur in Australien. Andere Laender haben auch so ihre korrupten Falschspieler. Tatsaechlich ist das Problem weltweit verbreitet.
    Natuerlich, der verrottete Sumpf dieser Art Regierungen muss trockengelegt werden und zwar gruendlich. Nur wird das nicht einfach vor sich gehen. Zum einen gibt es noch immer genug Blinde und Taube, die sich mit den Noetigern abfinden und jene, die sich gern und ganz bewusst mit im Dreck suhlen. Zum anderen sind da aber noch mehr Stillschweigende, Aengstliche und, freiwillig oder genoetigt, Gehorsame, was die notwendige Ausraeumung erschwert, wenn nicht gar unmoeglich macht. Wahlen sind leider auch keine Garantie. Sie koennen manipuliert werden, oder gar aufgeschoben, oder untersagt. Mit vorliegenden Notstandsgesetzen, die man schnellsten durchboxt und verlaengert, kann jede Regierung Wahlen verhindern, unter dem Mantel der Gefaehrdung der Sicherheit des Volkes. Aus welchen Gruenden auch immer man den Notstand ausgerufen hat, ist belanglos, denn man erfindet einfach Gruende, die man sich nicht einmal vorstellen kann, schon garnicht in einer Demokratie. Aber ach, wir haben ja gar keine Demokratie mehr, trotzdem das noch immer viele glauben wollen.
    Tatsaechlich fehlen mir die Worte, mich ueber diese schamlose Situation zu aeussern, doch kann ich sehr wohl fuer uns Sozieternas sprechen. Als die “ewige Gesellschaft” die wir sind, haben wir sowas immer und immer wieder erlebt. Und nun sind wir eben wieder wie gehabt in Zeiten der Verfolgung. Neue Hexenjagd, Verbrennen am Scheiterhaufen, neues Vergasen in Konzentrationslagern, wieder gibt es Gejagte und Verjagte, wie das eben so ist, wenn Tyrannen, oder eben das Boese, den Thron besteigt. Wie immer wird eine Minderheit der Feind, das Ungeziefer, Verlauste und Verseuchte, die die braven Buerger infizieren, mit was auch immer. Wir sind die Kriminellen, die man wegsperren muss, die Asozialen, die man besser ausrottet, weil wir nur Unruhe stiften und den Staat gefaehrden. Und, wir verdienen nichts anderes, denn wir sind schliesslich unbelehrbar und kennen den Gehorsam nicht. Wir sind der Virus, der nicht auszurotten ist und schuld daran, dass der normale Buerger leidet.
    Zugegeben, da ist was Wahres dran, denn wir geben nicht nach, noch auf, und natuerlich sind wir nicht gehorsam. Wir waren und werden immer gegen Tyrannei sein, immer fuer Wahrheit, Freiheit und Gerechtigkeit, fuer alle, auch wenn es dabei Martyr gibt, viele Opfer und viele Verwundete, unter uns, aber auch unter denjenigen, die sich diesen Irrsinn gefallen lassen.
    Doch verlieren wir nicht die Perspektive: Das Boese war schon lange gewachsen, freilich in einer verfuehrerischen Kleidung, die nicht gleich erkennen laesst, was sich darunter verbirgt. Und so waechst es eben, zwar mit steigenden Hinweisen auf seine faulen Absichten, aber noch immer versteckt, bis diese dann ploetzlich, und wirklich nicht mehr, zu uebersehen sind. Dann ist es allerdings hoechst an der Zeit zu handeln, will man verhindern, dass es sich zum Monster entwickelt. Leider werden Alarmglocken meist ueberhoert und Warnungen auch nie Ernst genommen. Das geschieht erst, wenn sich das Boese bereits in allen wichtigen Schluesselstellen eingenistet hat, genauso, wie das eben jetzt der Fall ist. Nun gibt es zwar ein Erwachen, doch leider noch immer nicht in jener Zahl, das der Medusa den Garaus machen wuerde. Aber mit Halbherzigkeit geht da garnichts. denn sie toetet nicht, weil sie Hunger hat, sondern aus Gier und kalter Gesinnung. Laesst man sie angekratzt weiter walten, wird sie erst recht zum wuetenden Biest. Praktisch heisst das aber, dass die Verzweiflung der Menschen gross genug werden muss, bevor er zum Handeln entschlossen ist. Das mag dann mit Gewalt und Krieg einhergehen. Der Tod ist dann keine Barriere mehr. Man stirbt naemlich so oder so.
    Was wir also haben, ist tatsaechlich ein Kampf zwischen Gut und Boese und zwar in einem Ausmass, wie wir es noch nie gesehen haben. Und es wird auch nichts dergleichen wieder geben. Es hat sich naemlich ein dritter Spieler eingemischt. Ob viele die Wichtigkeit dessen erkennen oder auch nicht, ist geradezu unwichtig, denn letztenendes wird es dieser sein, der den Sieg davontraegt. Ich spreche von der Natur und unserem Planeten, die das Boese derart totgeschunden hat, dass der “Punkt der Umkehr” bereits ueberschritten worden ist. Die Apokalypse ist gewiss, sollte das Boese gewinnen, aber auch ein Sieg des Guten wird kein Honiglecken sein, sollte es tatsaechlich die Schinder loswerden.
    Wie auch immer! Gut und Boese sind ein Gebilde des Geistes, das als solches allerdings eine Qualitaet hat, die weder in diesem noch jenem Leben verloren geht. Es behaelt seine Gueltigkeit bis hin in den Zustand der Transzendenz conceptionalem Bewusstseins, wo der Gedanke Realitaet ist. Das heisst, auch auf der mental/spirituellen Ebene, dem ‘Reich des Geistes’, geht der Kampf weiter, unabhaengig von der materiellen Existenz, Erde und Mensch mit eingeschlossen.
    Es ist hoechste Zeit, dass wir lernen, wie unsinnig, ja einfaeltig dieser Kampf ist. Es ist ein voellig fruchtloses Unternehmen, da es immer nur einen Ausgleich geben kann, nie einen Gewinn. Gut und Boese gehoeren naemlich zusammen, wie Tag und Nacht. Leben kann nur in einem Equilibrium existieren, es bedarf der Homeostase, ist also ein Akt der Balance. Beide, Gut und Boese, die positiven und negativen Kraefte der Natur, sind eine Voraussetzung fuer alle Existenz. Ohne sie gibt es weder Erde noch den Menschen. Erinnere dich der Kaulquappe! Sie wuerde sich nie zum Frosch entwickeln, wuerde sie im fuer sie perfekten Milieu leben, in diesem Fall das Wasser ihres Tuempels. Nur durch die Herausforderung der wenig idealen Bedingungen kann die Kaulquappe ihre eigentliche Potenz erreichen, naemlich die, ein Frosch zu sein.
    Darum, und in jeder Hinsicht, es gibt immer das Gute und Boese, nur muss die Balance gehalten werden. Tipped die Waage auf die eine oder oder andere Seite, ist es mit Leben und Entwicklung vorbei. Aber! Und das ist der Punkt: Das Boese darf sich nie zum Monster entwickeln duerfen. Es muss stets unter Aufsicht sein, da es sonst seine konstruktive Qualitaet verliert. Es bedarf der konstanten Aufmerksamkeit, denn es liegt in seiner Natur, zerstoerend zu werden, laesst man es frei walten. Uebersieht man seine schleichende Art, hat man ueber kurz oder lang einen formidablen Feind, dem man unter Umstaenden nicht mehr los werden kann.
    Was heisst das aber nun fuer 2022? Das haengt einzig und allein vom Volk ab. Das Volk hat die Macht mit den wenigen ueblen Koepfen, die die Macht an sich gerissen haben, fertig zu werden. Es ist reine Physik. Die Masse ist traege, doch wenn sie einmal ins Rollen kommt, dann ist sie nicht aufzuhalten. Daher hat jeder Potentat Angst vor ihr. Aber diese Kraft ist jetzt noetig, um das Boese in seine Schranken zu weisen. Wir muessen allerdings akzeptieren, dass wir immer mit dem Boesen leben. Nur duerfen wir eben nie nachlaessig werden, unseren Partner gewaehren lassen, wie er will. Koennen wir das, dann mag er die Wuerze des Lebens sein. Doch er hat keine Gewissenbisse und wird sich immer ueber uns hinwegsetzen, sollten wir das erlauben.
    Also lasst uns stark sein und einig in unserer Arbeit, den faulen Sumpf auszutrocknen. Lasst uns Neues schaffen, mit mehr Weisheit und Einsicht, mehr Liebe und Sorgfalt, fuer alles und jedem. Und moege es nicht zu spaet sein fuer das Gute, auf dass die Natur sich auch noch reparieren kann.

  • Ueber…End of Year 2020 Sozieterna Treffen

    Was fuer ein Jahr, 2020! Ich persoenlich kann mich nicht beklagen, ausser dass ich viel zu beschaeftigt war, aber die Ereignisse generell waren katastrophal und haben weitreichende Konsequenzen fuer uns alle.

    Sozieterna’s Jahrestreffen hatte wie immer als Teil der Anliegen, den Rueckblick auf das vergangene Jahr auf dem Programm. Die derzeit daraus gezogenen Schluesse sind leider traurig, denn alle waren sich einig, dass wir einfach akzeptieren muessen, dass jeglicher Versuch die Balance zum Fortbestand des Lebens, so wie wir es kennen, erfolglos geblieben ist und auch wenig Aussicht fuer die Gesundheit des gesamten Planeten besteht. Die Waage der positiven und negativen Kraefte ist derart auf der negativen Seite beladen, dass es unmoeglich ist, das Gleichgewicht, unter den gegebenen Umstaenden, wieder her zu stellen.

    Wir sind uns nun darin einig, dass die Menschengattung einfach nicht genug Intelligenz hat, um ihr volles Potential erreichen zu koennen, denn das bisschen Intelligenz, das sie hat, ist nicht auf Wachstum ausgerichtet. Es fehlt an Einsicht und Vernunft und es besteht kein Interesse, den Fortbestand sichern zu wollen. Das heisst, der Mensch scheint nicht zu verstehen, was es braucht, um als Art ueberhaupt ueberleben zu koennen. Er ist daher unweigerlich, auf dem Kurs der Selbstzerstoerung und nimmt alles rundum gleich mit.

    2020 hat den Aufruhr und den Protest der Natur deutlich gezeigt, doch was tut der Mensch? Nichts, nichts an wirklich konstruktiven Aktionen, sondern noch mehr an fadenscheinigen Pseudoaktionen, die nicht einmal erwaehnenswert sind. Politiker, Regierungen sind aber nicht mehr wie das Produkt ihrer Gattungsart und die hat sich eben dem Untergang verschrieben. In der Sprache der Moral heisst das nichts anderes, als dass das Schlechte sich so verbreiten konnte, dass es nun dominiert. Es kann nun seine Sucht nach persoenlichem Gewinn ungeniert ausleben, trotz der offensichtlichen Zerstoerung, die damit verbunden ist. In der Tat, das Schlechte ist nun so allgemein, dass es, trotzdem es jeder sehen kann, ohne Konsequenzen bleibt. Dieser Ast im Lebensbaum, den wir Mensch nennen, muss absterben, ist er doch faul von innen her und kann mit bestem Willen, nicht geheilt werden, zu gross ist der Schaden. Interessanterweise, selbst der „hoch“ intelligente Mensch scheint nicht mitzukriegen, dass es kein Entkommen gibt. Die Flucht vom Planeten Erde ist eine Illusion. Ein neues Leben auf dem Mond, Mars oder was auch immer, in der Weite des Universums? Gut Glueck! Das sind keine Orte von Huelle und Fuelle, wie das die Erde einmal war, bevor der Mensch sie ruiniert hat.

    Aber so ist es nun mal, wenn man die Balance, den „ph“ Wert des Lebens nicht im akzeptablen Bereich der Toleranzweite aufrecht erhaelt. Sozieterna weiss, es wird andere Gelegenheiten geben, fuer eine andere Gattung, die besser geeignet ist, sich in der Welt von Zeit und Materie zu entwickeln; und das nicht nur als Zeichen seiner Ueberlebenskapazitaet, sondern darueber hinaus, naemlich auch um jenes Potential zu erlangen, nach dem alles Lebens ausgerichtet ist und anstrebt. Es mag allerdings nicht auf dem Planeten Erde sein. Das Universum ist jedenfalls gross genug und es hat genug Moeglichkeiten, etwas wirklich Spezielles hervorzubringen. Nur eines ist sicher, unsere Menschengattung ist es nicht, denn weder respektiert, noch liebt sie das Leben, noch ist sie offen fuer Weisheit oder auch nur Einsicht. Doch nichts, das im Misshandeln und Toeten Vergnuegen findet, wird jemals etwas Grossartiges als Erbe hinterlassen koennen.

    In der Tat, es war und ist mehr wie laecherlich, sich die Slogans der Regierungen in der Corona pandemic anzuhoeren. Sie wollen Leben retten? Welches Leben? Sie toeten Leben, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Leben retten wollen sieht naemlich ganz anders aus. Aber sie toeten auch alles andere, wie z.B Demokratie. Und nun noch etwas zum toedlichen Virus: In Australien gab es zwischen Maerz und September 908 Tote im Zusammenhang mit dem Corona Virus, aber es gab 2000 Selbstmorde!

    Sind nun die Politiker die Uebeltaeter, weil sie eben die Macht haben und offensichtlich tun und lassen, wie es ihnen in den Kram passt? Leider nein! Die Macht liegt in der Masse, die aber gerne die Macht anderen ueberlaesst, weil es eben bequemer ist. Ausserdem und obendrein, haben die meisten Politiker weniger Intelligenz wie sie Egoismus haben und sie haben schon gar kein Interesse an jenem Volk, das sie nicht waehlt. Wie sollte unter solchen Bedingungen je was Gesundes gedeihen, oder der Fortschritt gewaehrleisten, dass er der Menschheit die Moeglichkeit gibt, jenes Ziel zu erlangen, nach dem die Intelligenz fieberhaft sucht, naemlich den Zustand der absoluten Bewusstheit, auch Omnipotenz genannt.

    Auch unsere Webseite wurde wieder unter die Lupe genommen, in wiefern sie eigentlich sinnvoll ist. Nun, fuer Sozieterna ist sie es nicht, aber niemand hat was dagegen, will ich sie weiterfuehren. Da ich nun doch glaube, dass sie einen Zweck erfuellt, werde ich sie auch weiterfuehren, solange ich ihrer eben nicht muede bin. Freilich, es ist keine Webseite die eben der Unterhaltung dient, also fuer Leute, die den Alltag vergessen wollen, sondern sie ist fuer Menschen, denen das Denken Spass macht, die neugierig sind und offen fuer das Neue und Unbekannte. Kurz gesagt, die Welt zu zeigen, wie sie ist, Gefuehle aufzuwuehlen, mit Charakteren einer Novelle zu sympathisieren oder auch nicht, oder sich an einer fiktiven Welt zu delektieren, das hat diese Webseite nicht im Auge. Aber zum Denken gibt sie genug Anlass, wenn der Leser bereit ist, sich die Zeit zu nehmen um sich Zeile fuer Zeile treiben zu lassen, wie in einem Boot auf einem breitem Strom. Der Schnell-Leser wird in den Fluten untergehen und der „hoch“ Gebildete wird es als zu simpel abtun, denn sich treiben lassen, liegt ihm nicht. Nur, mein Anliegen ist nicht, mir das Lob der etablierten Gesellschaft einzuheimsen, das liegt mir fern, denn deren Lob ist kein Aushaengeschild, auf das ich Wert lege, und Sozieterna schon garnicht.

    Was unser jaehrliches Treffen noch behandelt hat, ist fuer den Leser gewiss nicht von Interesse, handelt es sich doch nur um interne Angelegenheiten, sowie Wuensche fuer 2021. Fest steht, dass Sozieterna keine Aenderungen vornehmen muss, denn sie tun ohnehin alles entsprechend den Prinzipien, die sie zu Sozieternas macht. Die Sorge um das Wohl aller ist immer ein wichtiger Aspekt, wie koennte das schon anders sein, doch als Minderheit ist es schon klar, dass was auch immer wir tun, global wenig Unterschied macht. Auf persoenlicher Basis allerdings ist das anders. Es ist wichtig sich selber treu zu bleiben und sich fuer das Leben einzusetzen, soweit das eben sinnvoll ist.

    Allen unseren Lesern wuenschen wir in diesem Sinne ein gutes und glueckliches 2021. Auf dass Liebe und Natur ihr Leben bereichert, und unsere Webseite immer wieder etwas Interessantes fuer sie bereit haelt.

  • Liebe Ini!

    Liebe Ini!

    Ich bin nicht sicher ob Dich meine Zeilen je erreichen werden. Wie dem auch sei, sie sind fuer Dich bestimmt. Du bist immer in meinen Gedanken, denn ich weiss, Du wanderst in Dunkelheit, zwischen Verzweiflung und Hoffnung. Es tut nichts zur Sache, was Du denkst, was Du Dir wuenscht oder was Du tun sollst oder auch nicht, Du leidest und Du hast Dich in Deine Muschel zurueckgezogen, voll mit Einsamkeit, wo Dich niemand erreichen kann und wo auch niemand ist, der Dir zuhoeren koennte. Selbst Deine Stimme ist nur ein Fluestern, das nicht einmal Du wahrzunehmen vermagst.

    Ich erinnere mich an Dich und Deine Schwester, Zwillinge bei Geburt, aber ach, so verschieden wie Tag und Nacht, Sonne und Mond, oder Lavaregen und Schneegestoeber. Sie war die Sonnenblume, Du die Lilie der Nacht.

    Ich bedaure unendlich, die Gelegenheit versaeumt zu haben, Dich wissen zu lassen, dass Du im Gegensatz zu Deiner Schwester, die Koenigin im samtblauen Nachthimmel warst. Ich habe denselben Fehler gemacht, wie viele andere wahrscheinlich auch, naemlich, Dir zu versichern zu wollen, wie speziell Du seist, anstatt Dich einfach zu beschreiben, wie ich Dich sah; Dein Gesicht der sich stets veraendernde Silbermond, der nach Belieben Licht scheinen liess oder auch nicht; Deine Augenlider, wenn sie sich senkten, gleich Wolken, die Deine elfenbeinerne Wangen kuessten; und Dein Mund ein Zaubertor, hinter dem sich ein Lichtermeer verbarg, aus dem Du Mondlicht stroemen lassen konntest, wie einen wundersamen Wasserfall, der auf die Welt schimmernde Perlen regnete, sodass die Nacht ihre Dunkelheit verlor.

    Ich erinnere mich, dass Du Dich stets im Schatten Deiner Schwester fuehltest, und obwohl jeder Deinen Zauber sehen konnte, niemand, einschliesslich mich, hat Dir deutlich gemacht, welcher Art dieser Zauber war. Das lag wohl daran, dass Tag und Nacht keinen Vergleich gestatten. Auch wenn sie beide wichtig sind und sie sich gegenseitig brauchen, es bleibt dem Einzelnen ueberlassen, ob er das eine oder andere mag. Waehrend der Tag Dinge wachsen laesst, die Nacht laesst alles ruhen, und waehrend der Tag fuer Arbeit sorgt, die Nacht sorgt fuer die Traeume. Wie koennte eines besser als das andere sein, wenn doch beide lebensnotwendig sind?

    Du magst sagen, die Sonne sei so hell, so warm, bringt soviel Freude. Stimmt! Aber der Mond hat Zauber, ist sanft und bringt soviel romantische Gefuehle. Die Koenigin der Nacht ist grad so maechtig, wie die Koenigin des Tages. Allerdings glaube ich, dass mehr Poeten Luna‘s Schoenheit preisen, als sie das mit der Sonne tun. Und warum auch nicht? Hat sie doch einen Koerper der die Erde beleuchtet, wenn die Nacht faellt, traegt sie doch einen sternenbesetzten Umhang, der funkelt, als sei er mit Billionen von Diamanten bestickt, mit einer Schleppe aus Frieden und Ruhe fuer eine hektische Welt, und einem kuehlen Atem, der von der Hitze des Tages Erloesung bringt.

    Waehrend ich hier sitze und schreibe, scheint ein voller Mond auf mich. Er leuchtet unwahrscheinlich stark. Milchig weiss und voll mit Licht, – man koennte meinen, er habe keinen Koerper. Er ist von einer weiten Korona umgeben und, hin und wieder, eilen einzelne Wolken an ihm vorbei, grad so, als vertreibe sie sein Schein. Ich aber bin von Luna‘s Strahlen gefangen. Ihr sanftes Licht liebkost mich, ihre magische Schoenheit verzaubert mich. Und ich denke an Dich.

    Trotzdem nun Dein Licht unter den Schichten Deiner Schmerzen verborgen liegt und Du einen stacheligen Mantel traegst, um Dich zu schuetzen, Du bist, mehr denn je zuvor, verwundbar und verletzlich. Traurigerweise, egal wie sehr Dich andere lieben, ich fuerchte, Du hast Dich selber nie wirklich geliebt, aber das ist es, worauf’s ankommt, alles andere zaehlt nicht viel. Freilich, es hat nicht geholfen, dass der erste Mann Deines Lebens, Dich, sowie Deine Schwester, verlassen hat; nicht weil Du, ihr beide, es nicht wert ward zu bleiben, sondern, weil er nur sich selber schaetzte und fuer nichts und niemanden Sorge trug. Ungluecklicherweise war das Oel fuer Dein emotionales Feuer. Immer Dich selbst bezweifelnd, hat es Deine innersten Aengste bestaetigt, wenn auch nicht der Wahrheit entsprechend, fuer die Du sie aber gehalten hast.

    Warum schreibe ich Dir? Vielleicht ist es der Vollmond, der mich an Dich erinnert. Und doch! Ich denke an Dich auch wenn der Mond nicht scheint, denn Du leidest und ich wuensche von ganzem Herzen, dass Du nicht zu leiden brauchtest.

    Ich sende Dir meine Liebe, aber bitte, finde Deine Liebe auch in Dir selbst.

    J.S. Deine Freundin, immer.

  • Und mehr zu Sozieterna…..

    Sozieterna’s Schritt in die Oeffentlichkeit war nicht unter Zustimmung aller erfolgt. Seitdem ist nun einige Zeit vergangen, doch die Stimmen dagegen haben sich nicht gelegt. Im Gegenteil! Sie sind lauter geworden, denn die damals geaeusserten Bedenken haben sich nicht entkraeften lassen. Abgesehen davon ist die Oeffentlichkeit ohnehin an wesentlich anderen Dingen interessiert. Es stellt sich also die Frage, ob Sozieterna’s Oeffentlichkeitsarbeit tatsaechlich jenen Nutzen bringt, im Interesse allen Lebens, egal ob Sozieterna oder nicht.

    Es wurde zudem darauf hingewiesen, dass man Sozieternas unter Umstaenden als „Aliens“, als Ausser,- oder Ueberirdische-, oder sonstige merkwuerdige Kreaturen missverstehen koennte. Der vorhergegangene Artikel liesse naemlich solche Interpretationen zu, vorallem was den Unterschied zwischen ihnen und den „Erdlingen“ betrifft. Wahrscheinlich bedarf dieser Punkt einer Klarstellung. Auch wenn das zuvor Gesagte seine Richtigkeit hat, diese Art Spekulationen waeren nicht hilfreich. Leider wird es trotz aller Bemuehungen nicht immer zu verhindern sein, dass Missverstaendnisse auftreten, vorallem da diverse Grundlagen und Zusammenhaenge, Kenntnisse voraussetzt, die manchem Leser nicht zur Verfuegung stehen, was dann, anstatt Klarheit zu schaffen, verwirrend sein mag. Sozieterna ist jedenfalls gerne bereit, darauf einzugehen, oder Fragen zu beantworten, sollte jemand Fragen haben. Der heutige Artikel dient einem solchen Zweck der Klaerung.

    Am besten ist es, mit der Feststellung zu beginnen: Sozieternas sind Menschen dieser Erde, so wie alle Menschen, die Nicht-Sozieternas sind, hier geboren, gewachsen und sterblich. In diesem Sinne sind sie ‚Erdlinge‘ wie alle anderen auch. Freilich, das ist zwar ein grundlegender Aspekt, den sie mit ihren Mitmenschen teilen, beschreibt sie aber nur unvollkommen, denn sie sind von anderer Art. Der Artikel wird jenen Unterschied, der sie zu dem macht, was sie sind, weiter untersuchen, und hoffentlich besser verstaendlich machen.

    In diesem Fall ist es unbedingt notwendig, die Frage zu stellen, was oder wie man ‚Mensch‘ definiert. Ist jeder Mensch ein und dasselbe, oder gibt es zwischen den Menschen Unterschiede? Freilich! Mensch ist Mensch, und doch ist jeder anders. Aber warum, oder, warum nicht? Eine Schildkroete ist ein Tier, aber nicht jedes Tier ist eine Schildkroete, es gibt verschiedene Gattungen. Sozieternas sind also eine spezielle Gattung von Mensch.

    Wenn man nach einer Definition sucht, was es heisst Mensch zu sein oder was der Mensch ist, stoesst man unweigerlich auf Probleme, denn bevor man diese Frage ueberhaupt stellt, haengt es bereits davon ab, wie der Fragende sich und seine Welt sieht. Die Definitionen sind daher verschieden, wenn nicht gar „Geschmacksache“. Ist er Tier? Ist er die Krone der Schoepfung? Wie auch immer!

    Vielleicht beginnen wir dann besser damit: Ist der Mensch Materie? Nun, er hat auch Geist, oder? Menschen sind schliesslich intelligent, nicht wahr? Ist der Mensch also durch Materie und Geist charakterisiert? Oder ist da noch was anderes, eine andere Dimension, die ihn erst zum Menschen macht?

    Ah! Menschen haben auch Gefuehle, Emotionen, und jeder ‚weiss‘ natuerlich, dass Intelligenz wenig mit Gefuehlen zu tun hat, oder nicht? Emotionen assoziiert man generell mit einem voellig anderen Aspekt, naemlich mit jenem, der nach wie vor heisse Debatten ausloest. Letzten Endes muss man fragen: Ist es dieser Aspekt, der Menschen erst zum Menschen macht? Ist dieser Aspekt jene Dimension, die man Seele nennt, oder den Lebensgeist (anima), oder was man unter menschlichem Geist schlechthin versteht, zum Unterschied von Tieren?

    In den letzten Jahren hat die moderne industrialisierte Welt, die sich auf Vernunft und Wissenschaft beruft, eine Revision vorgenommen, die es zulaesst, den Menschen als eine Dreifaltigkeit zu sehen, naemlich eine Kombination von Koerper, Geist und Seele. Nicht, dass das wirklich was Neues waere, doch hat man diese Idee, aus verstaendlichen Gruenden, nicht akzeptieren wollen, und viele hadern damit noch immer, aber man ist diesbezueglich weniger besorgt. In einer Demokratie kann schliesslich jeder glauben was er will und die Wissenschaft ist schliesslich auch nicht unfehlbar! Es ist also durchaus moeglich, dass da was Wahres dran ist, nicht wahr?

    Sozieterna hat damit natuerlich kein Problem, denn fuer sie ist Leben schlechthin ein dreidimensionales Konzept: a) ‚Grundsaetzliches, einfaches, Primaeres Leben‘ oder die ‚Basis des Lebens‘; b)‚Organisches Leben‘; und c)‚Bewusstes Leben‘.

    Die BASIS des Lebens ist schlicht und einfach Bewegung. Bewegung i s t Leben. Sobald sich etwas bewegt, hat es Leben. Alles ist in Bewegung, einschliesslich dem Universum, – es ist Leben an sich. So zum Beispiel, hat selbst der Stein Leben. Er besteht naemlich aus Atomen, die sich unentwegt bewegen. In ihm ist also Leben, in ihm ist Energie. Fuer Sozieterna ist er also nicht leblos, trotzdem sein Koerper leblos erscheint. Freilich, der Stein aendert oder bewegt sich nicht von selber. Es bedarf einer externen Kraft. Darum wird ein Stein generell nicht mit Leben assoziiert, hat er doch keine Eigeninitiative, mit der er Leben demonstriert.

    Fuer den Menschen beginnt Leben erst mit ORGANISCHEN Leben, der zweiten Dimension, laut Sozieterna. Da findet man schliesslich jene Objekte, die sich von selber bewegen, ohne fremde Hilfe und fuer alle anderen sichtbar. Aenderung und Bewegung wird vom Objekt initiiert. Ein Koerper, die formal gebundene Materie, hat also ein Eigenleben, das sich durch seine aeusserlich sichtbare Eigenbewegung von seiner ‚leblosen‘ Umwelt, unterscheidet. Leben ist daher nicht innerhalb eines Koerpers verborgen, sondern es demonstriet sich nach aussen. In dieser Dimension regiert das organische Leben. Hier ist dessen Anfang und Evolution. Es enthaelt alles, was der Mensch als lebendig identifiziert, vom Einzeller bis zum Primaten, von der einfachsten Lebensform bis zur hoch spezialisierten, mit all seinen unterschiedlichen emotionellen Ausdrucks- und Verhaltenweisen, und Intelligenz. Es ist alles Bestandteil des Organischen Lebens, einschliesslich der Materie, wenn man bedenkt, dass weder Gefuehle noch Intelligenz ohne die materiellen Voraussetzungen Ausdruck finden wuerden. Es bedarf naemlich der feinen Strukturen und der feinen Substanzen, um jedes organische Leben in hoch spezialisierte, emotionelle und intelligente Wesen mit all ihren beeindruckenden Faehigkeiten zu verwandeln, die diesen Planeten bevoelkern. Mutter Erde hat organisches Leben hervorgebracht; Menschen sind also ein Produkt der Erde, und in diesem Sinne „Erdlinge“. Wie vielen bekannt ist, vertritt auch die Bibel diese Meinung, wurde Adam doch aus Lehm geschaffen. Mehr poetisch ausgedrueckt, ueberraschenderweise von Wissenschaftlern kommend, die nicht gerade fuer ihre poetische Natur bekannt sind, besteht alles Leben aus Sternenstaub. Und so ist es. Alles, einschliesslich Erde, hat seinen Ursprung im kosmischen ‚Staubgewirbel‘.

    Indem Sozieternas stofflich von der Erde geboren und gewachsen sind, fallen sie in die Kategorie Erdlinge, doch der Unterschied zu anderen Erdlingen findet sich in der dritten Dimension des Lebens. Vielleicht waere es einfacher von Sozieternas und Non-Sozieternas zu sprechen, aber wie auch immer man es betrachtet, das hat seine eigenen Fallen. Der Unterschied ist auch kein Werturteil, sondern nur eine qualitative Differenz, die der Beschreibung dient. Es ist ebenso wenig eine Demarkation. Fuer Sozieterna gibt es kein, „das sind wir und das sind die anderen“, doch waere es falsch den Unterschied verleugnen zu wollen.

    Die dritte dimension, ‚BEWUSSTES Leben‘, ist eine sehr spezielle Form des Lebens. Man koennte es stofflich mit Plasma vergleichen, als Versuch, seine Qualitaet verstaendlich zu machen. Es hat naemlich keine formale Struktur oder Form, obwohl es Materie ist und Energie hat. BEWUSSTES LEBEN ist allerdings die ‚Essenz‘ des Lebens, im Kontrast zu organischem Leben, das Sozieterna als den ‚Koerper‘ des Leben bezeichnet. Die Essenz von Leben ist zeitlos, ein Kontinuum. Sind Substanzen bereits feine Materie, eine Essenz ist so fein, dass man sie kaum noch als Materie klassifizieren kann. Sie ist feiner als Gas, und so elusiv, eben Plasma, dass Gas im Vergleich wie grober Stoff erscheint. Man kann es im wahrsten Sinne des Wortes, nicht ‚begreifen‘. Tatsaechlich, wie in der Quantum Physik, wo Partikel, Welle und Welle, Partikel sein koennen, wo Energie gleich Materie ist, mag es formal gestaltet, oder fliessende Energie und Welle sein, kann aber nur in der einen oder anderen Form beobachtet werden. Das ist die Charakteristik dieser Dimension: Leben ist in seiner Erscheinung und Form unbestaendig. In gewisserweise ist es wie die erste Dimension, wo Bewegung Leben ist, mit dem Unterschied, dass Materie und Bewegung dasselbe sind und dass es seine Erscheinung aendern kann. Es i s t Bewegung und h a t Inhalt. Da es der dritte Aspekt des Lebens ist, ist es auch in allem und in jeder Lebensform vorhanden, vom Einfachsten bis zum Komplexen. Sein Anteil ist jedoch abhaengig von der individuellen konstitutionellen Gegebenheit des betreffenden Koerpers. Eine Art des Vergleiches waere: Stein, Pflanze, Tier, – alle haben Lebenskraft, aber offensichtlich nicht im gleichen Mass.

    Sozieterna sieht ‚Bewusstes Leben‘ als feinste, hoechst sublimierte Materie, die alles durchdringt, transzendentiert, umhuellt und einverleibt, wie die Strahlen der Sonne, die radioaktiven Strahlen des Kosmos oder eben auch das Neutrino, das Produkt von Elektron-Proton Kollision und Fusion. ‚Bewusstes Leben‘ ist die Essenz von Materie und die Essenz von Lebens. Seine elusive Natur ist dem Umstand zuzuschreiben, dass es, einmal Partikel, dann wieder Welle ist. Damit verwirrt es den unbedarften Beobachter. Waehrend dessen tanzt es zu den Toenen der kosmischen Vibrationen. BEWUSSTES Leben ist fuer Sozieterna wie ein Teich voll mit Energie und kreativer Essenz, aus dem Lebens aufsteigt, wie Wasser verdunstet. Es ist ultimativ das kollektive kosmische Bewusstsein, sein Atem, wenn man so will, das seine eigenen Gezeiten hat.

    Sozieterna kann die drei Dimensionen des Lebens nicht in einzelne oder gar unabhaengige Teile separieren. Das erfolgt nur zum Zweck der vorliegenden theoretischen Untersuchung des Themas. Es gibt keine alleinstehende und unabhaengige Partei. Alles ist miteinander verwandt, voneinander abhaengig und miteinander verbunden, zum Guten wie Boesen, untrennbar.

    Wie gesagt, die Erde ist ein junger Planet. Erdlinge haben eine junge ‚Seele‘, entwicklungsgeschichtlich gesprochen, aber das exkludiert sie nicht von dem, was das Universum anzubieten hat. Es ist allerdings dem Umstand zu zuschreiben, dass mit dem Altern Erfahrung kommt und damit Weisheit. Jugend ist arm an Erfahrung und daher nicht bekannt, weise zu sein. Freilich, auch wenn es die Ausnahmen gibt, generell ist es den Menschen nicht so leicht moeglich, den ‚Teich‘ des kosmischen Bewusstseins anzuzapfen. Doch es ist moeglich und nicht einmal so selten, wie man glauben moechte. Leider, des oefteren zum Leidwesen der Betroffenen, denn Menschen, die an Engel, Geister, Hellseher oder auch Heiler glauben, werden nicht unbedingt ernst genommen und schon garnicht jene, die sich solcher Kontakte oder Qualitaeten ruehmen. Allerdings ist das oft genug auch gerechtfertigt. Man sollte jedoch nicht den Fehler machen, alles und alle als Humbug oder Scharlatane abzutun. Nach wie vor gibt es naemlich mehr Unwissenheit, als der intelligente Mensch wahrhaben will.

    Sozieterna akzeptiert, dass ‚Bewusstes Leben‘ jede Form oder Gestalt annehmen kann, sichtbar oder nicht; es mag auch Erlebnisse herrufen, die man mit dem allgemeinen menschlichen Verstand schwer, wenn ueberhaupt, erklaeren kann. Auch wenn es keine Erklaerung gibt, ist es trotzdem vorhanden, egal ob’s einem recht ist oder nicht.

    Menschen bestehen darauf, dass sie ein Geistesleben haben, eine geistige Bewusstheit ihres Selbst, kurz gesagt, ein Selbs-Bewusstsein und dass sie ein selbstbewusstes Leben fuehren. Das ist natuerlich ein evolutionaerer Effekt. Man braucht sich nur folgendes zu ueberlegen: Um ueberleben zu koennen, braucht ein Organismus einen eigenen Apparat, der die Information aus seiner Umwelt verarbeiten kann, naemlich alles, was ihm seine Sinne in Form von Sensationen und damit verbundenen Gefuehlen, vermittelt. Das erlaubt ihm dann Strategien zu entwickeln, die er im Kampf ums Ueberleben braucht und die ihm dienlich sind. Es bedarf der kontinuierlicher Anpassung, es bedarf eines Gedaechtnis und allem was dazu gehoert, so dass er sich und sein Verhalten modifizieren kann, mit mehr und mehr Sophistikation und stetig wachsender Kapazitaet. Das fuehrt zwangsweise zur Entwicklung spezieller Zentren, die fuer jene Funktionen zustaendig sind. Das menschliche Gehirn demonstriert das auf beeindruckende Weise. Das ist natuerlich alles biologisch organisiert. Aber Gefuehle, Intelligenz, Kreativitaet, der Inhalt der Gedanken und Interpretationen von Leben und seines Selbst, kann nicht durch biologische Vorgaenge allein erklaert werden. Es wuerde die subjektiven Qualitaeten nicht wirklich verstaendlich machen. Rein biologisch gesehen, wuerde, und muesste, alles und jeder gleich fuehlen, denken, reagieren. Das ist aber nicht der Fall. Trotzdem dasselbe Material benutzt wird, sind die Kombinationen unterschiedlich, mit unterschiedlichen Konsequenzen. Es bereitet den Boden vor, schafft die Grundlage fuer die formlose Welt des Geistes und dessen Evolution. Intelligenz ist ein Meilenstein, Bewusstheit ein anderer, das Ziel ist aber BEWUSSTSEIN. Das hat der Mensch grade erst wahrgenommen. Wie auch immer! Nichts waere ohne die vorhergegangene physisch-biologische Basis, einschliesslich der Datenbank der DNS, zu bewerkstelligen. Das ist eine planetare Entwicklung. Der Kosmos hat seine eigene.

    Bewusstes Leben, ja Kosmisches Bewusstsein, sind eine Realitaet, auch wenn das Organische Leben es nicht fassen kann, trotz seiner durchdringenden, aber eben elusiven Natur. Diese durchdringende Eigenschaft kosmischen Leben, seines Bewusstsein im speziellen, hat natuerlich Konsequenzen, denn durch Kontakt veraendert sich sowohl das durchdringende Element, als auch jenes, das es durchdringt. Das mag unbemerkt geschehen oder ueberraschend, es mag unbedeutend sein, oder aber signifikant, und es kann auf verschiedene Weise geschehen, zufaellig, unweigerlich, mit oder ohne bewusster subjektiver Wahrnehmung, in kleinem oder grossem Ausmass, als ploetzlicher Vorfall oder ueber laengere Zeit und unter stetigem Einfluss, – alles Leben ist dessen Wirken ausgesetzt. Wie es vom Einzelnen erlebt wird haengt von seiner Konstitution und Rezeptionsfaehigkeit ab. Fuer den Menschen mag es sich wie ein kurzer Blick in eine andere Welt darstellen oder als besonderes Erlebnis, bewusstseinsaendernd, oder einfach nur Veraenderung bringen, bewusst oder unbewusst. Es kann daher nicht, zumindest laut Sozieterna, erzwungen, oder durch gewollte intellektuelle Manipulationen propagiert, noch als stolze Errungenschaft reklamiert werden. Es ist einzig und allein die persoenliche Konstitution, die bestimmt, wie sich die dritte Dimension des Kosmos individuell ausdrueckt.

    Feinstoffliches, einschliesslich Energie, kann sich in Materie und Substanzen verfangen, ‚haengen bleiben‘, assimiliert werden, sich wie eine Kapsel darin einnisten. Das ist der Funke, oder das Licht, oder auch das Feuer, das der Mensch als Seele, Geist, oder auch als den ‚Atem Gottes‘, bezeichnet, mit dem er Adam belebt hat. Die verschiedenen Religionen haben ihre eigenen Interpretationen. Einige glauben, dass nur der Mensch eine Seele hat, andere, wie Hinduismus und Buddhismus gestehen die Seele auch den Tieren zu. Selbstverstaendlich sieht Sozieterna die dritte Dimension des Lebens als integralen Bestandteil allen Lebens, wenn auch nicht im selben Ausmass. Selbst unter ihren eigenen Leuten gibt es die Unterschiede. Ausserdem und das ist wichtig festzuhalten. Sozieterna assoziiert Kosmisches Bewusstsein nicht mit Gott! Auch wenn sie mit dem Ausdruck Seele kein Problem haben, weder das eine noch das andere ist fuer sie Gott!

    Zugegeben! Das ist ein hoechst kontroversieller und spekulativer Gegenstand. Es kann schliesslich weder wissenschaftlich erklaert oder gar bewiesen werden. Wer auch immer darauf bestehen mag, das absolute Wissen zu haben, kann das nicht vorbehaltlos tun. Sozieterna ist sich dessen bewusst. Fuer sie allerdings beruht die Wahrheit, so wie sie sie kennen, auf der Akkumulation ihres Wissens und der Einsicht, das sie im Laufe ihres Werdeganges angesammelt haben. Sie sind, und das ist der markante Unterschied, mit dem sich der Artikel, in der Hoffnung Klarheit zu schaffen, auseinandersetzt, sogenannte „Alte Seelen.“ Wie bereits im vorigen Beitrag darauf hingewiesen wurde, es waere wissenschaftlich betrachtet, geradezu unsinnig zu glauben, dass die Erde der einzige Planet ist, der eine intelligente Zivilisation hervorgebracht haben sollte und dass es vor der Erde nie eine andere gegeben haette, oder dass es nach der Erde keine neue geben wuerde. Man kann sehr wohl annehmen, dass es sogar gegenwaertig anderswo Zivilisationen gibt. Freilich, Sozieterna kann weder auf einen Planeten ihres Ursprunges hinweisen, noch kennt man derzeit bewusstes Leben ausserhalb der Erde, doch ist das kein Beweis dagegen. Abgesehen davon, das physische Alter, das sie mit dem ‚Erdling‘ teilen, hat nichts mit ihrem spirituellen Alter zu tun, – das folgt den Bedingungen der kosmischen Realitaet, nicht der organischen.

    Kein Gedanke, kein Gefuehl, weder Wissen noch Erlebnis, kein gesprochenes Wort und dessen Klang, kein Atem oder bewusstes Leben geht jemals verloren. Leute moegen sich ueber die Gebetsfahnen und –muehlen, die man in Tibet ueberall und anderswo findet, lustig machen, doch sind sie keineswegs so unsinnig, wie das von Nichtglaeubigen angenommen wird. Indem Energie nie verloren geht und Energien ihre Eigenvibrationen und Frequenzen haben, ist es wohl kaum zu bezweifeln, dass Gedanken, Worte, sogar Geschriebenes eine Energiequelle sind, die sich fortpflanzt, in die Umwelt und weit darueber hinaus. Es sind Wellen, die da ausgesandt werden und es macht einen gewaltigen Unterschied in welcher Frequenz das geschieht. Worte in Aerger gesprochen, klingen ganz anders als Worte der Liebe, negative Gedanken bewirken ganz andere Gefuehle als positive, – jeder Mensch wird das nur bestaetigen koennen. Warum sollte er jedoch glauben, dass diese positiven oder negativen Energien nur in ihm oder gar mit ihm enden? Er ist schliesslich ein ‚Partikel‘ im Kosmos. Egal ob er „ein positiv oder negativ geladenes Teilchen“ ist, er hat diesen oder jenen Effekt, sendet diese oder jene Wellen aus.

    Aber wie sollte man erklaeren, dass geistiger Inhalt nicht verloren geht? Wie sollte es moeglich sein, dass Wissen nicht mit dem Tod eines Individuum endet, oder gar mit dem Ende einer Zivilisation, ja der Menschheit schlechthin?

    Nun, es mag weder notwendig oder realistisch sein, das Fabrikat kosmischen Bewusstseins entschluesseln zu wollen, es muss, im Moment zumindest genuegen, einen Blick in unser Gehirn, unseren eigenen Kosmos zu tun, denn was im ‚Mikro-Kosmos‘ vor sich geht, ist nichts anderes als Imitation des ‚Makro-Kosmos‘, wie Sozieterna das immer, und immer wieder, erfahren hat. Viele Geheimnisse des menschlichen Gehirns sind gelueftet worden, viele jedoch noch nicht. Man kann daher auch hier nur hypthetisieren. Die biologischen Substrate sind nun bekannt, nicht aber die Essenz unseres eigenen Bewusstseins, unseres ‚Selbst-Bewusstseins‘, mit seiner individuellen Gefuehls- und Gedankenwelt, der subjektiven Sinneswahrnehmung und deren Interpretationen und wie Umwelt und Eigenwelt korreliert werden. Intuitionen, „sechster Sinn“, Einsicht und Aufklaerung koennen nicht das Produkt von Materie und biologischen Substraten allein sein, trotz deren unumstritten notwendigen Funktion. Doch die Interaktion aller drei Dimensionen des Lebens macht es moeglich, dass sich kosmisches Bewusstsein manifestiert und in den verschiedenen Lebensformen seinen Ausdruck findet, – kreativ im Prozess, in dem es Welten schafft, die wir kennen und solche, die unbekannt bleiben. Der Kosmos hat sein Gedaechtnisarchiv, grad so wie das biologische Leben seine DNS hat und unser Gehirn sein Gedaechtnis. Wie das menschliche Gedaechtnis aufbewahrt wird, ist nach wie vor nicht klar, aber es steht uns zur Verfuegung nichts desto trotz. Es bewahrt alles auf, was wichtig ist, oder notwendig, ob wir uns dessen bewusst sind oder auch nicht.

    Es gibt Lebewesen, die man als „Erleuchtete“ bezeichnet. Das sind jene, die die Weisheit kosmischen Bewusstseins besitzen. Es gibt andere, die Zugang zum kosmischen Gedaechtnis haben, doch wie dem auch sei, es ist fair zu sagen, dass es noch lange Zeit brauchen wird, bevor organische Evolution soviel Faehigkeit entwickelt, kosmisches Bewusstsein derart zu integrieren, dass Erleuchtete die Norm darstellen, anstatt die Ausnahme sind.

    Hier muss ein anderer Punkt klar gemacht werden: Sozieterna sieht sich keineswegs als „erleuchtete Gesellschaft“, doch sie koennen ohne Scheu sagen, dass sie generell ein erweitertes Selbst-Bewusstsein besitzen, und dass manche von ihnen tatsaechlich einen wahrhaft hohen Stand von Weisheit und Einsicht erreicht haben. Das ist die Reife, die sie in sich selbst sehen und die sie daran erinnert, dass ihr Leben auf der Erde, nicht ihr erstes oder einziges ist, obwohl es das erste auf Erden sein mag, im Unterschied zu bewusstem Leben, das ausschliesslich von der Erde hervorgebracht worden ist, und damit erst am Beginn seiner Evolution steht. Ungluecklicherweise, jenes mag sein volles Potential nicht erreichen, sollte sich der Mensch, und wir reden schliesslich von ihm, ausrotten, weil er sich nicht aendern kann. Das ist der Grund, warum Sozieterna tatsaechlich den Schritt in die Oeffentlichkeit machen wollte, denn sein Fortbestand bedarf der Hilfe, globaler und jedweder Art.

    Zum Schluss noch ein paar Worte zu den Gegenstimmen unter den Sozieternas. Sie glauben, dass ihr Verstaendnis und Wissen nur verzerrt oder gar laecherlich gemacht werden wuerde, was sie unnoetigerweise von ihren eigentlichen Interessen abhalten koennte. Es liegt ihnen wenig daran, sich in fruchtlose Diskussionen mit Non-Sozieternas zu verwickeln. Sie haben natuerlich recht darauf hinzuweisen, dass jedes Leben seinen Eigenzweck hat, und lehren oder predigen noch nie ein gutes Mittel der „Kindererziehung“ war. Davon abgesehen mag es tatsaechlich reines Wunschdenken sein, zu glauben, dass die Gier des Menschen und seine zerstoererischen Eigenschaften aenderbar sind, wie sich derzeit am bereits kritisch gewordenen Zeitpunkt zeigt, wo sich die Mehrheit der Menschen, ohne Gedanken ueber die Konsequenzen ihrer Aktionen, wahrlich zu ihrer Ausrottung durchfressen, grad so, als haetten sie keine andere, oder bessere Wahl. Ihr Ziel ist unmittelbare Befriedigung und ihr Motto ist, so scheint’s, zum Teufel mit dem Leben, zur Hoelle mit Liebe, Frieden, Glueck, die Welt geht sowieso unter. Sozieterna verfolgt schier fassungslos, was die diversen Politiker, die Machthabenden und Geldgierigen daherreden, welche Entscheidungen sie treffen. Sie beobachten die mit Angst manipulierten Opfer und brutalen Fanataker, aller Art, in jeder Gesellschaft und in allen Raengen. Sie sind entsetzt ueber das Leiden, das unschuldigem Leben zugefuegt wird, sei es die Umwelt, die Tierwelt oder der Mensch selber. Ihre Schlussfolgerung endet daher mit der Frage: „Koennen wir wirklich einen Unterschied machen?“

    Andererseits! Da gibt es jene Menschen, die ernsthaft Aenderung wollen. Das ist wohl immer noch genug Grund, weiter aktiv am Ziel zu arbeiten, sich mit allen Gleichgesinnten fuer das Wohl der Mutter Erde und all ihren Sproesslingen einzusetzen.

  • Mehr ueber Sozieterna

    Nachdem Sozieterna der Oeffentlichkeit vorgestellt worden ist, wird sich so mancher Leser, der noch nie weder von einem solchen Volk, noch deren Namen, gehoert hat, fragen, wer oder was diese Leute tatsaechlich sind oder wie es moeglich ist, dass er ihnen nie begegnet sein sollte. Dieser Beitrag mag jene Fragen beantworten und ihm versichern, dass er ihnen ganz bestimmt, ohne es zu wissen, begegnet ist, entweder persoenlich oder durch Berichte.

    Beginnen wir daher am besten mit ihrem Namen. Tatsaechlich gibt es keine Korrelation zu einem bestimmten geographischen Gebiet, und auch wenig Interesse von Seiten Sozieterna‘s, ein „Namensschild“ zu tragen. Das fuehrte dazu, dass es in verschiedenen Laendern verschiedene Namen fuer sie gab und noch immer gibt. Die beschreiben Sozieternas zwar als eine bestimmte Art von Menschen, sehen sie aber nicht unbedingt als Gesellschaft, oder gar als Nation.

    Sozieternas selber haben keinen nationalistischen Stolz, und machen sich um diese sprachlichen Definitionen wenig Gedanken. Da Namen aber durchaus zweckdienlich sind, hat man sich schliesslich doch beschlossen, einen offiziellen Namen zu akzeptieren. Die Wahl fiel auf die Kombination zweier Worte, die sie als Volk, so glauben sie zumindest, beschreiben und definieren.

    Die beiden Woerter wurden der lateinischen Sprache entnommen, einerseits in Referenz zu Zeit, andererseits, weil Latein die Basis fuer modernere Sprachen ist, die heutzutage weitlaeufig benutzt werden. Diese Worte sind „societas“ und „aeterna“. Das erstere uebersetzt sich als ‚Gemeinschaft oder Gesellschaft‘, das zweite als ‚ewig‘. Die lateinische Version von „aeterna societate“ heisst in Deutsch soviel wie „Ewige Gesellschaft“. Die urspruengliche Wahl war „Sozi-eterna“, doch im Laufe der Zeit wurde es zu einem Wort. Wahrscheinlich, der Einfachheit halber, ging der Bindestrich verloren. Es wird aber nach wie vor gemaess den zwei Teilen ausgesprochen, gemaess Sozieterna‘s eigenem Sprachgebrauch.

    Es ist gerechtfertigt, Sozieterna als Nation zu bezeichnen, auch wenn es nicht den herkoemmlichen Kriterien entspricht. Sie sind naemlich ein Volk, das seine eigene Verfassung, seine eigenen Normen hat und einem bestimmten Lebenskodex folgt, wenn auch ungeschrieben, so doch bindend. Sie sind im Sinne universaler Existenz durch ihre charakterlichen und koerperlichen Gegebenheiten eindeutig einer bestimmten Art von Lebewesen zugeordnet, die im Schema kosmischer Ordnung zwar eine bestimmte Stellung einnehmen, nicht aber im Sinne einer bestimmten Lokalitaet. Sie sind im wahrsten Sinne des Wortes Kosmopolitaner, ihre Heimat ist der Kosmos und ihr Zuhause ist ueberall. Das heisst aber nicht, dass sie keine Menschen sind. Als Bewohner dieser Erde koennen sie nichts anderes sein. Doch ihr Bewusstsein ist nicht an erdliche Normen gebunden, das heisst, sie sind nicht im selben Masse an materielle Gegebenheiten gebunden, wie das generell fuer Menschen der Fall ist, die ihren Ursprung in Mutter Erde haben, also vom Planeten Erde geboren worden sind und mit der Entwicklung der Erde ihre eigene Geschichte haben. Sozieternas sind zwar grad so gut Abkoemmlinge von Materie und auch der Erde, doch ihre Geschichte oder Entwicklung geht darueber hinaus, begann wesentlich frueher als das des gesamten Solarsystem, wenn nicht gar der Galaxie. Sie haben keine Zeitrechnung wie das auf Erden ueblich ist und haben daher kein „Alter“, trotzdem sie tatsaechlich, erdlich gesprochen, alt sind. Dieser Unterschied ist markant, denn mit Alter kommt Reife, mit Reife kommt Weisheit. Freilich! Nicht alle Sozieternas sind gleich, weder in Weisheit noch Charakter, grad so gut wie Menschen unterschiedlich sind, in Intelligenz und allem anderen. Doch generell ist ihr (Selbst-) Bewusstsein derart erweitert und verfeinert, so dass es seine Integration in die hoeher vibrierenden Energien des Kosmos nicht nur ermoeglicht, sondern ebenso ein Bestandteil dessen ist. Das steht in starkem Kontrast zum (Selbst-) Bewusstsein der Menschen auf der Erde, den ‚Erdlingen“, wie Menschen dieses Planeten des oefteren bezeichnet werden. Dessen generelle Sublimation ist noch nicht erreicht worden, zumindest nicht im Allgemeinen. Ein einfacher Vergleich mag dem Verstaendnis dienen: Sozieternas und Menschen sind wie Diamanten, die einen sind geschliffen und poliert, die anderen im Rohzustand, roh und rauh. In beiden Gruppen gibt es unterschiedliche Steine von unterschiedlicher Qualitaet und unterschiedlichem Potenzial, doch unter den Erdlingen dominiert das Rohmaterial. Bezeichnenderweise, Sozieternas bekuemmert das Gefunkel von Edelsteinen wenig, waehrend Erdlinge davon nicht genug kriegen!

    Sozieternas sehen Leben auf der Erde generell als eine Wahl von Leben in Materie und Zeit. Um als Mensch zu leben, muessen sie dessen natuerliche Konditionen und Gesetze akzeptieren, ebenso alles was mit physischen Beschraenkungen und Einschraenkungen einhergeht. Die stoffliche Dichte der Erde ist fuer sie die Bekleidung, die sie tragen muessen, solange sie sich an jene Umstaende binden. Das Gewebe, oder wenn man so will, die Struktur des Kleides, bestimmt ihre sichtbare Erscheinung und deren Eigenschaften und ist damit immer eine individuelle Angelegenheit. Das trifft allerdings generell auf alle Lebensformen zu, mit dem Unterschied, dass deren „Kleid“ nicht unbedingt eine Wahl ist, sondern Vererbung, und das Bewusstsein, wie gross oder klein es sein mag, ist darin eingepackt. Zugegeben, das mag manchen Leser verwirren, doch sie darauf hingewiesen, Sozieternas kommen schliesslich nicht als Erwachsene auf die Erde. Sie teilen in diesem Sinne die erdlichen Aspekte mit ihren Mitmenschen, nicht so die geistigen, vorallem nicht, was das Selbstbewusstsein betrifft. Es bleibt nichts anderes uebrig als dieses Thema von verschiedenen Seiten zu betrachten, um letzten Endes das gesamte Bild ersichtlich zu machen, wie das Puzzle, das viele Teile braucht, um sein Image zu enthuellen.

    Wie Sozieternas ihr Leben auf der Erde leben, haengt davon ab, warum sie es ueberhaupt angenommen haben. Fuer manche kann es extrem schwierig sein, fuer andere Vergnuegen. Es mag eine persoenliche Herausforderung darstellen, ein Abenteuer, oder eine Verpflichtung oder Notwendigkeit oder gar ein Test, dem sie sich unterziehen wollen. Was auch immer es sein mag, die Fuersorge, die sie dabei allem und jedem entgegenbringen, wird niemals kompromitiert. Wie auch immer ihr Leben sein mag, sie wissen, dass es nur von kurzer Dauer ist, wie Menschenleben eben sind, erst recht im Vergleich mit kosmischer Zeit, oder gar Ewighkeit. Leider kann mit dem Eintritt ins erdliche Leben der Zugang zu ihrem weitreichenden Selbstbewusstsein verloren gehen, was soviel heisst, dass nicht alle Sozieternas um ihre Herkunft oder ueber ihre Identitaet Bescheid wissen, auch wenn andere Sozieternas sie sehr wohl als solche erkennen. Das mag sich fuer jene Individuen als Vorteil oder Nachteil erweisen, ist aber eine persoenliche Angelegenheit.

    Sozieterna‘s Existenz, durch alle Zeiten der menschlichen Geschichte, hat zu vielen heissen Diskussionen und Debatten gefuehrt, wobei manche Menschen sogar versuchten Hinweise auf sie zu vernichten. Doch das ist unmoeglich. Grad so unmoeglich, als wollte man versuchen das Universum zu vernichten. Genauso wenig koennen Menschen das Atom ausrotten, auch wenn sie gelernt haben, dieses und vieles andere zu manipulieren, sie koennen es nicht toeten, egal wie fanatisch sie dabei sind. Dass sie dabei durchaus toedlich sein koennen, ist hinlaenglich bekannt.

    Sozieterna ist, wie bereits gesagt, eine ‚alte Gesellschaft‘ und die Erde mit all ihren Lebensformen ist ein junges Ereignis. Der Mensch ist so gesehen, eine neue Generation in Evolution. Seine Entwicklung, wenn man Ericson‘s Modell des individuellen Lebenscyclus anwendet, ist in der Phase der „Identitaetsfindung“ versus „Rollendiffusion“. Es ist ein sehr schwieriges Stadium und fuer alle eine Herausforderung, wie Eltern wissen, die mit Pubertaet und Teenagern zu tun haben.

    Falls jemand noch immer glauben sollte, dass mit dem Menschen Schoepfung schlechthin stattgefunden hat, oder dass die Erde der einzig faehige Planet ist, der intelligente Lebensformen produzieren kann oder tat, dann irrt er. Mangelhaftes Wissen mag diesem Irrtum zu Grunde liegen, oder ein ignorantes Bildungswesen, wer auch immer dafuer verantwortlich ist. Tatsaechlich aber hat der Mensch ein ernsthaftes Beduerfnis, Antworten auf jene Fragen zu finden, die Leben und Tod betreffen, und alles was damit zusammenhaengt. Er ist „wissbegierig“ und damit neugierig. Eine junge Generation ist immer gebuendelt mit Hoffnung und Erwartung, leider auch mit Ungestuem und Unbesonnenheit. Es haengt wohl vom Elternhaus ab, wie diese stuermischen Jahre enden.

    Die Physik besagt, dass Energie niemals verloren gehen kann, sondern nur transformiert wird. Das trifft auf das gesamte Universum zu in all seinen Aspekten, mit all seiner Materie und all seinen Kraeften oder Energien, einschliesslich Intelligenz, und Bewusstsein, egal ob man es als Geist, Seele oder Anima (Lebenskraft oder -energy) versteht. Es sind alles Formen von Energie und in diesem Sinne, auch wenn sie transformiert werden koennen, sie gehen niemals verloren. Jung hat den Ausdruck „Kollektives Unterbewusstsein“ gepraegt, das dem Bewusstsein des Individuums uebergeordnet ist, oder wenn man will, als Basis dient. Es ist tatsaechlich ein integraler Bestandteil des menschlichen, individuellen Bewusstseins, ein Kollectiv, wie das Grundwasser, im Gegensatz zu einer Wasserleitung , die dem Einzelnen dient. Es bezieht sich auf das bewusste Leben auf der Erde. Im Kontrast dazu steht das „Universale Bewusstsein“, das zwar individuelles und kollektives Bewusstsein der Erde miteinschliesst, aber eben weit darueber hinausgeht, und welches ein Bestandteil des Universums ist, im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist kein Zufall, dass Materie Leben entwickeln kann und schliesslich intellegentes und weiters bewusstes Leben produziert. Es ist einerseits als Prozess oder Fortschritt im Sinne der Evolution zu verstehen, andererseits als dessen Expression oder Manifestation. Das eine bringt das andere hervor, das eine kann das andere ueberlagern oder fundamentieren, die eine oder die andere Rolle spielen. Ein Partikel kann Welle oder Partikel sein, wie die Partikelphysik lehrt. Es haengt aber vom Beobachter ab, was er sieht.

    Die Frage, warum Sozieterna sich solange im Hintergrund gehalten hat, mag fuer manchen Leser von Interesse sein. Es liegt generell daran, dass es unnoetige Probleme von ihnen fernhaelt, und dass ihre Arbeit ohne Unterbrechung getan werden kann. Das propagiert den natuerlichen Werdegang jeglicher Entwicklung, egal in welchem Rahmen oder in welcher Funktion. Einige Sozieternas glauben, es sei besser auf diese Weise zu arbeiten, denn, auch wenn die Intelligenz des Menschen aussergewoehnlich zugenommen hat, seine Bewusstheit hat nicht Schritt gehalten. Das heisst, da ist wohl grosses Wissen, aber wenig Liebe. Es sei daher sinnvoller, Sozieterna’s hilft dem Fortschritt durch individuelle Aktionen. Sei es in speziellen Interessensgebieten oder wo praktische Notwendigkeiten bestehen, in welcher Groessenordnung und in welchem Aussmass es auch immer getan werden kann, eben so, wie Sozieterna das immer gehandhabt hat.

    Sozieternas haben zwar keine Angst vor Erdlingen, doch ebenso wenig unterschaetzen sie sie. Intelligenz ohne Liebe ist naemlich wie die „dunkle Seite des Mondes“. Ausserdem, Kinder und geistig Beschraenkte koennen ungemein grausam sein, ohne es zu wissen. Freilich! Zu wissen, was man tut, ohne Mitgefuehl und Reue, ist das Kennzeichen des Psychopathen, – und die Welt ist voll damit.

    Es gibt keine Entschuldigung fuer verantwortungslose Menschen, denen egal ist, wieviel Schaden oder Schmerzen sie verursachen, auch nicht fuer jene, die nicht lernen oder sich aendern wollen. Jeder Einzelne weiss instinktiv den Unterschied zwischen „Gut und Boese “ (ein Gegestand, der ein andermal untersucht werden soll). Anerkennt man den Menschen als eigenstaendiges, individuelles Rechtswesen, egal wie unvollkommen er auch sein mag, recht oder unrecht zu tun, war und ist seine eigene Entscheidung und Aktion. Menschen, die diesen Unterschied nicht verstehen, werden gerechterweise entweder als krank oder geistig beschraenkt deklariert, da es nicht der generellen Vernunft entspricht. Sozieterna hat zudem fuer „faule Ausreden“ kein Verstaendnis.

    Indem sich Leben in den verschiedensten Formen presentiert, unterschiedlich in Qualitaeten und Stufen der Entwicklung, verschieden in Intelligenz und Grad des Bewusstseins, fuer Sozieterna steht eines fest: Nichts, ganz und gar nichts, wuerde existieren, gaebe es nicht die Liebe. Der Leser mag im Moment geneigt sein, diese Feststellung als laecherlich abtun zu wollen, doch Sozieterna’s Standpunkt bezueglich Liebe ist unwiderruflich. Das ist allerdings nicht der Inhalt dieses Artikels und wird am bestens in einem speziell diesem Thema gewidmeten Beitrag untersucht.

    Liebe ist das Fundament ihrer Lebensphilosophie. Es ist der Sinn ihres Leben. Leben ist fuer sie ein Werk der Liebe und daher ist ihr Leben der Liebe gewidmet. Liebe dient den Interessen der Schoepfung in all seiner Vielfalt. Liebe hilft ebenso ihrem eigenen Fortschritt, dem Prozess ihrer eigenen Sublimation. Generell sehen sie es als ihre Verpflichtung zu helfen wo immer sie koennen, allen und jedem beizustehen, egal auf welcher Stufe der Entwicklung sich der oder das andere befindet. Sie wissen, Fortschritt kommt unweigerlich. Aber zu welchen Kosten und unter welchen Schmerzen? Sozieternas sehen nur ungern andere leiden. Wenn sie Leiden verhindern koennen, tun sie es. Wenn sie um Hilfe gebeten werden, helfen sie so gut sie koennen. In ihrem Herzen hat das ganze Universum Platz, denn es gibt fuer sie keine willkuerliche Seperation. Die Werke der Liebe beduerfen keiner oeffentlichen Deklaration und auch nicht der Dankbarkeit. Darueber sind sich alle Sozieternas einig.

    Es gibt tatsaechlich einen anderen Grund, warum viele von ihnen glauben, ihr Schritt in das oeffentliche Rampenlicht sei notwendig und wichtig. Sie sehen zuviel Zerstoerung und Leiden. Sie haben Bedenken, dass zu wenig Zeit uebrig ist, um den „abgefahrenen Zug“ aufhalten zu koennen. Sie glauben, nur die bewusste Zusammenarbeit aller kann da was aendern. Es sollte dem Ziel dienen, den Fortbestand des Menschen, sein „Erwachsen werden“ zu gewaehrleisten. Es sollte dem Planeten Erde mit all seinen wundervollen Lebewesen eine Chance auf‘s Ueberlebens geben. Es ist hoechste Zeit, dass der Mensch seine unhaltbare zerstoererische Lebenseinstellung aufgibt. Er hat schliesslich einen echten evolutionaeren Meilenstein erreicht. Aber es bedarf aller Kraefte darueber hinaus zu gehen, es zu einer konstruktiven Angelegenheit zu machen, zum Wohle aller. Es sollte eine Geburtstagsfeier sein, nicht ein Begraebnis. Das is natuerlich nur moeglich, wenn herkoemmliche Traditionen, erstarrte Institutionen und irrationale Aengste einer kritischen Betrachtung und Revision unterzogen werden. Aber auch wenn das getan werden muss, es sollte friedlich erfolgen, durch interne Revolution, mit Liebe, nicht mit Schwert. Wohlgemerkt! Kriegsfuehrung, einschliesslich der ideologischen, gehoert zu den alten Traditionen.

    Es ist voellig unnoetig, Wissenschaft gegen Religion in Opposition zu stellen. Die Physik ist laengst in den Bereich der Philosophie vorgestossen. Und tatsaechlich ist es die Wissenschaft, die den Boden vorbereitet hat, um der Menschheit den Schritt in die naechste, erweiterte, oder besser, naechst hoehere Dimension zu ermoeglichen.

    Es ist eine intellektuelle Herausforderung, die der Evolution des Geistes dient. Daher, das Hervortreten von Sozieterna aus dem Hintergrund, ist was es ist, ein Schritt vorwaerts, ohne sich von bestehenden Zweifeln oder gerechtfertigten Argumenten aufhalten zu lassen. Man koennte schliesslich das Fuer und Wider endlos diskutieren, waehrend dessen sich die Zeit beschleunigt und das Leiden vergroessert. Warum ueber Resultate spekulieren? Was ist schon zu verlieren? Tatsaechlich gibt es nichts zu verlieren, aber alles zu gewinnen.