Artikel Category: Generelle Themen

  • Über… Vorspiegelung, Vortäuschung, und vortäuschen

    Sicherlich besteht hier keine Notwendigkeit diese Worte zu definieren, doch mag es das Wesentliche dieses Beitrages klarstellen.

    Vorspiegelung ist der Versuch etwas vorzutäuschen, das nicht der Tatsache entspricht. Vortäuschung ist der Versuch etwas als so erscheinen zu lassen, das nicht so ist. Vortäuschen ist ein Akt der etwas vorspiegelt, das nicht so ist.

    Üblicherweise dient es dem Zweck sich einen Vorteil zu schaffen, weil man mehr sein will, mehr haben will, mehr angibt als man wirklich tut. Einfach gesagt, es entspricht nicht den Tatsachen, ist also nicht wahr.

    Wer hat Interesse daran von der Wahrheit abzuweichen? Es gibt verschiedene Gründe, doch hauptsächlich ist es, weil wir etwas erreichen oder verstecken wollen.

    Vorspiegelung oder Vortäuschung ist nicht nur unter Menschen zu finden. In der Natur erfüllt es einen ganz besonderen Zweck. Es dient dem Überleben. Camouflage Taktik schützt vorm Gefressen werden und ermöglicht andererseits erfolgreiche Nahrungsbeschaffung. Wer ist nicht beeindruckt von dem, was sich Chamelion, Steinfisch oder Leopard in diesem Sinne einfallen lassen, um nur einige zu nennen. Wer ist nicht verblüft über die Existenz Insekten vertilgender Pflanzen, die so freizügig ihren süssen Nektar anbieten, aber tatsächlich nur ihre eigene Mahlzeit organisieren?

    Der Mensch ist der einfallsreichste Trickster. Wir haben alle anderen Kreaturen übertroffen. Wir brauchen keine Tricks mehr um in einer wilden Natur überleben zu können. Wir brauchen tatsächlich keine Vorspiegelung oder Vortäuschung, wir brauchen uns nicht zu verstellen. Dass wir es allerdings noch immer tun, liegt wohl an unserem tierischen Erbe, und zu allem Überdruss hat es sich nun gegen uns gekehrt, in so vielfältiger Weise, dass es absulut unserer Aufmerksamkeit bedarf.

    Heutzutage fangen wir Fische zum Vergnügen, Tiere für unseren Stolz, Menschen zur Ausbeutung. Unsere Vortäuschungsfähigkeiten haben sich sublimiert aber leider haben sie ihren tierischen Ursprung nicht verloren.

    In unserer industrialisierten Welt, Vorspiegelungen und Vortäuschen haben den Zweck, sich Geld, Profit oder andere materielle Güter zu beschaffen. Wir sind noch immer von Angst besessen, dass wir nicht überleben können, aber weil wir Geld nicht essen können, bleiben wir hungrig und brauchen mehr. Ein voller Magen macht uns klar, dass wir genug gegessen haben; Geld kann uns das niemals vermitteln, daher können wir auch niemals genug davon haben.

    Ist es wirklich notwendig darauf hinzuweisen, wohin uns das geführt hat, was das für uns als Individuum, für die Menschheit im allgemeinen und unserem Planeten Erde im gesamten, bedeuted? Leider ja, denn es gibt zu viele Menschen, die noch immer vorgeben, dass ohnehin alles in Ordnung ist und dass wirklich keine Notwendigkeit besteht, Alarm zu schlagen, denn schliesslich müssen wir unser Geld verdienen. Ohne Geld, kein Überleben! Egal, dass wir dabei den Ast abschneiden auf dem wir sitzen. Das ist an sich mehr als fragwürdig, denn es macht absolut keinen Sinn.

    Nun, es besteht kein Grund, die Regierung dafür verantwortlich zu machen, oder wen auch immer wir beschuldigen wollen. Wenn wir selber nicht bereit sind, A/nderungen vorzunehmen, niemand wird was ändern. Das heisst nicht, dass wir zu „pre-historischen Zeiten“ zurückkehren sollten, weniger Verschwendung würde schon helfen. Was es tatsächlich heisst, ist, dass es höchste Zeit ist, Homo Sapiens beweist und gibt nicht nur vor, dass er mehr ist als jedes andere Lebewesen. Der Ameisenbär scheint uns allemal überlegen zu sein. Er krallt sich in den Termitenbau nur soweit wie er es für eine Mahlzeit braucht. Er frisst nie die Ameisenkolonie zur Gänze auf. Das ist ein weises Lebewesen, weiser auf jeden Fall als wir es ihm zugestehen und weiser als wir uns sehen.

    In unserem sozialen Leben sind Vortäuschungen ebenso zerstörerisch, sowohl für den Einzelnen als für uns alle. Was begehren wir am allermeisten? Wir sehnen uns nach Bewunderung, Anerkennung, Liebe, Macht. Wenn wir nur wenig oder nichts davon haben, sind wir absolut bereit, es mit falschen Tatsachen zu erreichen oder vorzuspiegeln. Wir leben nämlich noch immer nach dem Naturgesetz der Auslese, das unsere Chancen auf‘s Überleben in einer feindlichen Umwelt garantiert, indem nur der Gesunde, Stärkste, Beste, erfolgreich ist. Selbst wenn wir nichts von dem sind, wollen wir uns fortpflanzen. Auch das hat für uns heutzutage wenig oder gar praktische Bedeutung. Wir überleben selbst wenn wir weder fit, noch stark noch besonders leistungsfähig sind. Es gibt keine Rechtfertigung für Vortäuschung, keine Notwendigkeit etwas vorzuspiegeln. Selbst unsere Fortpflanzung ist nahezu garantiert.

    Nachdem der moderne Mensch sich weniger ums Überleben sorgen muss, das nächst Wichtigste in seinem Leben, ist der Wunsch glücklich zu sein. Jeder wünscht sich glücklich zu sein, alle jagen dem Glück nach. Leider ist dieses Unternehmen dem Untergang geweiht, wenn wir es mit Vortäuschen oder falschen Tatsachen zu erreichen versuchen. Wir mögen zwar kurzfristig erfolgreich sein, aber es ist gewiss kurzlebig. Selbst wenn unsere Vortäuschungen noch nicht entdeckt worden sind, wir kennen die Wahrheit und deren Eigenheit, sich ihren Weg an die Oberfläche zu bahnen trotz aller unserer besten Bemühungen sie abzudecken. Allein die Furcht, entdeckt zu werden, macht das Leben unerfreulich. Der Betreffende muss dauernd Vorsicht walten lassen, was er sagt, was er tut und was andere tun oder sagen. Er lebt in ständiger Sorge, ob das Unaufhaltbare nicht ohnehin schon geschehen ist, trotz aller Vorsichtsmassnahmen. Der Untergang ist nur eine Frage der Zeit, Lächerlichkeit mag sich hinter der nächsten Ecke befinden, der Geliebte hat vielleicht schon das Weite gesucht und diverse Leute sind uns bereits auf der Spur und wollen unseren Kopf.

    Leider sind alle diese Ängste kein Abschreckungsmittel. Heuchler, Schwindler Angeber, Gauner, Betrüger in allen Graden und Schattierungen sind überall und scheinen sich noch zu vermehren. Ein gewisser Grad von Voyerismus, der in uns allen steckt, hilft diesem Phenomen entlang. Wir lieben Berühmtheiten, aber noch mehr deren Niedergang. Es dient unserer Unterhaltung deren Schwächen bloss gelegt zu sehen und wir können es in unseren Medien jederzeit verfolgen. Wir lieben die Erfolgreichen, doch konzentrieren wir uns auf die Ehren, die das bringt, nicht auf die Arbeit, die dahintersteckt. Wir bewundern die erfolgreichen Liebhaber, aber gönnen ihnen ein gebrochenes Herz. Und verehren wir nicht alle Mächtigen und sind entzückt wenn sie von ihrem Pedestal fallen? Es bestätigt nämlich, dass nichts sicher, Arbeit aber zu hart ist, dass unsere Geliebten uns jederzeit verlassen können und dass Machthaben nichts für Zauderhafte ist.

    Daher ist Vortäuschen, zumindest für kurze Zeit, eine Möglichkeit, Früchte zu geniessen, die man entweder nie oder nur mit Mühe bekommen würden. Allerdings ruinieren wir dabei unsere Chance wirklich glücklich zu sein. Wir haben ungemein Angst unser Selbst zu sein. Das allein macht uns verletzbar. Nicht unser Eigenpotential wahrzunehmen ist die Schwäche, der wir entrinnen wollen. Es macht uns zu jenen Erfolglosen, die wir fürchten, dass wir sind.

    Was also bedeuted es für uns wenn wir nicht so populär, so talentiert, so bewundernswert oder erfolgreich sind, wie wir es uns wünschen? Offensichtlich bedeutet es, dass wir uns mit dem vergleichen, das wir am meisten erstrebenswert finden. Dann stellen wir unsere minderen Qualitäten fest und wenn der Unterschied zu gross ist, werden wir deprimiert. Wir betrauern, was wir nicht haben. Es wäre besser, wir würden auskundschaften, was wir haben und das dann zu unserem Besten umgestalten. An diesem Punkt ist es leicht einer Versuchung nachzugeben, nämlich vorzutäuschen, für den einen oder anderen Grund. Das kann Furcht sein oder Begierde, was auch immer. Weder das eine noch das andere ist notwendig unsere Überlebensfähigkeit zu garantieren, aber es garantiert ganz sicher unsere Unglückseligkeit.

    Ist es von Bedeutung, wenn der Mensch unglücklich ist? Absolut! Tatsächlich mag das Überleben des Homo Sapiens davon abhängig sein.

  • Über Frustration

    Wir alle wissen wie es sich fühlt wenn wir frustriert sind, aber wissen wir immer warum?

    Wie definiert sich das Wort? Es gibt mehrere Interpretationen, aber das lateinische “frustra” beschreibt es sehr schön im Sinne von ‘umsonst’,’ nutzlos’, ‘erfolglos’, ‘für nichts’. Diese Worte allein lassen Gefühle hochkommen, die man am liebsten vermeidet.

    Einfach ausgedrückt, frustration ist eine Blockade die unseren Fortschritt oder unsere Bemühungen etwas zu erreichen behindert oder verhindert.

    Als Kleinkinder reagieren wir ungeniert mit einem eindrucksvollen Gefühlsausbruch. Jeder weiss was mit den ‘schrecklichen Zwei’ gemeint ist. Hoffentlich lernen wir dann, das das nicht wirklich zweckdienlich ist, denn als Erwachsener fällt uns das viel schwerer und manche lernen es nie. In diesem Fall bleibt und wird es ein Problem das uns ständig begleitet und das sich zu jeder neuen frustration addiert. Wir sind dann noch mehr frustriert, mehr als es die Sache wert ist und diese Kumulation vergrössert sich, fliesst hinein in viele andere unserer Funktionen und macht uns mehr und mehr incompetent. Irgendwann wird der Betroffene feststellen, dass er nicht weiss, was mit im los ist und fragt sich warum sich alles und jeder gegen ihn verschwört.

    Unglücklicherweise ist es unmöglich frustrationen auszumerzen. Es ist daher besser sich mit Frustrations Managment vertraut zu machen. Das ist ein Prozess, nicht ein Akt. Trotzdem man generelle Prinzipien strategisch anwenden kann, sind diese nicht die Lösung des Problems. Leider gibt es keine “Eine Grösse passt allen” technique, denn es sind die Gefühle die eine Resolution komplizieren und diese gehören jedem allein.

    Die Natur bietet uns eine wunderbare demonstration in sehr einfacher Weise was vor sich geht.

    Menschen geniessen es an einem Ufer zu sitzen und das Wasser eines Flusses vorbeiziehen zu lassen, den Wellen und Wirbeln zu zusehen wie sie sich formen und auflösen ohne müde zu werden, ohne Ende, als gäbe es keine Zeit und keine Grenzen, oder einer Quelle in ihrem jugendlichen Tanz zu folgen wie sie freudig über Stock und Stein gleited und in die Zukunft eilt in Erwartung grösserer Dinge. Es gibt uns Gefühle die wir mit Stärke, Vergnügen und Freude verbinden. Also lass uns dieser Strom, dieser Fluss, diese Quelle sein.

    Leider kann die Idylle jederzeit ein Ende finden. Es hängt natürlich von der Grösse des Hindernises und von der Grösse und Stärke des Wasserflusses ab, ob es weiterfliessen kann oder wie es weiterfliessen wird. Letztendes, es macht keinen Unterschied wie stark die Strömung ist, denn es ist immer möglich dass etwas stärker und grösser ist, und es kann nicht so einfach weggeschwemmt werden.

    Wie also reagiert das Wasser, wenn sein Fluss blockiert ist.? Wenn die Blockade plötzlich auftritt wird das Wasser notwendigerweise gezwungen mit voller Wucht gegen die Blockade anzulaufen. Das mag tatsächlich einer Schlacht gleichkommen, mit all dem Getöse und Tumult, nicht ungleich dem Versuch mit dem Kopf durch die Wand rennen zu wollen.

    Freilich das endet schnell und ein Prozess beginnt. Das Wasser sucht den einfachsten Ausweg, oder es kommt zum Rückstau. Ist dieser gross genug, der Strom mag ein See werden, der Fluss ein Teich, die Quelle mag in die Erde verschwinden um woanders wieder hochzukommen oder sie formt ein Nassland, was auch immer passiert, nichts ist eigentlich verloren. Es ist eine Transformation, etwas Neues ist entstanden, gleicherweise schön, eindrucksvoll oder nützlich. Ein See bietet so viel Vergnügen, ein Teich ist eine Wohltat in seiner friedlichen Stille, na und ein Nassland bietet so vielen Lebewesen eine ungestörte Existenz, weil die Natur sich selbst überlassen kann.

    Zweifelsohne, wenn ein Hinderniss sich langsam entwickelt, dann gibt es keinen Tumult, denn Anpassung kann stattfinden. Es kann trotzdem irritirend sein.

    Ein Fluss natürlich fühlt sich nicht frustriert, obwohl er frustriert worden ist. Sich frustriert fühlen ist menschlich denn wir heften Gefühle an Erlebnisse. Und diese erscheinen negativ, wenn Umstände sich gegen unseren Willen in unseren Weg stellen. Wir wollen nicht aufgehalten noch zurückgehalten werden, wir wollen uns nicht ändern, noch wollen wir geändert werden. Wir wollen es gemäss unseren Wünschen, egal wie oder was. Selbst wenn es uns nicht gut bekommt oder eine Änderung notwendig ist, selbst wenn Änderung weder Verlust noch Minderwerigkeit bedeutet.

    Es scheint, wir werden lieber zornig, aggressive, gewalttätig, oder traurig, depressed und selbstzerstörerisch. Oder wir werden eigensinnig, bitter, nachtragend. Wir jammern, isolieren uns und geben uns der Hoffnungslosigkeit hin. Einige esssen zuviel, andere garnicht, manche finden keinen Schlaf, andere wollen nicht aus dem Bett. Um uns zu beruhigen greifen wir zu Pillen, Alkohol und Drogen.

    Schliesslich geben wir allem und jedem die Schuld, denn es ist wahr, wir haben keine Macht das Hindernis zum Verschwinden zu bringen. Wir haben keine Macht andere, die in unserem Weg stehen, zu ändern. Wir haben keine Macht jemanden oder irgendwas so zu ändern wie wir es wollen oder wie wir glauben dass es sein sollte. Heisst das, wir sind am Ende? Natürlich nicht! Tatsächlich gibt es kein Ende. Die Natur zeigt uns, es gibt nur Lösungen. Falls wir uns ändern, und das ist die Macht die wir haben, unsere Umwelt verändert sich notwendigerweise ebenso.

    Es nicht falsch etwas erreichen zu wollen oder wenn wir versuchen unserem Weg treu zu bleiben, aber ist der Aufwand die Mühe wert? Ein Hindernis gibt uns die Gelegenheit einer Bestandsaufnahme. Ist etwas essentiell für uns, dann wird man seinen Weg fortsetzen, so oder so, wie auch immer. Wir stärken dabei nur unsere “Muskel”, aber es ist falsch zu glauben, dass es nur einen Weg gibt.

    Die Strömung eines Gewässers ist eine Qualität, die sich nicht ändert, mit oder ohne gegenwärtigem Hindernis. Seine Velocität kann sich verändern, oder seine Gestalt. In jedem Fall der Fluss sucht einen Weg seine Reise fortzusetzen. Er mag nach links oder rechts ausweichen, oder sich in zwei Arme teilen, er mag irgendwann über das Hindernis fliessen oder er findet einen Weg durch das Hinderniss, hölt sich einen Kanal, oder frisst das Hinderniss auf, von innen nach aussen und umgekehrt. Wasser sucht sich den Weg des geringsten Widerstandes und damit den erfolgreichsten, bevor es sich transformiert.

    Dasselbe gilt für uns. Was wir mit den diversen Gefühlen machen ist freilich eine persönliche Angelegenheit und mag kompliert erscheinen, ist es aber nicht.

    Darum müssen wir erstmals eine Bestandsaufnahme machen.Wir können uns durchaus erlauben, zumindest anfangs und für eine gewisse Zeit, sich von unseren Gefühlen hinreissen zu lassen, aber nicht im Sinne eines Untergangs. Das kommt der Völlerei gleich und zeigt nur, dass wir den Status der Hilflosigkeit mehr schätzen als jede andere Möglichkeit. Falls wir diesen Zustand geniessen, sei’s drum, aber erwarte nicht, dass dich andere retten können, wenn Du nicht versuchtst, deinen Kopf über Wasser zu halten. Da ist nichts was sie tun können auch wenn sie es versuchen. Irgenwann sind ihre Kräfte erschöpft und sie werden dich loslassen müssen. In all dem gibt es keine Helden, noch Pflicht oder Verpflichtung.

    Der nächste Schritt, nachdem wir eine mögliche Lösung gefunden haben, besteht im Planen und Durchführen unserer Aktionen, am besten mit der gleichen Vehemenz und Freude, wie wir zuvor investiert haben. Vielleicht sogar mit mehr Stärke, ein Produkt des Prozesses.

    Das ursprüngliche Hindernis können wir incorporieren, ignorieren, es zu einem Denkmal oder Meilenstein umdeclarieren, oder wir lassen es als “Cul de sac” weiter existieren, was auch immer uns den inneren Frieden bringt. Wie das Sprichwort sagt, “Es hat keinen Sinn für immer dem zerbrochenen Krug nachzuweinen.”

    Wie auch immer, wir können uns aktiv oder passiv verhalten, aber die Entscheidung nichts zu tun ist grad so gut eine Lösungsmöglichkeit , wie jede andere auch. Im Tumult unserer Gefühle mag es sogar besser sein, abzuwarten. Doch letztendlich heisst es, dass Entscheidungen getroffen werden, ohne uns, und das mag vielleicht nicht zu unseren Gunsten sein.

    Wenn es sich herausstellt, dass es tatsächlich keinen Ausweg gibt, dann ist es Zeit für eine mehr radikale Lösung, nicht ungleich einer Amputation oder Kapitulation. Es bedeuted Transformation, wie auch immer, ob es einem passt oder auch nicht. Selbst dann gibt es eine Wahl, wenn man so will. Und wie die Natur uns zeigt, es mag etwas gleich schönes hervor bringen, oder gar noch besser oder grossartiger, wenn wir erlauben es so zu sein. Tatsächlich würden Sozieternas nichts anderes in Betracht ziehen..

  • Über… DNS

    Es gibt 2 Referenzen

    1. Über Deoxyribonucleinsäure

    2. Über das Buch DNS (Das Neue Selbstbewusstsein)

    Das erste ist ein Molekül, das für jegliches Leben, so wie wir es kennen, unentbehrlich ist. Es ist verantwortlich für die Verschlüsselung und Informationsfreigabe aller Erbanlagen, es ist das genetische Gedächtnis aller Organismen dieser Welt.

    Das Molekül ist ein Polymer, eine Art Kette oder “Band” aus einander abwechselnden Zucker, Deoxyribonucleinsäure, und Phosphatgruppen. An diese sind Nucleobasen gehefted. Man könnte es mit einem offenen Bettelarmband vergleichen. Ein Kettenteil mit dem zugehörigen Anhänger ist eine Einheit und viele Einheiten machen das Armband. Diese Einheiten sind sogenannte Nucliotide. Diese können aneinander gereiht lange Ketten formen, aber es gibt nur 4 Arten von “Anhänger” oder Nucleobasen, nämlich Adenosin (A), Cytosin (C), Guanin (G) und Thymin (T). Sequenzen dieser 4, wenn sie an Zucker geknüpft sind tragen alle Informationen die für die Vererbung und Fortpflanzung notwendig sind. Je nach der Art des Organismus diese Ketten können kurz oder lang sein. Zu Beginn waren sie alle kurz, aber mit den sich entwickelnden komplizierteren Lebensformen sind sie länger und länger geworden.

    Fast alle diese Ketten haben sich gepaart, sind miteinander “ verheirated”, zumindest in den meisten Lebensformen. Die Ketten verlaufen parallel zueinander in einer Spirale, wobei die Ketten selber in die entgegen gesetzte Richtung streben, grad so, wie es so nett beschrieben worden ist , Männer kommen vom Mars, Frauen von der Venus. Die Ketten sind durch Paare der 4 zusammenpassenden Nucleobasen verbunden. Diese Struktur ist als die Doppelhelix DNS bestens bekannt. Man stelle sich eine Leiter vor die in spiralförmigen Drehungen weiter und weiter läuft. Eine lange DNS Spirale kann Millionen von Basenpaaren haben, aber die Paare sind immer nur in der Kombination von Adenin – Thymin und Cytosin – Guanin vorhanden, da nur diese Kombination wie der Schlüssel ins Schloss passt. Das heisst daher, dass wenn eine Kette Adenin offeriert, die andere Kette kann nur mit Thymin antworten.

    Es gibt allerdings auch andere DNS Arten, die eine etwas andere Form haben oder auch andere Elemente beinhalten wie die B-DNS, die für uns zuständig ist. Das ist insofern interessant als es die Möglichkeit von Lebensformen auf anderen, “lebensfeindlichen”, Planeten durchaus plausibel erscheinen lässt, ( Aliens ! ). Andererseits ist es durchaus möglich dass wir Aliens auf unserer Erde haben. Man hat Bacterien in Lokalitäten gefunden, die so lebensfeindlich sind, dass man niemals angenommen hat, dass Leben existieren könnte. Wohlgemerkt, wir waren in vielen Dingen im Irrtum.

    Wie auch immer, unsere mannigfaltige Lebensform ist der B-DNS zu verdanken, die mit den wichtigstens Ingredientien von Kohlenstoff, Stickstoff, Wasserstoff und Sauerstoff, mit Phospat gewürzt und natürlich mit Hilfe der Sonne, die uns die richtige Temperatur liefert, ein ungewöhnliches Potporee fabriziert hat.

    Wir Menschen haben lange lineare Doppelhelix DNS, 46 an der Zahl, die eng gepackt im Zellkern liegen und Chromosomen genannt werden. Sequenzen von DNS, die die genetische Information tragen sind Gene. Das komplette Sequenz Set einer Erbinformation ist der Genotyp des Organismus. Die Weitergabe jeglicher Erbinformation wird von den 4 Basen gehandhabt, indem sie sich mit der anderen Kette paaren. Diese Information wird dann in Aktion umgesetzt, was erneut eine Superleistung der 4 Basen ist, die nun als “3 Buchstaben Wörter”, oder Codons z.B: TTT, GAT, ACT, etc., etc., festgelegten und specifischen biologischen Vorschriften folgen ( genetischer code), somit die Information der Produktion vermittelt.

    Die Doppelhelix lässt sich leicht entlang der Basenverbindungen öffnen, nicht ungleich einem Reisverschluss.

    Ei und Samen der menschlichen Gattung tragen jeweils die Hälfte der normalen Chromosomenanzahl, nämlich 23. Wenn die Befruchtung stattfindet, bilden sich die neuen Ketten und die 46 Chromosomen sind wieder komplett. Damit ist gewährleisted dass das neue Leben von beiden Eltern Erbinformation erhält und die Möglichkeit hat, seine eigene individuelle und einzigartige Ausdrucksform zu finden.

    Unsere evolutionären Schritte sind in der DNS verschlüsselt und weitergereicht worden. Ein enormes genetisches Gedächtnis ist dabei entstanden; ungefähr 3 Billionen Nucleobasenpaare findet man im menschlichen Genom, und es ist sogar noch mehr bemerkenswert, dass diese Schritte während der embryonalen Entwicklung beobachtet werden können.

    Nicht alle Lebewesen vermehren sich auf diese Weise. Einfachere Organismen vermehren sich durch Zellteilung und das genetische Material wird durch DNS Reduplikation weitergegeben. Die Doppelhelix muss sich dabei ebenso öffnen und trennen, aber die einzelnen Ketten werden mit Hilfe eines Enzyms, die DNS-Polymerase kompletiert, indem dieses die passenden Nucleobasen ausfindig macht. Das menschliche befruchtete Ei vermehrt sich am Anfang auch durch Zellteilung bevor die nächsten Schritte der Entwicklung folgen können.

    Da es unwahrscheinlich ist, dass Evolution bald zu Ende geht, DNS wird weiter wachsen und Daten sammeln. DNS ist immer aktiv, reagiert continuierlich zu den Umweltsbedingungen.

    Wie auch immer, man nimmt an, dass die DNS einen noch simpleren Vorgänger hatte, doch gibt es dafür bis jetzt zumindest, keinen Beweis. Manche vermuten auch, dass DNS vom Weltraum kommt, indem es mit Meteoriten auf der Erde gelandet ist. Tatsächlich dezimiert das den Wert der DNS fuer unsere Lebensvielfalt nicht. Selbst wenn sie vom Weltraum kommen sollte ist das immer noch Teil unserer evolutionären Geschichte, denn das Universum, zu dem wir alle gehören, war der Vorgänger in jedem Fall.

    Es ist nennenswert, dass DNS sequenzing der Computerwissenschaft dienlich ist und zu dessen Fortschritt beiträgt, z.B. Data Base Theory, String Searching Algorithms und nun Informations Storage Experiments, die wahrscheinlich zu weiteren Fortschritten führen werden.

    DNS ist ebenso vielversprechend für die medizinischen Wissenschaften, hilft in der Gerichtsmedizin und ist die Grundlage für die Nanotechnology.

    Da ist allerdings ein Für und Wieder, dass Menschen DNS handhaben. Es ist, traurige weise, ein Mienenfeld und Vorsicht ist geboten. Der Gedanke, dass Gen-manipulation für Profitzwecke verwendet wird, ist schrecklich genug, aber es ist schockierend wenn das unter irreführenden Behauptungen geschieht. Zum Beispiel, Getreide oder commerzielle Pflanzen sind genetisch verändert worden um sie gegen Insekten immun zu machen. Tatsache ist, dass diese die Insekten töten, nicht abwehren, wie das propagiert wird. Das hat weitreichende Implikationen. Nicht nur ist die Öffentlichkeit misinformiert worden, schlimmer noch ist die Möglichkeit dass, gemäss dem Rippeleffect, viel mehr als eine Insektenart ausgerotted wird.

    Das DNS- concept ist “genial” in seiner Einfachheit, im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist mehr als aussergewöhnlich in seiner komplexen Funktionalität. Man sollte es nicht zu missbrauchen.

    Seit das Molekül zum ersten Mal entdeckt worden ist, bei einem Schweizer Mediziner in 1869, hat es lange gebraucht bis es schliesslich in 1953 von Crick und Watson als die doppel helix structure der Welt vorgestellt wurde. Die beiden haben dafür in 1963 den Nobelpreis erhalten. Eine neue Aera in der medizinischen Forschung begann,gekennzeichnet bei Francis Crick’s Dogma an Molekular Biologie in1957.

    Das Leben in der Welt der Moleküle ist tatsächlich faszinierend und es gibt dem Menschen Einiges zum Überlegen, nämlich wie kann er mit der Tatsache leben dass er möglicherweise nicht mehr als ein Produkt chemischer Reaktionen ist, obwohl mit göttlichem Resultat.

     

    DNS, (Das Neue Selbstbewusstsein)

    Der Titel für das Buch war als Referenz zur Qualität der biologischen DNS gewählt worden.

    Es uns Menschen ein hochwertig funktionelles und intellektuelles Gehirn gegeben, und da es diesen Prozess noch immer fortsetzt, kann man diesen Prozess, Design oder Meisterplan nennen. Es hat uns schrittweise zu Erkenntnis und Verständnis der Schöpfung geführt und zum Bewusstsein unseres Ursprungs und Strebens, daher DNS, oder Das Neue Selbstbewusstsein.

    Es besteht allerdings kein Grund zur Annahme, dass andere Lebensformen als Meschen, kein hochspezialisiertes Verständnis ihrer Welt haben. Wir Menschen würden davon nichts wissen, denn wir, wie jede Gattung, erleben die Welt nur in unserer eigenen Modalität. Wir können nicht einmal die Welt der Gerüche erleben, wie es unsere Hunde tun, und das ist nur ein kleines Beispiel.

    Unser Leben, so wie wir es kennen, ist eine Reise, von A nach B, in einer Welt bestimmt bei Materie und Zeit, wobei die DNS seine eigene Reise unternimmt. Vom bescheidenen Beginn, und noch immer auf dem Weg, es ist selbst design, Schriftsteller, Producent und Director, alles in einem, wirksam als Collaborateur, denn nur so kann das Ziel einer vollendeten Gattung zum Ausdruck gebracht werden. Währenddessen, auf dem Weg zur Perfektion, entwickelt es die Vielfalt und Vielgestalt von Leben, was unsere Erde zu einer Wunderwelt transformiert hat.

    Das Buch selbst beschreibt eine von Femina’s Reisen, eine Art Reisebericht, wenn man so will.

    Der Leser ist eingeladen, diesen Trip nachzuvollziehen, in der Hoffnung, dass es ihn inspiriert, auf seine eigene Reise zu gehen. Letztendes, nur die eigene Reise zählt.