{"id":2302,"date":"2013-08-08T09:26:00","date_gmt":"2013-08-08T09:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/axisdata.com.au\/de\/feminas-artikel\/uber-frustration\/"},"modified":"2013-08-08T09:26:00","modified_gmt":"2013-08-08T09:26:00","slug":"uber-frustration","status":"publish","type":"feminas-artikel","link":"https:\/\/axisdata.com.au\/en\/feminas-artikel\/uber-frustration\/","title":{"rendered":"\u00dcber Frustration"},"content":{"rendered":"<p>Wir alle wissen wie es sich f\u00fchlt wenn wir frustriert sind, aber wissen wir immer warum?<\/p>\n<p>Wie definiert sich das Wort? Es gibt mehrere Interpretationen, aber das lateinische \u201cfrustra\u201d beschreibt es sehr sch\u00f6n im Sinne von \u2018umsonst\u2019,\u2019 nutzlos\u2019, \u2018erfolglos\u2019, \u2018f\u00fcr nichts\u2019. Diese Worte allein lassen Gef\u00fchle hochkommen, die man am liebsten vermeidet.<\/p>\n<p>Einfach ausgedr\u00fcckt, frustration ist eine Blockade die unseren Fortschritt oder unsere Bem\u00fchungen etwas zu erreichen behindert oder verhindert.<\/p>\n<p>Als Kleinkinder reagieren wir ungeniert mit einem eindrucksvollen Gef\u00fchlsausbruch. Jeder weiss was mit den \u2018schrecklichen Zwei\u2019 gemeint ist. Hoffentlich lernen wir dann, das das nicht wirklich zweckdienlich ist, denn als Erwachsener f\u00e4llt uns das viel schwerer und manche lernen es nie. In diesem Fall bleibt und wird es ein Problem das uns st\u00e4ndig begleitet und das sich zu jeder neuen frustration addiert. Wir sind dann noch mehr frustriert, mehr als es die Sache wert ist und diese Kumulation vergr\u00f6ssert sich, fliesst hinein in viele andere unserer Funktionen und macht uns mehr und mehr incompetent. Irgendwann wird der Betroffene feststellen, dass er nicht weiss, was mit im los ist und fragt sich warum sich alles und jeder gegen ihn verschw\u00f6rt.<\/p>\n<p>Ungl\u00fccklicherweise ist es unm\u00f6glich frustrationen auszumerzen. Es ist daher besser sich mit Frustrations Managment vertraut zu machen. Das ist ein Prozess, nicht ein Akt. Trotzdem man generelle Prinzipien strategisch anwenden kann, sind diese nicht die L\u00f6sung des Problems. Leider gibt es keine \u201cEine Gr\u00f6sse passt allen\u201d technique, denn es sind die Gef\u00fchle die eine Resolution komplizieren und diese geh\u00f6ren jedem allein.<\/p>\n<p>Die Natur bietet uns eine wunderbare demonstration in sehr einfacher Weise was vor sich geht.<\/p>\n<p>Menschen geniessen es an einem Ufer zu sitzen und das Wasser eines Flusses vorbeiziehen zu lassen, den Wellen und Wirbeln zu zusehen wie sie sich formen und aufl\u00f6sen ohne m\u00fcde zu werden, ohne Ende, als g\u00e4be es keine Zeit und keine Grenzen, oder einer Quelle in ihrem jugendlichen Tanz zu folgen wie sie freudig \u00fcber Stock und Stein gleited und in die Zukunft eilt in Erwartung gr\u00f6sserer Dinge. Es gibt uns Gef\u00fchle die wir mit St\u00e4rke, Vergn\u00fcgen und Freude verbinden. Also lass uns dieser Strom, dieser Fluss, diese Quelle sein.<\/p>\n<p>Leider kann die Idylle jederzeit ein Ende finden. Es h\u00e4ngt nat\u00fcrlich von der Gr\u00f6sse des Hindernises und von der Gr\u00f6sse und St\u00e4rke des Wasserflusses ab, ob es weiterfliessen kann oder wie es weiterfliessen wird. Letztendes, es macht keinen Unterschied wie stark die Str\u00f6mung ist, denn es ist immer m\u00f6glich dass etwas st\u00e4rker und gr\u00f6sser ist, und es kann nicht so einfach weggeschwemmt werden.<\/p>\n<p>Wie also reagiert das Wasser, wenn sein Fluss blockiert ist.? Wenn die Blockade pl\u00f6tzlich auftritt wird das Wasser notwendigerweise gezwungen mit voller Wucht gegen die Blockade anzulaufen. Das mag tats\u00e4chlich einer Schlacht gleichkommen, mit all dem Get\u00f6se und Tumult, nicht ungleich dem Versuch mit dem Kopf durch die Wand rennen zu wollen.<\/p>\n<p>Freilich das endet schnell und ein Prozess beginnt. Das Wasser sucht den einfachsten Ausweg, oder es kommt zum R\u00fcckstau. Ist dieser gross genug, der Strom mag ein See werden, der Fluss ein Teich, die Quelle mag in die Erde verschwinden um woanders wieder hochzukommen oder sie formt ein Nassland, was auch immer passiert, nichts ist eigentlich verloren. Es ist eine Transformation, etwas Neues ist entstanden, gleicherweise sch\u00f6n, eindrucksvoll oder n\u00fctzlich. Ein See bietet so viel Vergn\u00fcgen, ein Teich ist eine Wohltat in seiner friedlichen Stille, na und ein Nassland bietet so vielen Lebewesen eine ungest\u00f6rte Existenz, weil die Natur sich selbst \u00fcberlassen kann.<\/p>\n<p>Zweifelsohne, wenn ein Hinderniss sich langsam entwickelt, dann gibt es keinen Tumult, denn Anpassung kann stattfinden. Es kann trotzdem irritirend sein.<\/p>\n<p>Ein Fluss nat\u00fcrlich f\u00fchlt sich nicht frustriert, obwohl er frustriert worden ist. Sich frustriert f\u00fchlen ist menschlich denn wir heften Gef\u00fchle an Erlebnisse. Und diese erscheinen negativ, wenn Umst\u00e4nde sich gegen unseren Willen in unseren Weg stellen. Wir wollen nicht aufgehalten noch zur\u00fcckgehalten werden, wir wollen uns nicht \u00e4ndern, noch wollen wir ge\u00e4ndert werden. Wir wollen es gem\u00e4ss unseren W\u00fcnschen, egal wie oder was. Selbst wenn es uns nicht gut bekommt oder eine \u00c4nderung notwendig ist, selbst wenn \u00c4nderung weder Verlust noch Minderwerigkeit bedeutet.<\/p>\n<p>Es scheint, wir werden lieber zornig, aggressive, gewaltt\u00e4tig, oder traurig, depressed und selbstzerst\u00f6rerisch. Oder wir werden eigensinnig, bitter, nachtragend. Wir jammern, isolieren uns und geben uns der Hoffnungslosigkeit hin. Einige esssen zuviel, andere garnicht, manche finden keinen Schlaf, andere wollen nicht aus dem Bett. Um uns zu beruhigen greifen wir zu Pillen, Alkohol und Drogen.<\/p>\n<p>Schliesslich geben wir allem und jedem die Schuld, denn es ist wahr, wir haben keine Macht das Hindernis zum Verschwinden zu bringen. Wir haben keine Macht andere, die in unserem Weg stehen, zu \u00e4ndern. Wir haben keine Macht jemanden oder irgendwas so zu \u00e4ndern wie wir es wollen oder wie wir glauben dass es sein sollte. Heisst das, wir sind am Ende? Nat\u00fcrlich nicht! Tats\u00e4chlich gibt es kein Ende. Die Natur zeigt uns, es gibt nur L\u00f6sungen. Falls wir uns \u00e4ndern, und das ist die Macht die wir haben, unsere Umwelt ver\u00e4ndert sich notwendigerweise ebenso.<\/p>\n<p>Es nicht falsch etwas erreichen zu wollen oder wenn wir versuchen unserem Weg treu zu bleiben, aber ist der Aufwand die M\u00fche wert? Ein Hindernis gibt uns die Gelegenheit einer Bestandsaufnahme. Ist etwas essentiell f\u00fcr uns, dann wird man seinen Weg fortsetzen, so oder so, wie auch immer. Wir st\u00e4rken dabei nur unsere \u201cMuskel\u201d, aber es ist falsch zu glauben, dass es nur einen Weg gibt.<\/p>\n<p>Die Str\u00f6mung eines Gew\u00e4ssers ist eine Qualit\u00e4t, die sich nicht \u00e4ndert, mit oder ohne gegenw\u00e4rtigem Hindernis. Seine Velocit\u00e4t kann sich ver\u00e4ndern, oder seine Gestalt. In jedem Fall der Fluss sucht einen Weg seine Reise fortzusetzen. Er mag nach links oder rechts ausweichen, oder sich in zwei Arme teilen, er mag irgendwann \u00fcber das Hindernis fliessen oder er findet einen Weg durch das Hinderniss, h\u00f6lt sich einen Kanal, oder frisst das Hinderniss auf, von innen nach aussen und umgekehrt. Wasser sucht sich den Weg des geringsten Widerstandes und damit den erfolgreichsten, bevor es sich transformiert.<\/p>\n<p>Dasselbe gilt f\u00fcr uns. Was wir mit den diversen Gef\u00fchlen machen ist freilich eine pers\u00f6nliche Angelegenheit und mag kompliert erscheinen, ist es aber nicht.<\/p>\n<p>Darum m\u00fcssen wir erstmals eine Bestandsaufnahme machen.Wir k\u00f6nnen uns durchaus erlauben, zumindest anfangs und f\u00fcr eine gewisse Zeit, sich von unseren Gef\u00fchlen hinreissen zu lassen, aber nicht im Sinne eines Untergangs. Das kommt der V\u00f6llerei gleich und zeigt nur, dass wir den Status der Hilflosigkeit mehr sch\u00e4tzen als jede andere M\u00f6glichkeit. Falls wir diesen Zustand geniessen, sei\u2019s drum, aber erwarte nicht, dass dich andere retten k\u00f6nnen, wenn Du nicht versuchtst, deinen Kopf \u00fcber Wasser zu halten. Da ist nichts was sie tun k\u00f6nnen auch wenn sie es versuchen. Irgenwann sind ihre Kr\u00e4fte ersch\u00f6pft und sie werden dich loslassen m\u00fcssen. In all dem gibt es keine Helden, noch Pflicht oder Verpflichtung.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Schritt, nachdem wir eine m\u00f6gliche L\u00f6sung gefunden haben, besteht im Planen und Durchf\u00fchren unserer Aktionen, am besten mit der gleichen Vehemenz und Freude, wie wir zuvor investiert haben. Vielleicht sogar mit mehr St\u00e4rke, ein Produkt des Prozesses.<\/p>\n<p>Das urspr\u00fcngliche Hindernis k\u00f6nnen wir incorporieren, ignorieren, es zu einem Denkmal oder Meilenstein umdeclarieren, oder wir lassen es als \u201cCul de sac\u201d weiter existieren, was auch immer uns den inneren Frieden bringt. Wie das Sprichwort sagt, \u201cEs hat keinen Sinn f\u00fcr immer dem zerbrochenen Krug nachzuweinen.\u201d<\/p>\n<p>Wie auch immer, wir k\u00f6nnen uns aktiv oder passiv verhalten, aber die Entscheidung nichts zu tun ist grad so gut eine L\u00f6sungsm\u00f6glichkeit , wie jede andere auch. Im Tumult unserer Gef\u00fchle mag es sogar besser sein, abzuwarten. Doch letztendlich heisst es, dass Entscheidungen getroffen werden, ohne uns, und das mag vielleicht nicht zu unseren Gunsten sein.<\/p>\n<p>Wenn es sich herausstellt, dass es tats\u00e4chlich keinen Ausweg gibt, dann ist es Zeit f\u00fcr eine mehr radikale L\u00f6sung, nicht ungleich einer Amputation oder Kapitulation. Es bedeuted Transformation, wie auch immer, ob es einem passt oder auch nicht. Selbst dann gibt es eine Wahl, wenn man so will. Und wie die Natur uns zeigt, es mag etwas gleich sch\u00f6nes hervor bringen, oder gar noch besser oder grossartiger, wenn wir erlauben es so zu sein. Tats\u00e4chlich w\u00fcrden Sozieternas nichts anderes in Betracht ziehen..<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir alle wissen wie es sich f\u00fchlt wenn wir frustriert sind, aber wissen wir immer warum? Wie definiert sich das Wort? 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